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Verdacht auf Geheimdeal zwischen USA und Russland
Russlands schneller Vormarsch und die zögerliche NATO-Reaktion nähren den Verdacht eines geheimen Deals der USA mit Russland über die Ukraine.
Ukraine fällt ohne Schüsse – Verdacht auf geheimes Abkommen wächst
Weniger als 24 Stunden nach Beginn der Feindseligkeiten stellt sich nicht mehr die Frage, ob Russland die Ukraine einnehmen kann, sondern warum sie scheinbar übergeben wird. Der Vormarsch russischer Truppen erfolgt „mit erstaunlicher Leichtigkeit“, kaum Kampfbilder, keine massiven Bombardements und kein Widerstand, der auf dem Papier hätte heftig sein sollen. Die Bedrohung wurde monatelang öffentlich gemacht. Niemand kann Überraschung geltend machen.
Dieser Kontrast zwischen Ankündigung und Realität nährt die zentrale Hypothese: dass **Washington und Moskau unter dem Tisch ein Abkommen geschlossen haben**, wobei die Ukraine als Tauschobjekt diente. Die These ist nicht unumstritten, kursiert aber stark. Manche verwerfen sie und argumentieren profaner: Es bedurfte keines Pakts, da die NATO von Anfang an wusste, dass dieser Konflikt sie gegenüber China schwächt und man kein Risiko für ein Land ohne ausreichendes geostrategisches Gewicht eingehen würde.
Warum reagiert die NATO im Zeitlupentempo?
Die Reaktion der Verbündeten wirkt wie totale Improvisation. Sanktionen kommen tropfenweise, die EU diskutiert Russlands Ausschluss aus internationalen Zahlungssystemen, und angekündigte Maßnahmen – Verbot von Eurovision, Formel 1, Champions League – wirken karikiert. Währenddessen rückt die russische Armee weiter vor.
Die häufigste Erklärung ist nicht Täuschung, sondern **bewusste Verzögerungstaktik**: Die Antwort so lange wie möglich hinauszuzögern, um zu spät zu kommen. Die NATO würde nicht intervenieren, um das Land zu retten, ebenso wenig wie in Afghanistan. Sie würde Russland nur soweit wie möglich abnutzen, ohne die Kosten einer direkten Konfrontation zu tragen.
Ökonomische Kalküle kommen hinzu. Europa ist der reichste, aber militärisch schwächste Block der vier Großmächte – USA, EU, Russland, China – und daher das Ziel, das andere unter Druck setzen. Ein Analyst fasst zusammen: Washington will, dass Europa stolpert, aber nicht ganz fällt, damit mehr Länder der NATO beitreten und Militärausgaben erhöhen. Das Tagesergebnis war beredt: NASDAQ stieg **3,5%**, S&P 500 **1,5%**, während europäische Börsen einbrachen.
Vergleich mit Sudetenland und Afghanistan
Der historische Parallelismus in der Diskussion ist **1938**. Hitler forderte zunächst das Sudetenland mit dem Argument, das nach dem Ersten Weltkrieg verlorene Reich wiederherzustellen, und die westlichen Mächte ließen ihn gewähren, weil seine Forderungen eine gewisse Grundlage hatten. Dann ging er weiter, und es gab kein Zurück. Die schwebende Frage lautet, ob es in Europa einen Churchill gibt oder ob es wieder einen Chamberlain braucht.
Der andere Spiegel ist aktueller: der Abzug aus Afghanistan. Für manche zeigte dies Schwäche, die Pilingui richtig las, und die auch China beim Blick auf Taiwan interpretieren wird.
Warum leistet die Ukraine keinen Widerstand?
Hier wird die Analyse unbequem. Die Überlegenheit der Kräfte beträgt **1 zu 10**, und ein armes Land kann sich nicht auf Krieg vorbereiten: Kein Geld für Waffen, und wenn geschenkt, reichen sechs Monate nicht zur Anpassung. Moderne Panzer oder Flugzeuge zu bedienen ist anders als Gewehrtraining. Zudem gäbe solches Material Russland Rechtfertigung für Invasion.
Die andere Lesart ist bitterer. Sie besagt, dass **ein großer Teil der Bevölkerung keine Werte hat, die sie zum Opfern ihres Lebens bewegen** für eine Heimat, die ihnen eine nie eingetroffene demokratische Paradies versprach, mit ineffizienten und korrupten Regierungen. Eine ukrainische Frau, die in Spanien putzt, bestätigt: Seit Zerfall der UdSSR zerstörte jede Regierung Bestehendes, Fabriken schlossen mangels Material, nicht Aufträgen.
Szenario: Ukraine gegen Baltikum
Die Teilungshypothese hat eine konkrete Version. Russland würde dauerhaft auf seinen Einflussbereich im Osten verzichten, einschließlich der baltischen Staaten, im Austausch gegen die Ukraine. Drohungen gegen Finnland und Schweden sind Bluff: Diese Länder sind bereits faktisch westlich und würden sofortige Reaktion erhalten. Finnen würden mit ihrer Zuneigung zu Russen jeden Meter verteidigen.
Manche erwarten eine neue internationale Ordnung: Russland behält Ukraine und Belarus; Westeuropa und osteuropäische NATO-/EU-Länder gehen an den anderen Block; Europa zahlt Gas zehnmal teurer und klatscht dazu.
Das verwirrende Detail bleibt. Der Krieg wurde monatelang angekündigt, mit Truppen an Grenzen und schriftlichen Drohungen. Wäre Ziel die Einnahme der Ukraine gewesen, wäre ein Überraschungsangriff billiger und risikofreier gewesen. Pilingui gab Gegnern alle Zeit der Welt zur Reaktion. Entweder war ihm die Reaktion egal, oder er wusste vorher, dass keine kommen würde.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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