Virtuelles Zahlungsterminal: Gebühren von 0,5 % bis 0,95 % je nach Bank
Ein Payment-Gateway für einen Online-Shop in Spanien zu bekommen ist, Stand dieser Diskussion, weiterhin ein Hindernislauf, der sich zwischen 0,5 % und 0,95 % pro Transaktion abspielt. Ein Unternehmer aus dem Edelmetall-Investmentbereich hat es am eigenen Leib erfahren: BBVA lehnte sein virtuelles Terminal wegen des „a-priori-Risikos“ ab, das seine Produkte laut der Bank darstellten – obwohl er darauf hinwies, dass die Risiken „minimal und kontrolliert“ seien. Die Ironie: Die Bank, die ihm die Tür verschließt, ist dieselbe, vor der mehrere Kunden wegen der Qualität ihrer Plattform fliehen. „Flieht vor dem BBVA-Terminal wie vor der Pest“, fasst ein Erfahrener zusammen.
Das Problem ist nicht nur die Gebühr. Die Margen sind knapp, und jeder Prozentpunkt frisst den Gewinn auf. Bei PayPal, dessen Kosten bei rund 3 % plus 0,35 Euro pro Transaktion liegen, bleibt nur, sie auf den Käufer abzuwälzen. Und es gibt eine zweite Front: Bei Produkten mit schwankenden Preisen ist der Kauf gesetzlich unwiderruflich, aber ein Gateway kann die Zahlung 30 bis 40 Tage einfrieren. Der Verkäufer hat rechtlich recht. Das hat er. Es durchzusetzen ist etwas anderes.
Welche Banken virtuelle Terminals genehmigen – und zu welchen Bedingungen
Die Runde der Filialbesuche, die der Unternehmer beschreibt —Caixa, Bankia, Barclays, Banesto, Cajamar, Santander, Sabadell—, zeichnet ein ungleiches Bild. Cajamar schneidet in mehreren Berichten gut ab: keine Anfangskosten, keine Bestandskundenpflicht, 0,75 % Gebühr mit einem Minimum von 0,35 Euro und die Möglichkeit, bei einem gewissen Volumen auf 0,65 % zu verhandeln. Der technische Support brauchte allerdings „1 oder 2 Tage“ pro Anfrage. Sabadell bietet 0,60 Euro pro Transaktion bei einem Minimum von 20 monatlichen Transaktionen oder 4.000 Euro, kostenlose Überweisungen und zwei Karten inklusive; ab dem zweiten Jahr 35 Euro für einen telefonischen Rechtsservice, an das Konto gekoppelt. Santander gutschreibt das Geld am nächsten Werktag. ING verlangt sechs Monate Bestandskundschaft und ein Geschäftskonto, berechnet 0,5 % pro Transaktion und 20 Euro Kontoführungsgebühr, wenn die monatlichen Eingänge unter 500 Euro liegen. Triodos liegt bei 0,50 % ohne Kontoführungsgebühren.
Ein Muster wiederholt sich: Kleine Institute und Banken, die um Kunden kämpfen, machen die wenigsten Probleme. Catalunya Caixa gilt als sinnvoller Einstieg, um später zu einer Bank mit besseren Konditionen zu wechseln. In der Regel wird das Geld innerhalb von 24-48 Stunden gutgeschrieben. Lange Einbehalte als Sicherheit gibt es nicht, abgesehen von gelegentlichen Sicherheitsleistungen, die manche Banken je nach Risikoprofil verlangen.
Das Kleingedruckte, das fast niemand liest: Den Betrug zahlt der Händler
Hier liegt der entscheidende Punkt. Mehrere Verträge für virtuelle Terminals, darunter der von Bankia, enthalten eine Klausel, die im Betrugsfall die letzte Verantwortung auf das Unternehmen verlagert. Die Bank stellt die Plattform, garantiert keine 100%ige Erkennung und bei einer betrügerischen Belastung verliert der Händler die Ware und muss obendrein das Geld zurückerstatten. Das ist das Argument derer, die sagen, dass das virtuelle Terminal in seiner jetzigen Form kein taugliches Zahlungsmittel für den Online-Verkauf ist.
Die andere offene Front ist PayPal. Die Mehrheit sieht es als nützliche Übergangslösung, solange man um ein Terminal kämpft – unter einer Bedingung: nur für registrierte, bekannte oder telefonisch verifizierte Kunden anbieten, nicht in die Website integrieren und nicht für internationale Zahlungen öffnen. Die Gegenposition ist härter: „Ich fühle mich als Verkäufer völlig schutzlos“, fasst jemand zusammen, der rechnet und bei jeder Transaktion Geld verliert. Die feste Gebühr von 0,35 Euro pro Transaktion macht aus kleinen Verkäufen einen Abzockpreis.
Vom Papier zum Server: die technische Odyssee
Ist das Terminal genehmigt, muss es noch eingerichtet werden. Die beiden dominierenden Anbieter in Spanien, Sermepa und Ceca, haben laut jemandem, der mit beiden gearbeitet hat, einen „ziemlich schlechten“ technischen Support, wenn ungewöhnliche Probleme auftreten. Der immer wiederkehrende Rat: Die Konditionen priorisieren, das Gateway einrichten, die Tests in der Testumgebung durchführen und sich nicht mehr damit befassen. Wartung ist minimal, es sei denn, der Anbieter ändert etwas an der Integration.
Der Unternehmer, der diese Anfrage eröffnet hatte, beendete seinen persönlichen Kreuzweg mit einem bittersüßen Ende: Banco de Valencia, mit dem 4B-Gateway, sagte zu. „Ich verstehe nicht, warum die Banken es so schwer machen“, schrieb er. Wer die Betragsklausel gelesen hat, kennt die Antwort.
Das Geld kommt in 24-48 Stunden. Das Risiko bleibt dagegen zu Hause. Der Stillstand bleibt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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