Gold und Silber kaufen: Steuerregeln und versteckte Kosten

In Deutschland ist Anlagemehrgold steuerfrei, doch bei Silber fallen 7% oder 19% MwSt. an. Viele Händler erheben zudem Aufschläge und Versandkosten, die den Endpreis deutlich erhöhen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gold und Silber kaufen: Steuerregeln und versteckte Kosten
Goldkauf ohne MwSt. ist legal; das Problem liegt woanders

Ein Käufer sah China-Pandas von 2009 für 35 Euro, zahlte und erhielt einen Umschlag mit oxidierten Münzen. Dies ist kein Einzelfall noch der schlimmste Fall: Es ist das Kleingedruckte eines Marktes – dem Handel mit Gold, Silber, Platin und Palladium –, in dem der Kurs der Münze nebensächlich ist. Was den tatsächlichen Preis bestimmt, ist eine Steuerlandschaft, die kaum jemand erklärt. In Deutschland unterliegt Anlagemehrgold einem Steuersatz von 0%. Silber nicht. Und hier beginnt das Labyrinth.

Die MwSt., die entscheidet, wo man Gold und Silber kauft

Deutsche Silbermünzen unterliegen einer MwSt. von 7%; Silberbarren einer MwSt. von 19%; Anlagemehrgold, ob als Münze oder Barren, wird mit 0% besteuert. Zudem gibt es die Münzbarren, geprägte Barren mit Nennwert, die mit 7% besteuert werden und den hohen Satz umgehen. Diese Differenz erklärt, warum ein Großteil der Einkäufe nördlich der Pyrenäen stattfindet.

Das Problem ist, dass nicht alle Händler dieselbe Regel anwenden. Suisse Gold addiert 18% MwSt. auf Silber, Platin und Palladium ohne Ausnahme. Coin Invest Direct, günstig bei Goldmünzen, fügt einen Aufschlag von 7% hinzu, wenn die Bestellung Silber betrifft. Wer Preise vergleicht, ohne diese Zeile zu lesen, tätigt einen teureren Kauf als im eigenen Umfeld.

Der günstigste Shop ist nicht immer der billigste

Ein Lehrbuchbeispiel: sechs Münzen mit 19,90 Euro Versand plus 4,97 ohne klare Bezeichnung. Das sind 4,14 Euro pro Stück, die aus jedem Vergleich verschwinden. Hinzu kommt, dass Goldsilver.be bei Kartenzahlung 3-4% extra berechnet und manche nationalen Händler ihre Preise manuell aktualisieren: Der angezeigte Betrag ist oft nicht der, der abgebucht wird.

Manche akzeptieren die Zusatzkosten gegen Service, andere riskieren es beim Shop mit der besten Auslage. Die vollständige Berechnung, Posten für Posten, zeigt überraschende Unterschiede je nach Metall und Bestellvolumen.

Der deutsche Mythos: Pünktlich, bis etwas schiefgeht

Der Ruf deutscher Seriosität hält dem Realitätscheck kaum stand. Gold Dreams kann einen Monat bis anderthalb Monate für den Versand brauchen. Und wenn etwas schiefläuft, wird die Antwort trocken bis gleichgültig: Ein zuverlässiger deutscher Händler ist ein Segen; einer, der Fehler macht, ein Kopfschmerz ohne Ansprechpartner.

Die sich wiederholende Schlussfolgerung ist unbequem: Lieber etwas mehr an einen Händler zahlen, der antwortet, als vier Euro sparen und nicht wissen, wer zuständig ist. Manche behaupten das Gegenteil, dass die Ersparnis das Risiko rechtfertigt; dagegen spricht, dass ein einziger Vorfall die Marge von zwanzig Käufen auffrisst.

Warum der Kauf außerhalb der EU teuer wird

Der Kauf außerhalb der Europäischen Union ist verlockend und fast immer eine schlechte Idee. Eine Bestellung über 254 Euro aus China verursachte 90 Euro Zollgebühren, einen Monat Papierkram, weitere anderthalb Monate Wartezeit und sechs Euro Bankgebühr für den Wechselkurs. Silber, das den Zoll passiert, riskiert eine MwSt. von 21%, die jeden Rabatt zunichtemacht.

Kaufen ist einfach; Verkaufen, das Loch in der Landkarte

Hier bleibt die Landkarte fast leer. Ein 50-Gramm-Barren von Credit Suisse mit Seriennummer und Feingehalt 999,9 hat auf dem Papier keinen sicheren Verkaufsort außerhalb des Kreises der Goldankäufer. Das Misstrauen gegenüber diesen Läden ist weit verbreitet. Alternativen kursieren: Ankaufhäuser, Privatverkäufe und manche Händler, die den Preis vor Ort am Spot-Kurs anpassen.

Es gibt ein enthüllendes Detail. Ein Verkäufer hielt an einer Pauschale von 40 Euro fest, die er auch bei steigenden Goldpreisen nicht änderte. Er hat sie inzwischen aktualisiert.

Wo das Metall lagert: Von der Bank zum Olivenbaum

Und wo wird all das gelagert? Die Antwort der Bank wird schnell verworfen. Eigenes Bankschließfach, professionelle Verwahrung oder das klassische häusliche Versteck. Vault-Dienste ermöglichen Kaufen, Lagern und Verkaufen per Klick und werden sogar genutzt, um Spenden an im Ausland lebende Personen zu organisieren, ohne den staatlichen Satz von 30%.

Bleibt das Detail, das kaum jemand erwähnt: Verkäufer sind verpflichtet, Meldungen ab 12.500 Euro per Überweisung und 15.000 in bar zu erstatten. Das Metall ist nicht anonym. War es nie.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (995 Antworten).

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