Vito Quiles sagt Veranstaltung in Pamplona wegen GKS ab

Vito Quiles sagt seinen Auftritt in Pamplona aufgrund von Spannungen mit linksradikalen Gruppen ab. Das Muster abgesagter Veranstaltungen an öffentlichen Universitäten setzt sich fort.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Quiles sagt Veranstaltung in Pamplona wegen GKS ab

Was passiert, wenn ein Journalist einen Vortrag an einer öffentlichen Universität ankündigt und ihn vor Beginn absagt? Der Fokus verschiebt sich vom Redner auf jene, die das Schweigen erzwingen. Vito Quiles, eine Medienpersönlichkeit im Umfeld der extremen Rechten, hatte eine Veranstaltung in Pamplona angekündigt. Er sagte sie ab. Der Grund, der in den nachfolgenden Kommentaren wiederholt wird, ist die Präsenz linksradikaler Kollektive, bezeichnet als GKS, die bereit waren, die Veranstaltung zu stören. Die Abfolge – Ankündigung, Drohung mit Störungen, Absage – hat sich laut Diskussionsteilnehmern zum neuen Muster der spanischen Hochschulpolitik entwickelt.

Was ist GKS und warum taucht es in allen Beiträgen auf?

Das Akronym GKS kursiert in der Debatte als Etikett für die Kollektive, die laut Beobachtern die Absage erzwungen haben. Es gibt keine institutionelle Beschreibung dessen, was GKS ist: Es erscheint als ein Name, der als bekannt vorausgesetzt wird und用来 benennt, wer die Veranstaltung verhindert. Manche fragen direkt, ob es sich um „die neuen ETA-Mitglieder“ handle, mit einem entsprechenden Unterton. Andere ordnen sie antifaschistischen Einheiten zu. Diese Unschärfe ist Teil des Problems, so einige Teilnehmer: Eine Gruppe ohne klare offizielle Bezeichnung kann agieren, ohne dass jemand dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

Klar ist jedoch, laut denselben Beiträgen, die Wirkung. Die Absage wird als Sieg jener gelesen, die mit Störungen drohten. Und hier beginnt die eigentliche Diskussion.

Der Präzedenzfall: Angriff auf einen Journalisten in Pamplona

Die Angelegenheit entsteht nicht aus dem Nichts. Im Material wird ein vorheriger Angriff auf einen Journalisten erwähnt, identifiziert als Mitarbeiter eines Mediums, der im Kontext einer Protestaktion von mehreren Personen geschlagen worden sein soll. Es wird auf einen Bericht eines digitalen Tageblatts verwiesen. Die Diskussion über diesen Vorfall spaltet sich in zwei Lager: Einige behaupten, das Opfer habe seine Arbeit gemacht und die Schuld liege ausschließlich bei den Schlägern; andere argumentieren, wer sich in eine angespannte Situation begibt, nimmt das Risiko in Kauf, am Ende selbst angegriffen zu werden. Diese zweite Linie – „er wird schon etwas getan haben“, heißt es wörtlich – erzeugt den größten Widerstand bei denen, die das Opfer verteidigen.

Die wiederholte Zahl ist die Anzahl der Angreifer: mehrere. Es gibt im Material keine offiziellen Daten zu Festnahmen, Anklagen oder dem juristischen Status des Falls. Die Sache bleibt offen.

Doppelte Standards an der öffentlichen Universität

Das am häufigsten genannte Argument ist das der Asymmetrie. Es wird behauptet, die öffentliche Universität, finanziert durch Steuergelder aller, sei für bestimmte Stimmen tabu geworden. Die genannten Beispiele umfassen Rosa Díez, Espinosa de los Monteros, Macarena Olona oder Álvarez de Toledo, alle mit boycotteten oder verhinderten Veranstaltungen auf Campus in den letzten Jahren, laut den Diskussionsbeiträgen. Die gestellte Frage ist simpel: Waren sie alle Randalierer?

Parallel dazu wird der Gegenfall zitiert: EH Bildu präsentierte einen Dokumentarfilm an der Universidad Pública de Navarra ohne gemeldete Zwischenfälle. Dieser Vergleich dient, so die Argumentation, als Beweis dafür, dass das Kriterium nicht Sicherheit ist, sondern ideologische Nähe. Wer die Absage befürwortet, entgegnet, dass ein akademischer Vortrag nicht dasselbe wie eine politische Provokation sei und dass die Universität nicht verpflichtet ist, eine Bühne für jene zu bieten, die Spektakel inszenieren wollen.

Der Hintergrund: Eine Universität mit Eigentümer

Über den konkreten Fall hinaus verbindet sich die Angelegenheit mit einer älteren Debatte: Wer kontrolliert den universitären Raum? Manche behaupten, die Fakultäten seien seit Jahren von einer einzigen ideologischen Strömung kolonisiert, was sowohl die Boykotte als auch das Gefühl erklärt, dass dort bestimmte Themen nicht diskutiert werden können. Die übliche Antwort der Gegenseite lautet, dass die Universität per Definition ein kritischer Raum sei und nicht jede Rede eine Plattform verdiene.

Das praktische Ergebnis, so die Teilnehmer, ist dasselbe: abgesagte Veranstaltungen, Redner, die nie sprechen, und eine öffentliche Debatte, die von den Hörsälen in die sozialen Netzwerke verlagert wird. Die Anekdote, die das Klima zusammenfasst, ist die eines Journalisten, der mit dem Handy zur Berichterstattung kommt und am Ende selbst zum Thema der Nachricht wird, statt derjenige zu sein, der sie macht.



Letztendlich geht es nicht darum, ob Quiles ein Provokateur ist oder nicht. Die Frage ist, ob jemand, den man nicht mag, an einem Ort sprechen darf, den man mitfinanziert. Und die Antwort, die durch diese Absagen gegeben wird, lautet: Nein.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (128 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver