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Silbermünzen der Banco de España: Nominalwert steigt von 12 auf 30 Euro
Der Nominalwert der Silbermünzen der Banco de España stieg von 12 auf 30 Euro. Der Erwerb in Filialen ist fast unmöglich geworden.
Von 12 auf 30 Euro: Die stille Jagd nach Silbermünzen
Es gab eine Zeit, in der man in Spanien Silber so einfach kaufen konnte wie im Supermarkt: Man ging in eine Filiale und bestellte Münzen zum Nennwert. Ohne Aufschlag, ohne Gebühren, ohne Zwischenhändler. Man zahlte 12 Euro und erhielt 16,65 Gramm Feinsilber in einer .925-Legierung. Heute ist dieser Vorgang zu einem archäologischen Bankexperiment geworden: Man muss Filialen abklappern und nach Stücken fragen, deren Existenz vielen Mitarbeitern nicht einmal bekannt ist. Die 12-Euro-Münze der Banco de España war das demokratischste Sachwert-Refugium des Landes. Und es sind kaum noch welche übrig.
Was ist eine Karlillo-Münze und wie viel Silber enthält sie?
Das Stück wurde 1994 mit einem Nennwert von 2.000 Peseten geprägt und bis 2001 jährlich herausgegeben. Mit der Einführung des Euro änderte sich der Wert auf 12 Euro, während Durchmesser, Gewicht und Metallmenge gleich blieben. Jede Einheit enthält 16,65 Gramm Feinsilber, der Rest bis zum Gesamtgewicht ist Kupfer. Wer ein Stück sammelte, sammelte Silber; wer Hunderte sammelte, besaß einen kleinen, fraktionierten Barren, der in eine Schublade passte.
Von 2002 bis 2010 wurden zehn Ausgaben zu 12 Euro emittiert, zwei davon im Jahr 2004. In den Jahren 2010 und 2011 sprang der Nennwert auf 20 Euro, und 2012 erschien die erste Ausgabe zu 30 Euro. Das Metall jedoch blieb unverändert. Es ist exakt dasselbe.
Der Kassierer, der nichts weiß, und die Filiale, die Kunden verlangt
Die Kehrseite dieser Geschichte ist der Service am Schalter. Manche Filialen machen die Herausgabe von der Eröffnung eines Kontos abhängig – etwas, das mit Empörung erzählt wird, oft mit dem Vorsatz, es heimzuzahlen: Das Minimum einzahlen, warten, bis es verfällt, und nie wiederkommen. Andere verlangen sofort das Beschwerdeformular, sobald jemand andeutet, dass die Münzen nur für Kunden bestimmt seien. Die häufigste Antwort ist eindeutig: Für den Kauf von Münzen muss man nirgendwo Kunde sein.
Die Reise hat ihre eigene Liturgie. Eine Mitarbeiterin, die die Computersuche konsultiert, ein Kassierer, der anruft, weil er fünfzig Stücke reserviert hat, eine handschriftlich notierte Ausweisnummer. Und unwahrscheinliche Funde: siebenundzwanzig Münzen in einer einzigen Filiale, zehn davon schmutzig, der Rest noch in der Verpackung der EU-Ratspräsidentschaft Spaniens von 2010.
Warum stieg der Nennwert von 12 auf 20 und dann auf 30 Euro?
Die verbreitete Erklärung ist monetärer Natur, nicht numismatischer. Die Münze zu 2.000 Peseten bzw. 12 Euro behielt sechzehn Jahre lang Stabilität; die 20-Euro-Münze repräsentierte kaum zwei Jahre, bevor die 30-Euro-Ausgabe kam. Das heißt: Der Nennwert steigt, weil der Euro fällt. Das enthaltene Silber bleibt gleich, aber das Papiergeld, das dafür gezahlt wird, verändert sich.
Die Fábrica Nacional de Moneda y Timbre (Spanische Münzanstalt) stellte die Prägung der 12-Euro-Stücke ein, als der Metallwert sich dem Verkaufspreis näherte. Den Nennwert für eine Münze mit echtem Silberinhalt zu verkaufen, hat Grenzen. Diese Grenze wurde erreicht, was den Sprung auf 20 und später 30 Euro auslöste.
Die große Abverkauf: 2.300 12-Euro-Münzen im Angebot
Der Vorfall, der die Szene erschütterte, ereignete sich, als einer der überzeugtesten Verfechter dieser These einen Abverkauf veröffentlichte: 80 Stücke zu 20 Euro, 50 zu 2.000 Peseten und 2.300 Münzen zu 12 Euro. Rund 30.000 Euro, die plötzlich auf den Markt geworfen wurden, begleitet von einem wenig diplomatischen Anschreiben an Neugierige.
Die Reaktion war sofortig und gespalten. Einige interpretierten den Verkauf als Zeichen, dass das Refugium aufgehört hatte, eines zu sein; andere sahen darin bloßen Liquiditätsbedarf. Tatsache ist, dass derjenige, der zuvor das "Matratzensparbuch" predigte, nun auf der anderen Seite des Tresens stand. Weder Überzeugungen noch Schubladen sind unendlich.
Das Ende einer Ära: Der Borbone, El Greco und die 30-Euro-Münzen
Die Abdankung von 2014 brachte eine unerwartete Konsequenz mit sich: Ein neues Gesicht für die Münzen. Manche feierten dies als perfekte Entschuldigung, die Sammlung abzuschließen und nicht mehr anzuklopfen. Die Ausgabe zum 75. Geburtstag des Königs Felipe VI. (Borbon) und die zum 400. Todestag von El Greco (2013) markieren das letzte Kapitel. Die Kritik am Design ist einhellig und wenig gnädig.
Der Hauptvorwurf betrifft den Preis: 30 Euro für etwas mehr als eine halbe Unze Silber zu zahlen, während es Bullion-Münzen und internationale Unzen für weniger Geld gibt. Der Nennwert ist kein Schnäppchen mehr, sondern eine Maut. Und wer reines Silber will, hat immer weniger Gründe, am Bankschalter vorzusprechen.
Wie sieht die Zukunft dieser Stücke aus? Niemand weiß es genau. Wenn der Silberpreis steigt, lohnt sich das Halten; wenn er fällt, werden viele sie letztlich bei der Banco de España zum Nennwert zurückgeben. Prognosen werden hier stets mit Zurückhaltung getroffen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Die spanische Gedenkmünze zu 12 Euro erreichte einen Silberwert, der ihren Nennwert überstieg. Das tägliche Limit von 83 Stück und der Ansturm auf die Banco de España.
In Spanien ist Gold steuerfrei, Silber nicht. Degussa gilt oft als teuer, bietet aber bei mexikanischen 50-Peso-Münzen gute Preise. Münzen sind leichter zu prüfen als Barren.