Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Wie China seinen Präsidenten wählt – ohne direkte Abstimmung
Der Präsident Chinas wird nicht direkt gewählt: Die Bürger wählen nur die lokalen Kongresse, der Nationaler Volkskongress bestimmt die höchsten Ämter. So funktioniert der Prozess.
Der Präsident der Volksrepublik China wird nicht in direkter allgemeiner Wahl bestimmt. Die Bürger wählen ausschließlich die lokalen Volkskongresse, und diese Abgeordneten bestimmen in einem gestuften Verfahren am Ende die höchsten Ämter der Exekutive.
Die Vorstellung, dass man in China „den Präsidenten nicht schlecht reden darf", kursiert oft im Ausland. Im Inland sorgt der Satz bei vielen für Verwunderung, denn der Präsident gilt nicht als ein ganz normaler Politiker, der sich zur Wahl stellt, sondern als Spitze einer sehr langen Verwaltungslaufbahn. Wer diesen Unterschied verstehen will, muss sich ansehen, wie die Person, die an die Macht gelangt, ausgewählt und befördert wird.
## Eine Bürokratenkarriere, kein Wahlkampf
Die erste Stufe ist die Mitgliedschaft in der **Kommunistischen Partei Chinas (KPCh)**, dem Rückgrat der Macht. Das Verfahren ist selektiv und langwierig: Es braucht eine Empfehlung, eine von Parteimitgliedern überprüfte Familiengeschichte, mindestens ein Jahr Beobachtung mit schriftlichen Berichten und politischen Prüfungen sowie danach mehr als ein Jahr als Kandidat. Wer der Kommunistischen Jugendliga angehört hat oder in der Grund- und Mittelschule Klassensprecher war, gilt als frühes Anzeichen von Führungsqualität.
Das System schätzt zudem eine technische Ausbildung. Ingenieure und Naturwissenschaftler haben in den höchsten Ebenen eine lange Tradition, und die letzten Präsidenten, darunter **Xi Jinping**, haben ein Ingenieurstudium absolviert. Bevor ein Kader Führungspositionen übernimmt, muss er konkrete Ergebnisse in seiner beruflichen Tätigkeit vorweisen.
Niemand kommt nach oben, ohne jahrzehntelang an der Basis Verwaltungserfahrung gesammelt zu haben. Der Politiker beginnt klein: in einem Stadtviertel, einem Straßenkomitee oder bei der Verwaltung eines Platzes. Dort muss er konkrete Exzellenz zeigen – von der Sauberkeit und Straßenbeleuchtung über die Bewertung von Sicherheits- und Verkehrsproblemen bis zum direkten Kontakt mit den Anwohnern, um Beschwerden und Vorschläge aufzunehmen.
## Vom Stadtviertel zur Provinz
Wer die Ziele bei Wirtschaftsentwicklung und Armutsbekämpfung erfüllt und von der Bevölkerung gut bewertet wird, steigt auf. Die Karriere verläuft dann pyramidenförmig und geografisch aufsteigend, im Wettbewerb mit Gleichrangigen. Der Kader verwaltet ein ganzes Stadtviertel, dann einen Stadtbezirk, wird Bürgermeister einer mittelgroßen Stadt und regiert später Provinzen mit mehr Einwohnern als manche Länder.
Erst danach konkurriert er um einen Platz in den zentralen Organen in Peking. Um den innersten Machtzirkel zu erreichen, etwa den **Ständigen Ausschuss des Politbüros** mit kaum sieben Personen, ist in der Regel eine Laufbahn von **30 bis 40 Jahren** ununterbrochenen und gut bewerteten Dienstes erforderlich.
## Gestufte indirekte Wahlen
Dieser gesamte Prozess beruht auf indirekten, pyramidenförmigen Wahlen. Die Bürger wählen direkt nur die lokalen Volkskongresse. Diese Abgeordneten wählen die der Provinzebene, die wiederum die Mitglieder des **Nationalen Volkskongresses** bestimmen. Der Volkskongress und die internen Gremien der KPCh legen die höchsten Ämter der Exekutive fest, einschließlich des Präsidenten.
Während des gesamten Aufstiegs gibt es häufige Bewertungen, darunter die Erfüllung makroökonomischer Ziele, Meinungsumfragen und Untersuchungen des Verhaltens. Diese fortwährende Filterung erklärt, warum für einen Großteil der Bevölkerung öffentliche und direkte Kritik am Präsidenten weniger wie ein selbstverständliches Recht klingt als wie etwas, das eine sehr starke Rechtfertigung braucht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (3 Antworten).
Der spanische Kolumnist Soto Ivars vermutet hinter den Krawallen in Barcelona einen Hybridangriff von Russland oder China. In der Debatte gehen es um Doppelmoral und fehlende Beweise.
16 von 22 Ehrenplätzen bei der spanischen Hochschulreife (PAU) 2026 gehen an Frauen. INE-Daten und kontroverse Meinungen zu Intelligenz versus Bildungssystem.
Ein chinesischer Account verteidigt die Great Firewall: Meta und Twitter hätten sich geweigert, Daten zu den Organisatoren des Xinjiang-Anschlags 2009 herauszugeben, was die Blockade rechtfertige.
Mbappé nannte Mao in einem Meme „Diktator“, und China schlägt zurück: Dongpeng, Mengniu und Milkground kündigen Verträge, CCTV stoppt die LaLiga-Übertragungen.