Enkel, Chaoten und Streikwaffen (José Alejandro Vara in Vozpópuli)

Der PSOE mobilisiert 400.000 bereits genehmigte Briefwahlstimmen und einen Gewerkschaftsstreik gegen die Opposition. José Alejandro Vara beschreibt in Vozpópuli einen Wahlkampf ohne Erzählung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Pedro Sánchez geht in den Wahlkampf mit drei Mitteln, die José Alejandro Vara in Vozpópuli als Tricks beschreibt: die Briefwahl der Enkel, ein Gewerkschaftsstreik gegen die Opposition und die Mobilisierung der Linksenslink. Der Kolumnist hält dem Ministerpräsidenten vor, dass ihm Argumente und eine Erzählung fehlen, abgesehen von der Warnung vor der Rechten.

Der Kolumnist **José Alejandro Vara** veröffentlicht in **Vozpópuli** einen am **7. Oktober 2026** datierten Artikel mit dem Titel «Nietos, perrofas y zampagambas», in dem er behauptet, **Pedro Sánchez** habe den Wahlkampf ohne andere Argumente als Tricks und ohne andere Erzählung als die Warnung vor der extremen Rechten begonnen. Nach Ansicht Varas kann der Ministerpräsidenten seinen Verbleib in **La Moncloa** nicht als gefährdet sehen, ohne selbst Feuer zu legen, und tritt zu dieser neuen Volte schwach ausgerüstet an: Flickwerk für Leichtgläubige, hochtrabende Versprechen, Blechware, Rabattargumente.

## Die Briefwahl und die zwei Millionen Enkel

Als ersten Kniff beschreibt Vara die Mobilisierung der Enkel und Urenkel, deren Fälle beim Tribunal Supremo (dem obersten spanischen Gericht) anhängig sind. Nach Angaben des Kolumnisten bleiben **zwei Millionen** außerhalb der Wählerliste, doch **400.000** sind bereits genehmigt und aktiviert. In der Hälfte der Wahlkreise geht mindestens ein Mandat per Briefwahl verloren, ein Detail, das nach Ansicht des Verfassers die Farbe der Regierung entscheiden kann.

Der Text ordnet diese Operation in einen Kontext der Abnutzung ein: Acht Jahre später hat Sánchez leere Taschen, eine Bilanz in Schreckenszahlen, eine Popularität am Boden und einen persönlichen Horizont am Rande des Gefängnisses. Er wollte nicht, musste aber doch aufrufen. Das Wochenende widmete er dem Durchzählen seiner Artillerie und dem Ordnen seiner Kampfinstrumente. Vara fasst es in einem Wort zusammen: eine Nichtigkeit.

Der Kolumnist bezeichnet diese Mittel als plump, schäbig, zwischen wütend und verzweifelt, und schreibt ihnen den Makel des Verlierers zu. Die Beschreibung der Briefwahl als entscheidendes Instrument stützt sich auf die Angabe, dass in der Hälfte der Wahlkreise mindestens ein Mandat auf diesem Weg zur Disposition steht.

## Der Gewerkschaftsstreik gegen die Opposition

Das zweite Ass, das Vara dem Ministerpräsidenten zuschreibt, sind die Streikwaffen: acht Jahre ohne ein Wort, ohne einen Mucks über die diskontinuierlich Beschäftigten, über die Manipulation der Arbeitslosenzahlen, über erbärmliche Löhne, über die ruinöse Wirtschaftspolitik, über die gequälte Not der Selbstständigen und über die Trostarbeiten ohne Belohnung.

Der Kolumnist nennt **Sordo** und **Pepe** als die Häuptlinge von **CCOO** und **UGT** und kündigt einen Generalstreik gegen die Opposition an. Er nennt das beispiellos, so lächerlich, dass es an Ketzerei grenzt, und sagt einen kläglichen Fehlschlag voraus, der allein von den Lautsprechern des Regimes gespeist wird. Er zitiert Sordo mit jenem unangenehm dümmlichen Auftritt, in dem er ankündigt, man müsse die Straßen aufheizen.

