Ibex 35 steigt auf 10.922: Index im Plus, Trader-Konten nicht

Der spanische Leitindex Ibex 35 schließt bei 10.922,60 Punkten, während Broker-Probleme und Fed-Politik den Handel belasten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ibex 35 steigt auf 10.922: Index im Plus, Trader-Konten nicht
Ibex 35 steigt auf 10.922: Index im Plus, Trader-Konten nicht

Der Ibex 35 schloss bei 10.922,60 Punkten, ein Anstieg von 0,63 %. Auf dem Papier eine ruhige Februar-Sitzung. In der Praxis eine Serie von abgelehnten Orders, knapp ausgelösten Stops und Plattformausfällen genau dann, wenn Positionen geschlossen werden müssen. Der Index steigt. Der Trader profitiert nicht immer.

Dieser Widerspruch prägte den gesamten Handelstag. Ein Händler verlor Gewinne von 65 Pips auf 25 Pips, weil die Derivate seines Brokers nicht mehr reagierten. Ein anderer beendete den Vormittag mit 10.630 Euro Gewinn nach zwei kleinen Trades – wie das Trinkgeld, das man sich beim Mittagessen erspart hat. Die Börse belohnt, verlangt aber hohe Gebühren.

Fed-Geldflut und ein Markt ohne Reaktion

Im Hintergrund ging es nicht um Chartmuster, sondern darum, wer die Kosten trägt. Manche argumentieren, dass der Markt an Tagen steigt, an denen die US-Notenbank (Fed) Staatsanleihen kauft – sogenannte POMO-Auktionen –, und fällt, wenn sie verkauft oder inaktiv ist. Dieses Muster zeigt laut dieser Analyse eine unbequeme Klarheit.

Auffällig ist jedoch, dass die Marktdynamik nicht anspringt. Geld wird im großen Stil injiziert, doch der Index bleibt passiv. Einige sehen darin einen Hinweis auf Deflation, den die Zentralbank übertünchen will; andere vermuten, dass die Liquidität direkt zur Absicherung großer Positionen fließt. Keine der beiden Thesen lässt sich grafisch beweisen. Trotzdem steigt der Chart weiter.

Ibex-Niveaus: Unterstützung bei 10.794, Widerstand bei 11.051

Am späten Vormittag kursierten Prognosen eines erfahrenen Händlersystems. Der absolute Widerstand lag bei 11.051, mit weiteren relevanten Marken bei 11.018 und 10.986. Die absolute Unterstützung befand sich bei 10.794, mit einer Referenzmarke bei 10.827. Eine spätere Berechnung aus derselben Quelle sah den intraday-Widerstand als Konvergenz zwischen 10.796,8, 10.825,7 und 10.828,5.

Das Problem dieser Zahlen: Sie sind keine Prophezeiungen. Wenn der Preis während der Sitzung eine starke Unterstützung durchbricht, wird das Modell ungültig und der Händler steht schutzlos da. Die detaillierte Funktionsweise solcher Systeme erfordert lange Erklärungen: Es ist kein Ampelsystem, sondern eine Hypothese mit Verfallsdatum.

DAX über 7.220, S&P zielt auf 1.350

Der deutsche DAX überschritt die Zone, die Ende des Vorjahres als wahrscheinlicher Widerstand galt, mit einer grünen Kerze, die keine Umkehrsignalisierung zeigte. Nach Durchbrechen dieser Marke war der Weg frei für die nächste Stufe.

Auf der anderen Seite des Atlantiks hatte der S&P 500 seinen theoretischen Quartalswiderstand bei etwa 1.340, mit einer empfohlenen Verkaufszone zwischen 1.310 und 1.320. Der Dow Jones näherte sich der Marke von 12.400. Für den spanischen Leitindex wurde der Q1-Widerstand bei 11.200 festgelegt. Dies sind Zonen, in denen Algorithmen aufhören zu kaufen und beginnen, Positionen zu schließen. Und wenn alle Systeme gleichzeitig dasselbe tun, wird es spannend.

Fünf Euro pro Trade: Das Kleingedruckte des Brokers

Ein Anfänger kaufte 300 Aktien von Sacyr zum Kurs von 3,66 Euro: 1.111,02 Euro verschwanden vom Konto. Er verkaufte später zu 3,73 Euro. Die beworbene Gebühr betrug 5 Euro pro Trade unter 4.000 Euro, doch beim Kauf wurden ein Euro extra berechnet. Die offene Frage – ob auch beim Verkauf erneut Gebühren anfallen – verdeutlicht das Kernproblem: Bei kleinen Depots fressen die Gebühren die Gewinne bereits vor Handelsbeginn auf.

Mit einem KGV von 27 und stagnierendem Bausektor sahen einige Unternehmen mit Desinvestitionen in chilenische Autobahnen als Kandidaten für Short-Positionen an. Rohöl notierte derweil bei 100 Dollar.

Python statt Excel auf altem Hardware

Zwischen den Trades wandte sich die Diskussion praktischeren Themen zu: Wie baut man ein eigenes System ohne Vermögen? Tabellenkalkulationen sind selbst auf modernen i7-Rechnern mit 4 GB RAM frustrierend langsam und auf einem Pentium IV geradezu unbrauchbar. Die wiederkehrende Empfehlung: Wechsel zu Python, idealerweise unter Linux.

Die Sarracena ist unbequem für Anbieter, die Technologie als Wettbewerbsvorteil verkaufen. Man kann gegen den Markt handeln, ohne Millisekunden-Daten oder Serverfarmen. So zumindest argumentieren erfahrene Händler, die genau dies seit Jahren tun – auch wenn sie dabei häufig Stop-Losses auslösen.



Februar endet mit dem Ibex bei 10.922 und einem März, der dieselbe alte Frage aufwirft: Wie viel des Anstiegs ist echte Wirtschaftskraft und wie viel ist einfach nur laufende Druckerpresse?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1455 Antworten).

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