Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Warum haben Politiker so viel Angst vor Rentnern?
In Spanien sind fast 30 % der Wählerschaft Rentner, doch die Renten werden aus Beiträgen der Berufstätigen finanziert. Die Debatte darüber, wer zahlt und wer erhält.
Die beitragsbezogenen Renten werden aus den Sozialabgaben der Berufstätigen gezahlt, nicht aus einem Topf, der auf den Namen jedes Rentners läuft. Deshalb entspricht das politische Gewicht der Rentner nicht ihrem wirtschaftlichen Gewicht: Sie sind eine Minderheit der Wählerschaft, und die Kosten tragen die erwerbstätige Mehrheit.
Die Angst vor den Rentnern hat eine einfache und eine unbequeme Erklärung. Die einfache ist wahlpolitisch: Ihnen wird eine Mobilisierungskraft und eine Stimmentreue zugeschrieben, die die Parteien nicht auf die Probe stellen wollen. Die unbequeme ist, dass sich diese Macht in Stimmen misst, das Geld aber in Beiträgen. Und da ändert sich die Rechnung.
## Fast 30 % der Wählerschaft, nicht des Landes
Rentner machen nicht ganz **30 %** der Wählerschaft aus. Das bedeutet, dass mehr als **70 %** der Wählenden keine Rentner sind. Diese Zahl entkräftet die Vorstellung eines Blocks, der Wahlen im Alleingang entscheiden könnte – erklärt aber auch, warum die Parteien sie mit Samthandschuhen anfassen: Ein geschlossener Block von 30 % wiegt viel schwerer als 70 %, die sich über Alter, Einkommen und Interessen verteilen.
Die öffentliche Diskussion konzentriert sich auf das demografische Gewicht der Rentner, auf ihre wachsende Zahl und ihre Fähigkeit, an der Urne abzustrafen. Weniger gesprochen wird über das demografische Gewicht der Nicht-Rentner, die die Mehrheit stellen und das System mit ihren Löhnen tragen.
## Woher das Geld für die Renten kommt
Die beitragsbezogenen Renten kommen nicht aus einem Topf mit dem Vor- und Nachnamen jedes Rentners. Sie kommen aus den Sozialabgaben der Erwerbstätigen, die die Leistungen derer finanzieren, die nicht mehr arbeiten. Es ist ein Generationenvertrag, kein individuelles Sparkonto.
Daraus entsteht der Groll, der die Debatte durchzieht: Ein Arbeitnehmer, der **1.300 Euro** verdient, sieht, wie ein Teil seines Gehalts für Renten abgezweigt wird, die in manchen Fällen diesen Betrag übersteigen. Die Hälfte des Staatshaushalts fließt in Renten, so die Berechnungen, die in dieser Diskussion kursieren. Würde dieser Posten halbiert, hätte ein Arbeitnehmer, von dem **1.000 Euro** einbehalten werden, statt dessen nur **750** einbehalten: **250 Euro** mehr im Monat in der Tasche.
Das ist das Argument, mit dem manche behaupten, eine Rentenkürzung müsse eigentlich populär sein. Einer Minderheit schaden, um einer Mehrheit zu nützen. Wahlmathematisch geht die Rechnung auf.
## Das Problem des politischen Mutes
Auf dem Papier geht die Rechnung auf, in der Praxis wird sie kompliziert. Renten zu kürzen erfordert zuerst eine Erzählung: die Beitragszahler davon zu überzeugen, dass sie mehr gewinnen, wenn die Rentner weniger bekämen. Das ist nicht unmöglich. Es ist eine grundlegende politische Operation, die verlangt, das Spielfeld zu verändern und zu entscheiden, welche Themen zählen – statt sich den bereits gesetzten anzupassen.
Manche behaupten, die Rechte ziehe es vor, das Bestehende zu verwalten, statt diese Front zu eröffnen. Und die Linke habe umgekehrt einen klaren Anreiz, sie nicht anzufassen. Das Ergebnis ist ein Status quo, den niemand bewegt, und eine Debatte, die an der Oberfläche bleibt: die Rentner als wahlpolitische Bedrohung, ohne die Frage, wer die Rechnung zahlt.
Unterdessen bleibt die eigentliche Frage ohne öffentliche Antwort. Wenn die **70 %** keine Rentner sind und das System mit ihren Beiträgen tragen – warum dreht sich die politische Debatte fast immer um die **30 %**, die es sind?
Dies ist eine Analyse der Wirtschaftspolitik, keine Finanz- oder Steuerberatung. Entscheidungen über Renten oder Abgaben sollten mit einem Fachmann besprochen werden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (6 Antworten).
Susana Sumelzo erhält 112.000 € als Staatssekretärin nach 12 Jahren im Kongress. Ihr Lebenslauf und ungeprüfte Gerüchte über eine Schwangerschaft dominieren die Debatte.
Jugendarbeitslosigkeit 2023 bei über 28 Prozent, der höchste Wert der EU, und Auszug aus dem Elternhaus erst mit 30,3 Jahren. Die Gründe für die Diskrepanz.
Vito Quiles sagt seinen Auftritt in Pamplona aufgrund von Spannungen mit linksradikalen Gruppen ab. Das Muster abgesagter Veranstaltungen an öffentlichen Universitäten setzt sich fort.
Eine Satire schreibt Isabel Díaz Ayuso 7.291 paranormale Stimmen und sechs Jahre Schlaflosigkeit zu, weshalb sie den Moderator Iker Jiménez konsultieren will.
Gabriel Rufián wechselt Anzug, Hose und politisches Subjekt: Das „nosotras“ und der Kiez-Look lösen in Spanien die Debatte über Authentizität und Wahlkampfmarketing neu aus.
Der spanische Verkehrsminister Óscar Puente erklärte bei einer PSOE-Veranstaltung, der beste Weg, den Faschismus zu stoppen, sei Wählen am 29N, um vier Jahre Straßenproteste zu vermeiden.