Bezoya ist nicht der Schlüssel: Entscheidend sind 2,5 Liter am Tag

Urologische Leitlinien zielen auf 2-2,5 Liter Urin pro Tag: Drei Liter Leitungswasser schützen mehr als anderthalb Liter des besten Flaschenwassers.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bezoya ist nicht der Schlüssel: Entscheidend sind 2,5 Liter am Tag
Bezoya ist nicht der Schlüssel: Entscheidend sind 2,5 Liter am Tag

Bringt es überhaupt etwas, die Marke des Flaschenwassers auszuwählen, wenn der Urologe gerade einen Nierenstein entfernt hat? Die kurze Antwort: kaum. Was wirklich zählt, ist die Menge: Urologische Leitlinien zielen auf 2 bis 2,5 Liter Urin täglich, was in der Praxis bedeutet, 2,5 bis 3 Liter über den Tag verteilt zu trinken – und mehr, wenn man schwitzt oder es heiß ist. Klarer, fast durchsichtiger Urin ist das Zeichen, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Die Erfahrung schildert jemand, der es gerade durchgemacht hat: wegen einer Nierenkolik im Krankenhaus, mit der ärztlichen Empfehlung, fast zwei Liter am Tag zu trinken, und der Frage, ob Bezoya wirklich die beste Marke ist. Das folgende Gespräch ist eine kleine Abhandlung über Nierenaufklärung mit mehr Nuancen, als man denkt.

Ist Bezoya besser als Leitungswasser?

Bezoya ist sehr mineralstoffarm, mit wenig Natrium und wenig Kalzium, und gilt deshalb als ausgewogen. Soweit korrekt. Aber Studien, die hartes und weiches Wasser vergleichen, finden wenig oder keinen Unterschied beim Risiko der Steinbildung. Leitungswasser ist völlig ausreichend, in Städten mit weichem Wasser wie Madrid erst recht. Drei Liter Leitungswasser schützen mehr als anderthalb Liter des besten Flaschenwassers.

Der Hinweis auf Salz ist ebenfalls wichtig, allerdings aus einem anderen Grund: wegen des Blutdrucks, nicht wegen der Nieren. Und Kalzium verdient einen eigenen Absatz, denn hier ist der Volksrat längst überholt.

Der Fehler, auf Milchprodukte zu verzichten, um Kalziumsteine zu vermeiden

Die meisten sogenannten „Kalziumsteine" bestehen aus Kalziumoxalat. Kalzium aus der Nahrung bindet Oxalat im Darm und wird mit dem Stuhl ausgeschieden; verzichtet man auf Milchprodukte, bleibt mehr freies Oxalat übrig, das aufgenommen wird und in den Urin gelangt – und genau das begünstigt, was man vermeiden wollte. Eine klassische Studie im New England Journal of Medicine von 2002 mit Männern und Kalziumoxalatsteinen zeigte, dass eine Ernährung mit normalem Kalzium, wenig Salz und wenig tierischem Eiweiß die Rückfälle um fast 50 % gegenüber kalziumarmer Kost senkte. Die heutige Empfehlung geht in diese Richtung: normales Kalzium, keine Einschränkung.

Manche behaupten, bei Harnsäuresteinen reiche eine Ernährungsumstellung; bei Kalziumsteinen deutet die Evidenz auf das Langweilige: viel Wasser, weniger Salz und die Analyse des Steins, wenn man einen hat.

Umkehrosmose, Destillation und der Terpentin-Aberglaube

Im Haushaltskapitel taucht die technische Versuchung auf: Umkehrosmoseanlagen, die das Wasser fast auf null Rückstände bringen, in manchen Modellen für unter 100 Euro. Man sollte sie nicht mit Destillation verwechseln und daran denken, dass mineralstofffreies Wasser für den Grundbedarf des Körpers nicht ideal ist: entweder remineralisieren oder mischen. Und natürlich fehlt nicht der übliche Unsinn, Terpentinextrakt hinzuzufügen, um Steine „aufzulösen". Das ist Terpentinersatz, ein giftiges Lösungsmittel, das ausgerechnet der Niere schadet. Bei einer Vergiftung ist die Telefonnummer des spanischen Toxikologischen Informationsdienstes (Servicio de Información Toxicológica) die 91 562 04 20.

Am Ende ist die Marke nebensächlich. Was nie versagt, ist Liter für Liter, ohne Eile und ohne verpackte Wunder.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (27 Antworten).

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