Vara beschreibt die Scham des harten Gewerkschaftswesens, das bereits gestorben ist, und ordnet diesen Aufruf als eines der drei Schwindelmanöver ein, um die Katastrophe abzuwenden. Der Generalstreik gegen die Opposition ist nach Ansicht des Verfassers ein plumpes Mittel, das den Makel des Verlierers trägt.

## Die Podemita und die mobilisierte Linksenslink

Das dritte Bein des Dreibeins sind die Podemita, die linksalternativen Chaoten, die Papis-Kinder, die an einem Tag vor der Puerta del Sol in Madrid campieren und am nächsten den Platz Urquinaona in Barcelona anzünden. Vara spricht von viel Lärm und Wut, von den Horden, die die Vuelta lahmlegten, die das Abgeordnetenhaus einzukesseln versuchten und die nun Veranstaltungen und Plätze mit ungewöhnlicher Hartnäckigkeit stürmen.

Der Kolumnist beschreibt diesen Pöbel der ausgeflippten Linksenslink als darauf erpicht, der kleinen Rechten Angst einzujagen, aus der sie selbst stammt. Viel Podemisten-Gesindel, viel Gelegenheitsdichter, viel herrenloser Müßiggänger und vor allem viel Freizeit und Subventionen aus dem Fass ohne Boden, um Krach zu schlagen, den Streit anzufachen und sich für einen Tag als Helden in einem Lied von **Silvio Rodríguez** zu fühlen.

Vara hält dieses Dreibein für karg und ohne Garantien, und da Sánchez mit jedem Tag einen Stufe näher am Tiefpunkt ist, griff er zu zwei Assen, die er für unschlagbar hält. Das erste ist die Ernennung von **MJ Montero** zur Koordinatorin seines Wahlkampfs, ein großer Erfolg bei den Wahlen in Andalusien, bei denen sie selbst beinahe aus dem Regionalparlament gefallen wäre, eine Verliererin ohne Abmilderung, ein katastrophales Desaster, die Architektin der Steuerplünderung der Spanier, nun aus dem Abfluss gerettet, weil Sánchez weder **Bolaños** noch **Óscar López** mehr vertraut.

## Zapatero und die Rückkehr von Waterloo

Das zweite Ass, das Vara Sánchez zuschreibt, ist das Wiederauftauchen von **Rodríguez Zapatero**, König der Juwelen, Schmuggler des Diamanten, Palangana des kriminellen Regimes am Orinoco und belebendes Element bei ungünstigen Wahlterminen. Man schreibt ihm die Überraschung von 2023 zu, als alles für den PP sprach, und den Sieg des gerissenen Küsters **Illa**, der die Pandemie Madrids mit **130.000 Toten** im Rücken verließ.

Vara hält fest, dass Sánchez' Rennen zu seiner Wiederwahl ein Rosenkranz von Tricks sein wird, eine Sammlung von Lügen, ein dichtes Trugbild von Flunkereien. Gestartet ist er mit einem Millionengebot an Gratis-Krediten für junge Menschen, die ihn hassen. «Descendiente de fruta» sei der Sommersong gewesen, schreibt er. Niemand unter dreißig Jahren mit zwei Neuronen im Kleinhirn wird ihm seine Stimme geben.

Der Kolumnist schließt mit der Rückkehr des Gesetzlosen von Waterloo, der die Stimme der Rechten anfeuert. Er zitiert Sánchez' Proklamation von 2019: «Ich werde ihn nach Spanien zurückbringen, damit er sich vor der Justiz verantwortet.» Und fügt hinzu: Vielleicht ist am Ende derjenige, der sich verantworten muss, er selbst, wie sein Bruder und seine Ehefrau. Die Frage der Kerkermeisterin, sagte miss Emily.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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