Marokko verstärkt Militäraufbau an Spaniens Ceuta und Melilla

Marokko investiert 50 Millionen Euro in seinen Anspruch auf Ceuta, verlegt Raketen und elektronische Kriegsführung an die spanischen autonomen Städte, während Sánchez das Gesetz nicht ändert…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Marokko verstärkt Militäraufbau an Spaniens Ceuta und Melilla
Marokko verlegt Raketen und elektronische Kriegsführung an Ceuta und Melilla

Im Oktober 2026, während in Madrid die Demonstration von Mujeres Caballas unter dem Motto „Ceuta ist nicht zu verkaufen, Ceuta muss verteidigt werden" stattfand, vollendete Marokko eine neue Phase seiner Strategie: eine Raketenbasis und Bataillone für elektronische Kriegsführung in der Nähe der spanischen autonomen Städte, wie aus Informationen zur Begleitung des Themas hervorgeht. Die Übereinstimmung ist kein Zufall. Die offizielle Erzählung spricht von Normalität; die Daten vor Ort deuten auf einen Machtkampf hin, der in der Straße von Gibraltar und in den Amtsstuben ausgetragen wird.

Ausgangspunkt war eine Meldung, die Rabat die Gründung eines Ausschusses zuschrieb, um die Souveränität über Ceuta und Melilla einzufordern. Von dort an eskalierte das Thema: eine Investition von 50 Millionen Euro in zivile Organisationen, um den Anspruch auf Ceuta nach der WM 2030 zu untermauern, die Verlegung von Bataillonen, die auf elektronische Kriegsführung spezialisiert sind, und eine neue Raketenbasis, die die marokkanische Fähigkeit zur Kontrolle der Straße von Gibraltar ausbaut. Die Verstärkung der spanischen Streitkräfte in Ceuta, Melilla, auf den Kanaren und Balearen in dieser Woche ist in diesem Kontext zu lesen. Es ist kein isoliertes Manöver.

Die Erpressung, die es schon einmal gab

Der Vergleich mit dem Grünen Marsch von 1975 schwebt über der gesamten Analyse. Manche behaupten, Mohamed VI habe Migrationsdruck bereits einmal als Druckmittel eingesetzt, und die Ceuta-Krise 2021 sei der Beweis gewesen, dass der Mechanismus funktioniert. Der Unterschied ist, dass die Lage heute eine andere ist: die WM 2030 als Schaufenster, eine geschwächte spanische Regierung und eine US-Regierung, die – so das Argument – nicht als Bremse wirken würde. Die pessimistischste Rechnung geht davon aus, dass die nächsten vier Jahre das beste Zeitfenster für Rabat sind; die optimistischste setzt darauf, dass Diplomatie und gemeinsame wirtschaftliche Interessen die Eskalation bremsen.

Die Zahlen, mit denen in der Begleitung des Themas gerechnet wird, sind konkret: 50 Millionen Euro für zivile Organisationen, eine Raketenbasis, Bataillone für elektronische Kriegsführung, eine spanische Militärverstärkung auf vier Archipelen und autonomen Städten. Die Frage, die in der Luft liegt, ist, ob all das Abschreckung oder Vorbereitung ist. Die Antwort ist noch nicht geschrieben.

Die Migrationskrise als Sturmramme

Die andere Front ist die humanitäre. Die Ceuta-Krise 2021 ließ Tausende Menschen in irregulärer Lage zurück, Camps an den Stränden und einen unerträglichen Druck auf die öffentlichen Dienste. In der Rekonstruktion jener Ereignisse taucht immer wieder eine Zahl auf: Die Regierung gab 300.000 Euro aus, um die Sicherheit der CETI (Aufnahmeeinrichtung für Migranten in Ceuta) einen Tag vor der Massenankunft zu verstärken. „Sie wussten, dass es passieren würde", heißt es in dem Material. Die Polizei hat zwei Aktivisten einer NGO festgenommen, weil sie gewalttätige Gruppen gegen die Sicherheitskräfte angestiftet haben sollen, wie aus gesammelten Informationen hervorgeht. Eine Untersuchung der Organisationen, die in der Region tätig sind, steht auf dem Tisch.

Die Demonstration am 25. Oktober 2026 in Madrid, zu der Mujeres Caballas aufgerufen hatte, versammelte Tausende Menschen vor dem Kongress. Das Motto war eindeutig. Ebenso eindeutig war das Schweigen der Regierung von Ceuta, der PP, die einen VOX-Antrag zur Verteidigung der spanischen Zugehörigkeit ablehnte und zwei muslimische Feiertage in den offiziellen Kalender aufnahm. Auch die Lokalpolitik spielt mit.

Die Straße von Gibraltar, ein Spielbrett mit Raketen

Die Kontrolle über die Straße von Gibraltar ist der strategische Schlüssel. Eine Raketenbasis in der Nähe von Ceuta ist keine rhetorische Drohung: Es ist eine militärische Fähigkeit, die das Gleichgewicht in der Region verändert. Die Bataillone für elektronische Kriegsführung fügen eine Dimension hinzu, die es 1975 nicht gab. Die NATO, so das Argument, habe nicht die Absicht, in einen bilateralen Konflikt zwischen Spanien und Marokko einzugreifen. Die konventionelle Abschreckung Spaniens in der Region ist begrenzt.

Die Verstärkung der Streitkräfte in dieser Woche in Ceuta, Melilla, auf den Kanaren und Balearen wird als Signal interpretiert. Aber ein Signal ist keine Antwort. Die Frage ist, was Spanien täte, wenn Marokko beschlösse, eine Linie zu überschreiten. Die offizielle Antwort liegt nicht vor.

Der Schatten der Korruption und die Erzählung

Das Thema kreuzt sich mit anderen Fäden: die Verbindung von Begoña Gómez zu Marokko über das África Center, das Treffen der Polizeispitze unter Marlaska mit dem Chef der Spione von Mohamed VI, der Kollaps des Innenministeriums. Die Häufung der Berichte deutet ein Muster an: Die Politik gegenüber Marokko ist nicht nur Diplomatie, sondern auch Verwaltung intransparenter Interessen. Die App Patriorigen, die marokkanische Produkte in Supermärkten erkennt, verzeichnete in weniger als 24 Stunden über 50.000 Nutzer. Die Zivilgesellschaft bewegt sich schneller als die Institutionen.

Das Ende ist kein Schluss. Es ist ein Punkt, der weiterführt. Die Demonstration in Madrid endete mit der Hymne von Ceuta und dem Versprechen zurückzukehren. Marokko hat militärisch keinen Zug gemacht, aber alles andere bewegt. Die Frage, die bleibt, ist, wie lange die Ambiguität aufrechterhalten werden kann.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (2916 Antworten).

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