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Von 4.200 auf 12.500 Euro: Das Gehaltsmärchen bei Spaniens Lehrern
Von 4.200 auf 12.500 Euro im Monat: Die immer höher geschraubten Zahlen zum Gehalt von Gymnasiallehrern in Madrid, denen niemand glaubt.
Von 4.200 auf 12.500 Euro: Die Zahl, die immer weiter steigt
Ein Gymnasiallehrer in Madrid, der 12.500 Euro im Monat verdient. Die Zahl klingt nach einer Schlagzeile aus der Fantasiewelt – und ist trotzdem der Ausgangspunkt einer Diskussion, die bei 4.200 beginnt und in einem Bereich endet, in dem sich niemand einig ist. Schon der Startpunkt war zweifelhaft: eine Rechnung, die den Madrider Lehrkräften ein Monatsgehalt von 4.200 Euro zuschrieb. Von da an ging es unaufhaltsam bergauf. Zuerst 8.400 in der Privatwirtschaft. Dann 12.500. Und die eigentliche Frage: Was verdient ein Gymnasiallehrer in der Region Madrid wirklich?
Von 3.000 brutto im Monat: die Ausgangsbasis
Die reale Spanne, wie die Lehrkräfte selbst angeben, sieht anders aus. Ein Gymnasiallehrer startet bei rund 3.000 Euro brutto im Monat, was nette gut über 2.000 bedeutet. Auf dieser Basis kommen Dienstalterzulagen, weitere Erfahrungsstufen sowie Zulagen für Tutorentätigkeit oder die Mitgliedschaft im Schulleitungsteam hinzu. Dazu kommen die unbefristete Anstellung, die Mitgliedschaft bei Muface (der Krankenversicherung für spanische Beamte) und ein Urlaubskalender, den viele Branchen der Privatwirtschaft nicht einmal ansatzweise kennen.
Die vollständige Rechnung mit allen Zulagen ergibt eine Zahl, die überrascht, wer nur aufs Bruttogehalt schaut. Aber sie kommt an die 12.500, die gerade kursieren, bei Weitem nicht heran.
Der öffentliche Sektor, der sich am meisten beschwert – laut seinen Kritikern
Es gibt eine Strömung, die behauptet, das Lehrpersonal sei die lauteste Gruppe im spanischen öffentlichen Sektor. Das Argument: Mit dieser Gehaltsbasis, der Job Sicherheit und den Bedingungen sei die ständige Klage schwer zu rechtfertigen. Dagegen die Gegenlesart: 3.000 brutto seien gut 2.000 netto, und das kompensiere weder Arbeitsbelastung noch Bürokratie noch die Verantwortung für Minderjährige.
Der Vergleich mit der Privatwirtschaft taucht immer wieder auf. Und dort kommt die Steuerpolitik ins Spiel: Sinkt die Einkommensteuer (IRPF), steigt das Nettogehalt. Die Verbindung zwischen Lehrergehalt und Wählerstimme ist kein Zufall.
Der Europa-Vergleich, der die Erzählung entkräftet
Außerhalb Spaniens ändert sich die Größenordnung. In Graz verdient ein Kassierer rund 2.300 Euro und zahlt 450 Euro Miete. Das Verhältnis von Gehalt und Lebenshaltungskosten entlarvt die ganze Diskussion darüber, ob 3.000 brutto in Madrid viel oder wenig sind. 3.000 in einer Stadt zu verdienen, in der die Miete die Hälfte des Gehalts frisst, ist nicht dasselbe wie in einer, wo die Miete ein Bruchteil davon ist.
Da liegt der Kern: Die absolute Zahl sagt wenig. Entscheidend ist die Kaufkraft. Und diese Zahl taucht in der Eskalation von 4.200 auf 12.500 nirgends auf.
Um wie viel müsste das Nettogehalt einer Lehrkraft steigen, damit sie aufhört, die lauteste Gruppe im öffentlichen Sektor zu sein? Die Frage bleibt unbeantwortet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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