Ibex 35 seitwärts: Steuererhöhung zum Jahreswechsel

Der Ibex stagnierte bei 8.362–8.466 Punkten, während im BOE vom 31.12. eine Zusatzsteuer veröffentlicht wurde. Im Forum wurden Entlassungen und ein Bankia-Kredit diskutiert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ibex 35 seitwärts: Steuererhöhung zum Jahreswechsel
Der Ibex schloss das Jahr 2011 seitwärts, während das Finanzministerium die Steuererhöhung für 2012 vorbereitete

Warum endet ein Markt, der den ganzen Tag steigt und fällt, genau dort, wo er begonnen hat? Der Dezember 2011 ließ den Ibex in einer Bandbreite zwischen 8.362 und 8.466 Punkten gefangen, mit Unterstützung bei 8.322–8.224 und einem Ausbruch nach oben, der erst über 8.566–8.630 glaubwürdig gewesen wäre. Keines von beidem. Der spanische Index dümpelte wochenlang in einer engen Range vor sich hin, während der deutsche DAX zwischen 5.792 und 5.848 Punkten pendelte und der S&P 500 Future die Zone um 1.238–1.248 testete.

Die Volumendaten erzählten dieselbe alte Geschichte: Handelstage mit magerem Umsatz, Millionenaufträge zu ungewöhnlichen Zeiten und eine Schlussauktion, die den gesamten Tag entschied. Vor diesem Hintergrund lag die eigentliche Nachricht nicht im Chart, sondern im BOE (Boletín Oficial del Estado).

Was das Finanzministerium am 31. Dezember 2011 erhöhte

Das Amtsblatt des Staates (BOE) vom 31. Dezember 2011 veröffentlichte auf Seite 53 eine zusätzliche Bestimmung mit langem Namen und kurzer Konsequenz: einen ergänzenden Zuschlag zur staatlichen Einkommensteuerschuld, anwendbar für die Geschäftsjahre 2012 und 2013. Das Kleingedruckte war weniger wichtig als der Kalender.

Hier entstand eine interessante technische Diskussion. Ein Teil argumentierte, dass die Erhöhung bereits die Steuererklärung betreffen würde, die im Mai 2012 eingereicht wird; andere erinnerten daran, dass Lohnsteuerabzüge Vorauszahlungen sind und die meisten für 2011 bereits geleistet waren. Die von den Teilnehmern vertretene Schlussfolgerung – mangels vollständigen Textes – lautete, dass die neuen Sätze für 2012 sich in der Erklärung von 2013 niederschlagen würden. Keine rückwirkenden Überraschungen, außer bei der Eigenheimzulage.

Die Zahlen zeigten laut einer im Thread kursierenden Berechnung die Auswirkungen: Wer 8.000 Euro aus Aktien und Einlagen erzielte, zahlte etwa 200 Euro mehr; wer auf 50.000 Euro kam – eine übliche Summe für jemanden, der vom Markt lebt – sah sich mit zusätzlichen rund 2.400 Euro konfrontiert.

Entlassungen, die nicht in den Charts stehen

Während die Indizes Kanäle zeichneten, diskutierte man im Thread, wie sehr das reale Geschäft ächzte. Laut einem Teilnehmer bereitete die Großbankensparte der Santander den Abbau von 180 bis 200 Stellen in einem Bereich mit etwa 400 Mitarbeitern vor. Der Grund: harte Aussichten für 2012, nachdem 2011 das Budget zu 96% erfüllt worden war. Die Idee war, das Jahr sauber zu beginnen.

Eine weitere Nachricht eines Nutzers, der zuvor schon andere Gerüchte verbreitet hatte, behauptete, dass Bankia der Generalitat de Cataluña einen Kredit über 780 Millionen Euro gewährt habe, noch nicht unterzeichnet, aber als sicher geltend.

Wo investiert man, wenn der Index keine Richtung vorgibt?

In dieser Range wurden verschiedene Strategien gehandelt. Eine Gruppe setzte auf reine Seitwärtsbewegung, nachdem der Aufwärtstrend des Ibex gebrochen war, mit Blick auf den S&P 500 bei 1.243 Punkten und dem stabilen deutschen Bund als Hafen. Erste Anzeichen für Short-Positionen im S&P waren vorhanden, aber unbestätigt.

Andere Nachrichten arbeiteten Details heraus. Repsol notierte nahe historischen Hochs nach Aktivierung sekundärer Strukturen. Endesa peilte 16,3 Euro an, falls es 16 Euro durchbrach. Abengoa zeigte ein Doppeltop bei 17,95–97 mit bärischen Divergenzen in MACD und Stochastik; unter 15,7 eröffnete sich ein Szenario. EADS bildete einen Wochenkanal, der zum Warten auf den Ausbruch einlud, mit Ziel in der Kanalbreite.

Und falls Volatilität fehlte, gab es den Euro. Das EUR/USD-Paar bewegte sich um 1,30–1,308, mit weit entfernten Zielen in Richtung 1,24, nachdem der Fibo-Rückgang von 61,8% fast tickgenau respektiert wurde.

Kann ein Markt so automatisiert sein, dass Feiertage kaum zählen?

Dies war die Hypothese eines Forum-Nutzers. Mit den meisten institutionellen Händlern im Urlaub läge der Handel in den Händen von Algorithmen, die den Ibex-Future mit wenigen Aufträgen bewegen könnten. Laut der im Thread beobachteten Volumenanalyse erklärten sich Tage mit großen Bewegungen durch einen einzigen Auftrag über 131 Kontrakte um 13:30 Uhr, der den Index mitriss, oder durch Verkäufe von 112 Kontrakten um 16:55 Uhr, als der Markt bereits ausgetrocknet war.

Die Versuchung, dieses Rauschen zu handeln, ist groß. Auch die Kosten: Gebühren von 30 Euro monatlich, die sich erst ab vier Trades amortisieren, und Stops, die, wie ein Teilnehmer bemerkte, gerissen werden, bevor der Preis dreht.



Der Ibex startete 2012 in derselben Range, in der er 2011 verlassen hatte, mit einer Schlussauktion, die 200 Kontrakte kaufte, und der Lesart, dass die Eröffnungslücke bullisch sein könnte. Die Skeptiker hatten bereits gerechnet: Kauf am absoluten Tiefpunkt hätte bis Jahresende 55% gebracht; im mittleren Szenario nur magere 10%.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1129 Antworten).

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