McDonald's-Aktienkurs fällt: CEO macht Inflation verantwortlich

McDonald's verzeichnet einen Kursrückgang, der CEO nennt die Inflation als Ursache. Im Fokus stehen zudem ein möglicher Umsatzrückgang von 20 % in den USA und eine Dividendenrendite nahe 3,5 %.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

McDonald's-Aktienkurs fällt: CEO macht Inflation verantwortlich
McDonald's-Aktie im Sinkflug – CEO schiebt es auf die Inflation

Der Vorstandsvorsitzende von McDonald's hat eine Erklärung für den Kurseinbruch: die Inflation. Der Markt sieht das anders. Während das Unternehmen die Korrektur als Kostenunfall darstellt, deuten die im Umlauf befindlichen Zahlen auf etwas weniger Harmloses hin: einen Rückgang des Umsatzvolumens in den Vereinigten Staaten um rund 20 %, Kunden, die fernbleiben, und eine Aktie, die ihren Ruf als defensiver Hafen verloren hat. Die Kette, die jahrzehntelang günstig und schnell servierte, ist beides nicht mehr.

Ein Detail fasst den Wandel besser zusammen als jedes Diagramm: die Ketchup-Tütchen. Sie werden nicht mehr verteilt, rationiert oder sind schlicht ausverkauft. Wenn die Einsparung eines Soßenbeutels zum Thema bei einem börsennotierten Unternehmen wird, liegt das Problem nicht nur an der Inflation. Es liegt am Wertversprechen.

Was ist mit den McDonald's-Aktien passiert?

Ausgangspunkt ist der Kursverfall und die offizielle These vom Inflationsdruck. Der Nuancenunterschied besteht darin, dass die Inflation zwar die Margen schrumpfen lässt, aber nicht unbedingt die Kundenflucht erklärt. Ein Schnellrestaurant kann Kosten weitergeben, bis der Kunde Preise vergleicht und geht. Genau hier kommt der unbequeme Fakt ins Spiel: In den USA soll sich das Umsatzvolumen kontrahiert haben, und ohne Volumen funktioniert kein operativer Hebel.

Die häufigste Lesart lautet, dass eine allgemeine Konsumkrise im Gastronomie-, Einzelhandels- und Lebensmittelsektor herrscht. Viele Unternehmen der Branche setzten nach der Pandemie aggressive Preiserhöhungen durch und standen dann vor einer hartnäckigen Inflation, die weitere Preissteigerungen ohne Traffic-Verlust unmöglich machte. Wie in der Diskussion angemerkt wird, hat der Verbraucher mit mittlerem und niedrigem Einkommen seit Jahren Kaufkraft eingebüßt; das obere Perzentil hält stand, der Rest spart. Die K-förmige Wirtschaft trifft auch beim Essen zu.

Warum hat McDonald's in den USA 20 % des Umsatzvolumens verloren?

Weil der Kunde, der täglich aß, es sich nicht mehr leisten kann, und derjenige, der es sich leisten konnte, es nicht mehr wollte. Die am stärksten vertretene Version kombiniert drei Faktoren. Der erste ist der Preis: Ein Burger von der Kette kostet inzwischen so viel wie ein Burger von einer besseren Gourmet-Bude. Der zweite ist der Service, der langsam geworden ist, mit kalten, generischen Lokalen, ohne den Spielplatz, der Familien anzog. Die Familien sind nicht weggegangen: Man hat sie vertrieben.

Der dritte Faktor ist kultureller Natur und trägt den Namen eines Medikaments. In der Debatte wird angeführt, dass Spritzen zur Gewichtsabnahme die Beziehung eines Teils des Publikums zum Essen verändert haben. Die Diskussion über ihre Auswirkungen auf die Gastronomie ist eines der interessantesten wirtschaftlichen Themen der letzten Jahre. Hier stellt sich eine berechtigte Frage: Wenn man das Medikament absetzt, kehrt der Appetit zurück? Die Debatte ist offen, es gibt keine abschließende Antwort.

Dividende von 3,5 % und ein KGV von 20: Ist die Aktie günstig?

Das hängt vom Vergleichsmaßstab ab. Eine im Umlauf befindliche Berechnung setzt die Dividendenrendite bei Fortsetzung des Rückgangs auf knapp 3,5 % an, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei etwa 20 Mal dem Gewinn in einer als defensiv geltenden Branche. Im Vergleich zum historischen Durchschnitt von 22 bis 25 würde sie mit Abschlag notieren; gegenüber Energie-, Pharma- oder Bankaktien, wo Multiplikatoren von 10 bis 12 erwartet werden, wäre sie immer noch teuer für das Gebotene.

Das Zinsumfeld ist entscheidend. Wenn, wie ein Teilnehmer anmerkt, der Markt weitere Zinserhöhungen in den kommenden Monaten einpreist, tritt eine Dividende von 3 % in den Hintergrund: Das Unsicherheitsrisiko wird anderswo höher entlohnt. Es gibt auch ein strukturelles Erwartungsproblem: Das Unternehmen ist so groß, dass Wachstum nicht mehr als selbstverständlich gilt. Als Expansionsweg wird die Eröffnung von rund 1.000 Filialen pro Jahr in China genannt.

Das Immobiliengeschäft hinter McDonald's

Hier liegt der Teil, der selten in der Schlagzeile steht. Nach Ansicht eines Teilnehmers besteht ein großer Teil des Geschäfts von McDonald's – ähnlich wie bei Mercadona, Inditex oder Lidl – aus Immobilien: Lokale, Grundstücke, Mieten. Wenn der stationäre Handel schrumpft, leidet der Wert dieser Gewerbeimmobilien, und nach dieser These wäre die Börsenkorektur ein Vorgriff auf eine Anpassung am Immobilienmarkt, die die Preise noch nicht erreicht hat.

Dies passt zu der angekündigten Investition in das NEXT-Projekt, dem Einsatz für die Modernisierung der Filialen und die Steigerung der Effizienz. Kann ein guter Kauf sein, wenn die Aktie weiter fällt, argumentieren die geduldigeren Thesen. Das gegenteilige Szenario geht davon aus, dass eine defensive Aktie bei steigenden Zinsen und bescheidener Dividende das Risiko nicht rechtfertigt. Zwischen beiden Extremen gibt es weder einen klaren Boden noch eine klare Decke.

Wo steht der Preis für Fast Food?

Die wiederkehrende Beschwerde betrifft nicht den Geschmack, sondern die Rechnung. Kleine Produkte, die, wie bemerkt wird, bei einer Konkurrenz-Kette bereits 12 Euro überschreiten, große Angebote, die genau dann auftauchen, wenn die Umsätze schwächeln, und die weit verbreitete Wahrnehmung, Restaurantpreise für Essen zu zahlen, das früher die günstige Option war. Hygiene und Schnelligkeit waren jahrelang das Argument gegenüber der Eckkneipe; wenn diese zwei Säulen wackeln, verschwindet der Unterschied.

Es gibt keinen Konsens darüber, ob die Korrektur ein Delle oder ein Zykluswechsel ist. Was in mehreren Analysen auftaucht, ist, dass die Aktie im Vergleich zu ihrem eigenen Jahrzehnt mit Abschlag notiert, und dass, wie ein Teilnehmer anmerkt, vor zehn Jahren der Kurs 100 Dollar niedriger lag als heute. Als verwirrender Hinweis wird angemerkt, dass Spanien gemessen an der Bevölkerung mehr McDonald's-Filialen hätte als ganz Mexiko, fast doppelt so viele. Wenn die Expansion von gesättigten Märkten abhing, hat die Landkarte schon gewarnt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (56 Antworten).

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