Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Mutmaßlicher 11-M-Terrorist ging täglich in Spaniens PP-Zentrale ein und aus
Berichte zeigten Said Berraj, der wegen der Madrider Anschläge gesucht wird, als Botenjunge fast täglich in der Zentrale der Volkspartei in der Straße Génova.
Said Berraj, ein marokkanischer Staatsbürger, bekannt als «Said der Bote» und wegen seines mutmaßlichen Zusammenhangs mit den 11-M-Anschlägen gesucht, war der ständige Bote einer Reiseagentur, die die Reisen der Volkspartei abwickelte. Der veröffentlichte Bericht behauptet, er sei praktisch täglich in die Zentrale in der Straße Génova gegangen. Er brachte Tickets und Buchungen für Parteimitarbeiter, für den Generalsekretär Javier Arenas und in einigen Fällen für den unmittelbaren familiären Umfeld des ehemaligen Ministerpräsidenten José María Aznar. Keine dieser Besorgungen beweist, wie berichtet, irgendeine Mittäterschaft.
Was über Said Berraj bekannt ist und was nicht
Das Auffällige ist die Häufigkeit: fast jeden Tag in die nationale Zentrale einer Partei zu gehen, obwohl sein Foto auf Fahndungslisten stand. Das behauptet die Geschichte, und damit endet sie. Ein Agenturkurier geht in viele Gebäude hinein und hinaus. Er trug Tickets, Buchungen und Reisaufträge. Mehr nicht.
Der Abstand zwischen dem, was veröffentlicht wurde, und dem, was viele daraus schlossen, ist enorm. Eine Routineauslieferung macht niemanden zum Helfer, und den Empfänger der Buchungen nicht zum Verdächtigen. Die Frage, die wirklich zählt —ob jemand in der Parteistruktur wusste, mit wem er es zu tun hatte— beantwortet keine der damals kursierenden Indiskretionen.
Warum eine solche Meldung zwei gegensätzliche Erzählungen erzeugt
Manche lesen die Episode als Beweis dafür, dass die PP Kontakt hatte, wenn auch nur indirekt, mit jemandem, der mit dem Netzwerk verbunden war. Aus dieser Sicht hätte jeder Zusammenhang, so banal er auch erscheint, untersucht und erklärt werden müssen. Dagegen steht ein einfaches Argument: Der Bote weiß am wenigsten über die Papiere, die er transportiert.
In die entgegengesetzte Richtung argumentieren andere, die Information sei ohne Beweise verbreitet worden und es halte nicht stand, einen Zusteller als Teil des 11-M darzustellen. Keine der beiden Erzählungen zeigt ein einziges Dokument, das sie stützt.
Sarkasmus als Antwort: vom Kontakt zum «geteilten Joghurt»
Die vorherrschende Reaktion war kein Alarm, sondern Spott. Die Logik des Kontakts wurde ins Absurde getrieben: Wenn das Teilen eines Lieferanten oder einer Routine Schuld bedeutet, taugt jede alltägliche Verbindung für eine Schlagzeile. Sogar eine Parodie auf eine Supermarktkette und eine Joghurtmarke kursierte, die von Familien geteilt wurde, die nichts miteinander zu tun haben.
Im Hintergrund stand ein alter Verdacht: dass bestimmte Medien —der SER und ihre Verlagsgruppe wurden genannt— die Erzählung je nach politischem Wind aufbauen. Die Karikatur war grob, aber sie zeigte auf etwas Unbequemes. Derselbe Sachverhalt lässt zwei Lesarten zu, je nachdem, wer ihn erzählt.
Mit diesen Zutaten ist absehbar, dass die Sache jedes Mal wieder auftaucht, wenn der 11-M-Fall neu aufge rollt wird. Ebenso absehbar ist, dass sie ohne neue Beweise zurückkehrt. Solange niemand ein Dokument vorlegt, bleibt es im Bereich der unbequemen Anekdote: real, unangenehm und vorläufig außerstande, irgendetwas zu beweisen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).
Die PP nutzt ihre absolute Mehrheit im Senat, um eine Abstimmung über das Amnestiegesetz zu verhindern und den institutionellen Konflikt vor Gericht zu tragen.
27 Tage brauchte die Ausländerbehörde (Oficina de Extranjería) in Ceuta, Spanien, für 6 Computer. Ein Gerät für 5 Beamte: ein Abbild spanischer Bürokratie.
Die Gastronomiebranche in A Coruña beklagt einen katastrophalen Juli trotz voller Stadt. Inflation, stagnierende Löhne und Touristen, die in Bars nichts ausgeben.
Die Ehe zwischen Onkel und Nichte ist in Spanien und Israel legal. Dahinter steckt eine alte Logik des Zusammenhaltens von Besitz sowie der Kibbuz-Effekt, der fast alles erklärt.
Irene Montero als spanische Ministerpräsidentin: Ohne parteipolitische Unterstützung und mit Podemos im Abwärtstrend gilt ihre politische und wirtschaftliche Machbarkeit als praktisch ausgeschlossen.
Der spanische Sänger Coque Malla bedankte sich in einer Quirón-Klinik beim Gesundheitspersonal – und erntete Kritik wegen des scheinbaren Widerspruchs zu seinem Eintreten für das öffentliche System.