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Warum Spanien Talente importiert und seinen eigenen Jungend das Leben schwer macht
Jugendarbeitslosigkeit 2023 bei über 28 Prozent, der höchste Wert der EU, und Auszug aus dem Elternhaus erst mit 30,3 Jahren. Die Gründe für die Diskrepanz.
Spanien hat kein Problem mit fehlendem Talent, sondern mit den Bedingungen: Das Land bildet Fachkräfte aus, die im Ausland bessere Gehälter und bezahlbareren Wohnraum finden. Der Widerspruch liegt nicht bei denen, die von außen kommen, sondern in einem Arbeitsmarkt und einem Bürokratieaufwand, die das Bleiben verteuern.
## Ein Markt, der frisch Ausgebildete vertreibt
Spanien bildet jedes Jahr Tausende Fachkräfte aus, die ihr Studium abschließen und feststellen, dass ihr erster anständiger Vertrag im Ausland liegt. Die Jugendarbeitslosenquote lag 2023 **über 28 Prozent**, der höchste Wert der **Europäischen Union** laut Eurostat, und das Problem endet nicht mit dem Universitätsabschluss.
Nicht nur diejenigen wandern aus, die nichts gefunden haben. Ärzte, Ingenieure und Forscher unterschreiben Verträge in Deutschland, den Niederlanden oder der Schweiz, weil Gehalt, Arbeitszeiten und Wohnungspreise eine andere Rechnung ergeben. Das Register der im Ausland lebenden Spanier überschritt Anfang 2024 die Marke von **2,7 Millionen** Personen.
## Bürokratie, Kosten und Unternehmen, die nicht wachsen
Das **Ley 28/2022** (spanisches Start-up-Gesetz) verfolgte genau dieses Ziel: Fristen für die Gründung von Start-ups verkürzen und Investitionen sowie Talente aus dem Ausland anziehen. Jede Woche Bürokratie ist eine Woche ohne Neueinstellungen.
Auch die Kosten einer Einstellung laden nicht zum Wachsen ein. Zu den Sozialabgaben kommt eine ständig wechselnde Regulierung, und viele Unternehmen bleiben lieber, wie sie sind. Niemand investiert mit Fünfjahreshorizont in einen Rahmen, der jede Saison neu überarbeitet wird.
## Wohnraum: der Engpass, an dem die Jobs hängen
Das Durchschnittsalter beim Auszug aus dem Elternhaus erreichte in Spanien 2023 **30,3 Jahre**, laut dem spanischen Jugendrat, über dem europäischen Durchschnitt. Ohne bezahlbaren Wohnraum baut ein junges Gehalt kein Vermögen auf: Es löst sich in der Miete auf.
Das **Ley 12/2023** (spanisches Wohnungsgesetz) richtete den Fokus auf die Preise in angespannten Wohnungsmärkten. Die eigentliche Diskrepanz bleibt: Die Arbeitsplätze konzentrieren sich dort, wo Wohnraum am teuersten ist, und das neue Angebot kommt nicht mit der Nachfrage Schritt.
## Was vorgeschlagen und was gemessen wird
Die **PP** (spanische Konservative Partei) schlägt Verwaltungsentlastung und Maßnahmen für mehr unternehmerische Tätigkeit vor. **Vox** besteht auf Steuersenkungen und regulatorischen Änderungen. Konkrete Vorschläge zu vergleichen erfordert einen Blick auf Produktivität, Löhne und Chancen, nicht auf die Schlagzeile des Tages.
Darunter liegt eine unbequeme Frage: Wie bewertet man eine Beschäftigungspolitik? Wenn das Kriterium die Zahl der Ankündigungen ist und nicht die daraus entstehenden Verträge, wird sie für das Foto entworfen.
Jede steuerliche oder wohnungspolitische Änderung betrifft das Familienvermögen, daher lohnt es sich, dies vor einer Entscheidung mit einem Berater zu prüfen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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