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Wirtschaftliche Divergenz: Aktienblase und sinkender Konsum
Der DAX nähert sich trotz deutscher Rezession der Marke von 22.000 Punkten, während der private Konsum einbricht und die reale Inflation über den offiziellen Zahlen liegt.
Konsumeinbruch bei steigenden Börsen: Anzeichen einer Blase
Deutschland befindet sich in einer technischen Rezession, doch der DAX kratzt an der Marke von 22.000 Punkten. Die EZB senkt die Zinsen, während die Inflation die Reallöhne auffrisst. Und in Spanien steigen selbst als tot geglaubte Banken im Kurs. Die Realwirtschaft und die Finanzmärkte haben ihre Bindung verloren.
Das Paradoxon der Indizes: Rezession bei Höchstständen
Während Trump Zölle am laufenden Band ankündigt, erreichen die US-Börsen neue Höchststände. In Europa steckt Deutschland in der Rezession, aber der DAX steht kurz vor 22.000 Punkten – ein Unsinn, der nur durch künstliche Liquidität erklärbar ist. Die EZB senkt die Leitzinsen, obwohl die Inflation weiterhin die Kaufkraft zehrt. In Spanien steigen sogar die ruinierten Kleinbanken des Trilex, während das Finanzministerium (Hacienda) munter kassiert, ohne die Einkommensteuer (IRPF) anzupassen.
Der Vergleich mit 2001 drängt sich auf. Damals war es die Internetblase, heute ist es KI. Beim technischen Einbruch am Montag fiel der S&P 500 um -1,46 %, während der gleichgewichtete S&P 500 um +0,02 % stieg. Diese Divergenz ist das Kennzeichen einer Blase, die sich auf wenige Unternehmen konzentriert.
Der Konsum bricht ein: Einzelhandel, Mode und Freizeit im Sinkflug
Der Einzelhandelssektor ist stark betroffen. Puma, Nike, Adidas und Lululemon leiden wie nie zuvor. JPMorgan gibt für Puma ein Kursziel von 16 Euro aus, was mehr als 15 % unter dem aktuellen Preis liegt. Es zeigt sich deutlich: Niemand kauft mehr, der Konsum stagniert. Auch AB InBev verliert Umsatz und Volumen. Die Menschen meiden Alkohol, da er teuer und gesundheitsschädlich ist.
Wir leben in einem permanenten "Januar-Loch". Es geht bergab im September, im Januar, nach Ostern... eine endlose Talfahrt. Deshalb kürzen die Leute bei allem Verzichtbaren: Kleidung, Schuhe, Möbel, Autokauf. Das wird zur Nebensache, wenn ein Kilo Zitronen 3 Euro kostet, wo sie früher für 1 Euro oder weniger zu haben waren.
Reale vs. offizielle Inflation: Daten, die nicht zusammenpassen
Die Inflationsdaten werden frisiert. Bei einer realen Teuerung von 12 Prozent meldet man einen Verbraucherpreisindex (VPI) von 0,2 Prozent. Gleichzeitig sind die Kfz-Versicherungen weit mehr als doppelt so stark gestiegen wie die offizielle Inflation. Die Grundsteuer (IBI) für unbebaute Grundstücke hat sich um über 50 % erhöht. Im Umfeld zahlen alle spät und schlecht; selbst bisher zuverlässige Firmen begleichen ihre Rechnungen nicht mehr.
Der Konsum liegt am Boden. Niemand kauft etwas, weil alles extrem teuer ist und überall versucht wird, Kunden dreist abzuzocken. Dies reicht vom wöchentlichen Supermarkteinkauf bis hin zu Hausratversicherungen und Bankgeschäften.
Die Schuldenbombe und die Empfehlung für Sachwerte
Bill Gross wird recht behalten, es ist nur eine Frage der Zeit. Die europäische Schuldenbombe muss bald explodieren. In Frankreich steht ein Regierungswechsel bevor, und auch die Niederlande stecken tief in der Krise. Aus der massiven Überschuldung führen nur zwei Wege: eine Erklärung der Zahlungsunfähigkeit oder galoppierende Inflation, die die reale Schuld last verdünnt. Eine Pleite wollen die Eliten jedoch vermeiden, da die Schulden ihnen selbst gehören.
Die Empfehlung ist klar: Starke Gewichtung bei Sachwerten (physische Assets), die Inflation gut aushalten. Wer Mut hat, sollte sich hoch verschulden zu festen Zinsen, um diese Werte zu kaufen. Es wird interessant sein zu sehen, wie die Inflation die Renditen "steigen" lässt, während die Investitionsschuld nominal konstant bleibt.
Der geopolitische Faktor: China, Trump und die EU
Die USA werden China nicht mehr dominieren können. Ein größeres Land, mit mehr Bevölkerung, längerer Geschichte, stärkerer Opferbereitschaft und fleißigeren Menschen. China, zusammen mit den BRICS-Staaten und Satellitenländern, wird die USA herausfordern. Die USA sind im Niedergang und werden sich nicht erholen.
Chinesische Konsumenten werden erfahrener und kritischer; sie zahlen keine tausende Euros mehr für Markenlogos. Prada, Gucci, Louis Vuitton, Chanel... haben Filialen in Asien geschlossen, da die Verkäufe wegen wirtschaftlicher Unsicherheit eingebrochen sind. Unterdessen schlägt die EU den Weg ein, der seit mindestens 25 Jahren offensichtlich war: Handel mit China und Annäherung an Peking. Ursula von der Leyen betont, dass Brüssel und Peking ihre Handels- und Investitionsbeziehungen vertiefen müssen.
Und Trump versucht, Börse und Dollar zu manipulieren... Der Gang ins Casino wäre unterhaltsamer. Mit Trump kann die US-Börse morgens um 3 % steigen und abends um 5 % fallen. Dann noch die Torheit der Kryptowährungen, eine tickende Zeitbombe.
Die Anekdote über Geldwäsche in Madrid
In Madrid werden Wohnungen für 2 Millionen Euro verkauft, gekauft nur von Drogenhändlern und Strohmännern politischer Mafias zur Geldwäsche. So dreist, dass man sie in Madrid im Auto mit 300.000 Euro in einer Tasche erwischt. Dass ein Beamter der UDEF (Spezialeinheit für Wirtschaftskriminalität) mit 20 Millionen Euro in seinen Wänden ertappt wurde, gab es noch nie. Jetzt waschen sie offen Geld vor den Augen der Spanier, und niemand rührt einen Finger. Die Preise steigen durch diesen Effekt der Geldwäsche.
Ist dies der Beginn einer langen Korrektur oder nur eine Pause in einem Markt, der gelernt hat, die Realwirtschaft zu ignorieren? Die Antwort bleibt vorerst aus.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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