Warum das spanische Meinungsforschungsinstitut CIS diese Ergebnisse liefert

In El Debate stellt Ramón Pérez-Maura die CIS-Umfragen infrage, die der PSOE einen Vorsprung von 12 Punkten einräumen – im Widerspruch zu privaten Instituten. Was erklärt diese Differenz?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

In El Debate argumentiert Ramón Pérez-Maura, dass die Ergebnisse des spanischen Meinungsforschungsinstituts CIS, das der PSOE einen Vorsprung von bis zu zwölf Punkten gegenüber der zweitplatzierten Partei einräumt, nicht durch einen technischen Fehler erklärbar sind und auf eine Strategie hindeuten, die Regierung vor Vorwürfen des Wahlbetrugs zu schützen. Die privaten Meinungsforschungsinstitute stimmten laut dem Artikel überein und lägen weit von den Ergebnissen des CIS entfernt.

Der **El Debate**-Kolumnist **Ramón Pérez-Maura** veröffentlichte am 16. Oktober 2026 einen Artikel, in dem er sich fragte, warum das Centro de Investigaciones Sociológicas (das offizielle sozialwissenschaftliche Forschungsinstitut Spaniens) Ergebnisse veröffentlicht, die so weit von den Ankündigungen der privaten Meinungsforschungsinstitute entfernt sind. Seine These ist unbequem: Es handle sich nicht um einen Fehler der statistischen Aufbereitung, sondern um eine gezielte Lüge mit einem konkreten Zweck. Wenn eine Umfrage einen Vorsprung von zwölf Punkten gegenüber dem Zweitplatzierten einräumt, so argumentiert er, messe sie keinen Trend: Sie garantiere einen Sieg.

## Die Differenz zwischen dem CIS und den privaten Instituten

Pérez-Maura stellt fest, dass es unmöglich sei, dass sich alle Demoskopie-Institute irren – nur eines nicht. Die privaten Unternehmen, betont er, liefern sehr ähnliche Ergebnisse und liegen weit von denen des CIS entfernt. Diese Übereinstimmung unter Konkurrenten, die weder Methodik noch Kunden teilen, ist für den Autor das erste Warnsignal.

Der Artikel erinnert zudem daran, dass nach den Wahlen von 2023 einige behaupteten, nur das CIS habe richtig gelegen. Pérez-Maura nennt das falsch: Das CIS habe gesagt, die **PSOE** werde die Wahl gewinnen, und gewonnen habe die **PP**, die stärkste Kraft. Wenn das richtig liegen heißt, schreibt er, ist die Messlatte niedrig.

Sein Fazit: Fachbegriffe wie Rohdaten oder statistische Aufbereitung erklären nichts. Wer diese Begriffe verwende, um die aktuellen Umfragen zu rechtfertigen, habe nicht verstanden, worum es hier geht.

## Die Betrugshypothese und die Rolle des CIS

Für Pérez-Maura passt nur eine Erklärung zu einem scheinbar absurden Ergebnis: die Absicherung eines Wahlbetrugs. Umfragen, räumt er ein, können einen Betrug nicht selbst aufdecken. Sie erfassen lediglich die Meinung der Wähler, und diese Meinung wird von den privaten Instituten ziemlich einstimmig erfasst.

Wenn das Ergebnis des CIS das Gegenteil dessen ist, was diese Unternehmen ankündigen, argumentiert er, wie soll **Pedro Sánchez** dann die Betrugsvorwürfe widerlegen? Ganz einfach: mit dem Hinweis, das Ergebnis habe das CIS bereits vorhergesagt, das sei das beste Institut und liege weit vor den privaten. Die Umfrage würde so als argumentatives Schild dienen.

Der Autor fügt hinzu, dass das professionelle Ansehen des CIS bereits stark beschädigt ist und eine scheinbar absurde Umfrage dies noch verschlimmere. Wenn diese Ergebnisse veröffentlicht wurden, schreibt er, dann weil im Verborgenen, nicht auf dem öffentlichen Platz, an ihnen gearbeitet wird.

## Der Präzedenzfall des Enkelgesetzes und der mobilen Stimmabgabe

Der Artikel erwähnt den Betrug, der laut dem Autor mit dem Enkelgesetz (ein Gesetz, das den Enkeln spanischer Exilanten die spanische Staatsbürgerschaft verleiht) und der Stimmabgabe mit Identifizierung per Mobilgerät versucht wurde. **Isabel Durán** hat dies in **El Debate** schrittweise aufgedeckt, und Pérez-Maura ist der Ansicht, dass die Zeitung damit einen großen Dienst an der Demokratie leistet.

Der Autor äußert die Hoffnung, dass die **Junta Electoral Central** (das zentrale Wahlorgan Spaniens), die seiner Ansicht nach noch eine unabhängige Institution ist, an der die Regierung ihre Krallen noch nicht angelegt hat, die Sauberkeit des Wahlprozesses verteidigen kann.

Pérez-Maura schließt mit einer Warnung: Wenn zu diesem Zeitpunkt über einen möglichen Wahlbetrug gesprochen wird, dann weil es Anzeichen dafür gibt, dass derjenige regiert, der ihn begehen könnte. Denn, so sein Schluss, sie sind zu allem bereit.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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