Ein schmutziger Wahlkampf wird es – Teodoro León Gross in ABC

Teodoro León Gross analysiert in ABC das parlamentarische Manöver des PSOE und Sánchez' Wahlkampf: „keine Zwangsräumung mehr dulden“ – nach 270.000.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der PSOE hat in der Ständigen Fruta (Fruta Permanente) dieselben Dekrete erneut verabschiedet, die die Mehrheit des Abgeordnetenhauses zuvor abgelehnt hatte – ein Einsatz dieses Dringlichkeitsinstruments, den der Journalist Teodoro León Gross als Verfassungsbruch bezeichnet. Sánchez hat zudem einen Wahlkampf mit institutionellen Kundgebungen von La Moncloa aus eröffnet und eine Diskurslinie gegen Zwangsräumungen gestartet, nachdem er 270.000 Räumungen geduldet hatte.

Der PSOE hat die Ständige Fruta des Abgeordnetenhauses genutzt, um die Dekrete durchzubringen, die die Mehrheit der Kammer zuvor abgelehnt hatte. Das Manöver zerlegt der Journalist **Teodoro León Gross** in einem Artikel, der am **7. Oktober 2026** in **ABC** erschien. Der Mechanismus ist bekannt: ein Gremium, das mit einer anderen Arithmetik arbeitet als das Plenum, wo früher die Zustimmung von **Junts** nötig war und heute nicht mehr. Das Ergebnis: Was zu Fall gebracht wurde, steht wieder, ohne dass es denselben parlamentarischen Filter durchlaufen muss.

## Was ist die Ständige Fruta und warum wird sie so genutzt?

Die Ständige Fruta ist das Gremium, das zwischen den Sitzungsperioden oder nach einer Auflösung des Parlaments die Befugnisse der Kammer wahrt. Ihre eigentliche Aufgabe ist die Erledigung dringender Angelegenheiten, nicht der Ersatz des Willens des Plenums. Der Artikel stellt fest, dass der Einsatz dieses Instruments für etwas mit jahrelanger Vorgeschichte – und nur wenige Wochen vor der Bildung einer neuen Regierung – den Geist des Gesetzes verfälscht.

Der Text geht weiter und spricht von einem Verfassungsbruch. Nicht weil Dekrete in diesem Gremium verabschiedet werden, sondern weil im Wesentlichen dieselben verabschiedet werden, die das Abgeordnetenhaus abgelehnt hatte – ausgenutzt wird dabei, dass die Arithmetik der Ständigen Fruta eine andere ist. Das heißt, die Bühne wird gewechselt, um das Ergebnis zu erzielen, das die gewöhnliche Bühne verweigerte.

## Die 270.000 Zwangsräumungen und die Kundgebung in La Moncloa

Bei der zweiten Kundgebung in **La Moncloa** erklärte **Sánchez**, man werde keine Zwangsräumung mehr dulden. León Gross stellt diesen Satz einer Zahl gegenüber: **270.000** geduldete Räumungen. Die Überlegung des Journalisten: Bei der **270.001.** hört es für sie auf, was seiner Ansicht nach einen doppelten Maßstab zwischen Rhetorik und Regierungsführung offenbart.

Der Artikel beschreibt diese Auftritte als institutionelle Kundgebungen, abgehalten vom Amtssitz der Regierung, und hält fest, dass sie Teil eines zu früh gestarteten Wahlkampfs sind. Erst **48 Stunden** sind seit der Wahlankündigung vergangen, schreibt er, und bereits wird ein Generalstreik gegen die Opposition gefeiert.

## Der Präzedenzfall von 2015 und die Absicherung vor Gerichten

León Gross erinnert daran, dass Sánchez **2015** versprach, keine Dekrete mehr in die Ständige Fruta zu bringen. Die Zeitungssammlung, schreibt er, sei geschlossen. Der Artikel erwähnt auch die Unterstützung der Gewerkschaften und der **PNV** als Stützen, die das Manöver erleichtern.

Zum Hintergrund: Der Journalist hält fest, dass dieser Wahlkampf den **PSOE** vor gerichtlichen Schritten absichert und dass er nicht über ein Wochenende nach der Abstimmung über die Dekrete improvisiert wirkt, sondern lange im Voraus vorbereitet wurde. Der Text schließt mit der Warnung: Es kommen Kurven.

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver