Iran warnt Trump: Erst Lagerbestände, dann geheime Waffen

Iran reagiert auf israelisch-amerikanische Angriffe mit ballistischen Raketen und droht mit ungezeigten Waffen. Öl nahe 95 Dollar, Gold steigt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Iran warnt Trump: Erst Lagerbestände, dann geheime Waffen
Iran warnt Trump: Arsenal aus dem Lager, dann das Ungesehene

Am Samstagmorgen kündigte das israelische Verteidigungsministerium einen „präventiven“ Angriff gegen den Iran an, um „Bedrohungen für den Staat Israel zu eliminieren“. Stunden später bestätigte Donald Trump, dass die Streitkräfte Washingtons sich der Aggression anschlossen. Die iranische Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Mehrere Wellen ballistischer Raketen auf Israel, gefolgt von Angriffen auf US-Basen in der Region. In diesem Kontext äußerte General Ebrahim Jabbari vom Korps der Sarracinischen Revolutionsgarde den Satz, der das Thema überschreibt: Zuerst werde das gesamte Lager-Arsenal eingesetzt, und dann etwas, das seiner Aussage nach noch nie gezeigt wurde.

Die Macht der Fattah-1-Hyperschallraketen

Der Iran setzte nicht nur ein, was er zur Hand hatte. Unter dem eingesetzten Material befinden sich die Hyperschallraketen Fattah-1, die als technologische Speerspitze des persischen Arsenals präsentiert werden. Die Frage, die jede Analyse überschwebt, ist, wie viele reale Einheiten jedes Modells existieren, und dazu herrscht völliges Schweigen.

Genaue Zahlen zu Arsenalen sind gut gehütete Staatsgeheimnisse. Auch westliche Geheimdienste haben keine gesicherten Daten, daher kursieren Schätzungen von Think Tanks und interessengeleitete Leaks. Für die Khorramshahr-Familie beispielsweise wurden frühere Versionen auf Dutzende operativer Einheiten geschätzt, nicht Hunderte. Vom fortschrittlichsten Modell noch weniger.

Wie lange jede Seite zeitlich durchhalten kann

Die logische Ausdauer der USA ist nahezu unbegrenzt; die politische sehr begrenzt. Das Pentagon kann diese Intensität der Operationen über Monate aufrechterhalten, aber wenn die Opferzahlen steigen und die Benzinpreise an der Zapfsäule explodieren, werden Kongress und Medien innerhalb von Wochen Druck ausüben. Ihre Uhr tickt schneller als die militärische.

Israel hält eine hohe Luftverteidigung mit alliierter Hilfe aufrecht, obwohl seine wirtschaftliche Ausdauer eine andere Sache ist. Der Iran setzt hingegen auf langfristigen Widerstand. Ein von russischen Medien zitierter politischer Analyst behauptet, das Land sei bereit für einen sehr langen Krieg und werde weiterkämpfen, bis Washington und Tel Aviv besiegt sind. Es ist Kriegspropaganda, ja, aber auch eine Absichtserklärung über die Art des Konflikts, der sich vorbereitet.

Öl- und Goldpreise nach den ersten Angriffen

Am Morgen nach Beginn der Feindseligkeiten sprang der Ölpreis stark an. Brent näherte sich 95 Dollar, WTI überstieg 91 Dollar. Die asiatischen Märkte eröffneten mit Verlusten von mehr als 2 % im Nikkei und Hang Seng. Der Goldpreis schoss über 2.450 Dollar pro Unze, während Yen und Schweizer Franken erstarkten, die klassischen sicheren Häfen in solchen Fällen.

Silber folgte dem Gold mit der typischen Übertreibung des kleineren Metalls: Es pendelte um 30,5 Dollar pro Unze, mit einem Gold-Silber-Verhältnis um 80:1. Es ist ein viel illiquiderer und manipulierbarer Markt, wo Papierverträge dominieren. Für kurzfristige Absicherung ist Gold berechenbarer; Silber ist für jene, die Volatilität akzeptieren, um mehr Aufwärtspotenzial zu erhalten.

Brand in Riad und Eintritt Londons und Berlins

Iranische Quellen verbreiteten, dass die Geheimdienste der Revolutionsgarde US-Militärs in einem Hotel der saudischen Hauptstadt entdeckt hätten. Kurz darauf trafen Berichte aus Riad über den Brand im Hyatt Regency ein, angeblich getroffen von Shahed-Drohnen. Dies sollte man vorsichtig betrachten: Es sind parteiische Quellen und der Informationsnebel ist dicht.

Währenddessen kündigten Großbritannien und Deutschland ihre Bereitschaft an, Kräfte einzusetzen, um „Israel Unterstützung zu bieten“. Die Regierung von Keir Starmer sprach von Flugzeugen der Royal Air Force und Schiffen der Royal Navy zur Abfangung iranischer Raketen und Drohnen; Deutschland deutete in dieselbe Richtung. Für manche Analysten zeigt dieser Verbündeten-Eintritt, dass die israelischen Luftverteidigungen allein nicht ausreichen.

Was Trump mit seiner Operation Epischer Zorn sucht

Trump erklärte gegenüber Axios, er habe mehrere „Auswege“ für die Militäroperation. „Ich kann langfristig die volle Kontrolle übernehmen oder es in zwei oder drei Tagen beenden und den Iranern sagen: Wir sehen uns in ein paar Jahren, wenn sie wieder aufbauen“, sagte er aus Mar-a-Lago. In jedem Fall, fügte er hinzu, werde es ihnen Jahre dauern, sich von dem Angriff zu erholen.

Das ist kein Militärplan, sondern eine Schlagzeile für die Galerie. Es zeigt nur, dass er Flexibilität will, um das Ergebnis zu verkaufen, das ihm am besten passt. Wenn die Operation bei den Opfern günstig ausfällt, ist die Mission in 72 Stunden erfüllt. Wenn es kompliziert wird, ändert sich die Erzählung.



Das Grundproblem ist, dass die Beseitigung einer Figur, selbst der Führungsspitze, eine seit Jahrzehnten verankerte Machtstruktur mit ihren Geschäften, Milizen und Loyalitäten nicht zerschlägt. Und wenn der Iran wirklich etwas verbirgt, das er nicht gezeigt hat, zieht meist derjenige, der die Waffe zum Zeigen hervorholt, sie am seltensten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (121 Antworten).

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