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Ibex 35 im April 2015: QE treibt Index auf 12.000 Punkte
Im April 2015 stieg der spanische Ibex 35 dank der Anleihekäufe der EZB. Analysten sahen Ziele zwischen 12.000 und 8.100 Punkten.
April 2015: Der Ibex strebt die 12.000er-Marke an, während die EZB den Geldhahn öffnet
Im April 2015 war es leicht, mit Aktien Geld zu verdienen; die eigentliche Herausforderung bestand darin, die Langeweile auszuhalten. Der Ibex 35 (der wichtigste spanische Aktienindex) stieg seit Monaten, die Europäische Zentralbank kaufte täglich 3 Milliarden Euro an Anleihen, und an den Handelstischen ging es nicht mehr darum, ob der Index halten würde, sondern wie lange er bis zum Erreichen der 12.000 Punkte brauchen würde. Zuvor lag er bei 6.000.
Die Euphorie hatte eine unangenehme, fast obszöne Note. "Alles steigt so stark, dass es langweilig wird", fasste einer der damals am meisten beobachteten Investoren zusammen. Die Apokalypse, die jahrelang angekündigt worden war, blieb aus. Und solange sie ausblieb, wurde jeder Kursrückgang mit beiden Händen gekauft.
Das QE, das alles veränderte: 3 Milliarden Euro pro Tag
Das Asset Purchase Programme der EZB war das Hauptargument für die Rallye im Frühjahr 2015. Da Einlagen und festverzinsliche Anlagen kaum Renditen abwarfen, suchten Anleger zwangsläufig nach Gewinnen am Aktienmarkt. Die vorherrschende These war einfach: Solange die Zentralbank Liquidität injizierte und die Zinsen nahe null blieben, war jeder Rückgang eine Kaufgelegenheit.
Manche formulierten es unverblümt: Das QE (Quantitative Easing) sei keine Rettung, sondern ein Soft Reset der Schuldenlast, und die Alternativen wären deutlich dramatischer gewesen. Hinzu kam, dass die makroökonomischen Daten unterstützten. Die Eurozone schloss das vierte Quartal 2014 mit einem Leistungsbilanzüberschuss von 69,4 Milliarden Euro, niedrige Ölpreise und ein schwächerer Euro wirkten als Rückenwind. Alles passte. Fast zu gut.
Von 12.000 bis 8.100: Die diskutierten Kursziele
Niemand war sich einig darüber, wo der Ibex 35 enden würde. Die optimistischsten Szenarien sprachen von 12.000 in diesem Jahr und 13.000 im nächsten. Technische Analysten markierten Zwischenziele bei 12.250 und 12.500. Auf der anderen Seite behauptete eine Handvoll Skeptiker, dass ein griechischer Zahlungsausfall ein Muster mit einem Ziel von 8.100 Punkten aktivieren würde.
Mitten in dieser Debatte standen die realen Geschäfte. Short-Positionen wurden bei 11.520 geschlossen und Long-Positionen bei 11.450 eröffnet, noch am selben Morgen. Eine Wochenrange mit einem Hoch bei 11.170 und einem Schlusskurs bei 11.150. Kaum zwanzig Punkte Unterschied, die wochenlange Unentschlossenheit unter dem Deckmantel eines Trends zusammenfassten. Die Opening Gap wurde vor Mittag geschlossen; das bärische Ziel von 10.650, wo die 200-Tage-Linie verlief, wartete weiterhin.
Die Werte, die die Rallye verpassten
Nicht alles stieg. Während die Indizes neue Höchststände erreichten, litten Stahl- und Rohstoffaktien. ArcelorMittal bot ein eindeutiges bärisches Chartbild: Unterstützungen fielen nacheinander, und die Volumina an der NYSE ließen wenig Raum für Optimismus. Glauben an ein Wunder-Doppelbottom war kaum angebracht.
Der Sektor zog alle mit, die ihn beobachteten. Vallourec brach ein, ohne dass die Hersteller von Stahlrohren darauf reagierten. Alpha Natural meldete seinen ersten Gewinn seit 13 Quartalen – 364 Millionen Dollar – und trotzdem fiel die Aktie. Die alte Regel galt weiterhin: Fang keinen fallenden Messer.
95 % der Daytrader verlieren innerhalb eines Jahres
Der Glanz der Rallye verbarg eine weniger glamouröse Statistik. Die oft zitierte Zahl besagte, dass 95 % derjenigen, die mit aktivem Handel beginnen, ihr Konto nicht intakt ins neue Jahr retten. Oben kaufen, unten verkaufen, Gebühren zahlen und es System nennen. Das Ergebnis ist bekannt.
Vor diesem Hintergrund erzeugte das Gefühl, dass der Markt einfach so stieg, gesunden Skeptizismus. Niemand konnte vollständig erklären, warum das leichte Geld so lange hielt oder wann es aufhören würde. Und wer zu früh warnte, wurde schnell als professioneller Spielverderber abgetan.
Mit der EZB, die täglich 3 Milliarden Euro kauft, war die richtige Frage nicht, wann der Ibex korrigieren würde. Sondern was passiert, wenn der Hahn zugedreht wird, und ob jemand rechtzeitig den Stuhl zurückgezogen hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Im April 2014 pendelte der spanische Leitindex Ibex 35 zwischen 10.100 und 11.200 Punkten, während ein absteigender Keil auf 8.650 hindeutete und die EZB untätig blieb.
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