Ibex 35 2013: Gamesa-Siebenfach, Bankia im Auf- und Abwärtstrend

Gamesa stieg um das Siebenfache, während Bankia sowohl bei den größten Verlusten als auch Gewinnen des Jahres 2013 auf dem Podium landete. Der IBEX schloss Dezember nahe 9.750 Punkten.

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Ibex 35 2013: Gamesa-Siebenfach, Bankia im Auf- und Abwärtstrend
Ibex 35 2013: Gamesa-Siebenfach, Bankia im Auf- und Abwärtstrend

Der Dezember 2013 endete mit dem IBEX 35 kurz vor der Marke von 9.750 Punkten, dem Niveau, auf das die Optionsverfallstermine hindeuteten. Die Versteigerung der Fälligkeiten und ein stark steigender DAX dienten als Treibstoff. Die Frage, die über jedem Bildschirm schwebte, war immer dieselbe: Hält es bis zum Schluss durch oder ist es eine Falle für Naive? Niemand hatte die Antwort, obwohl alle ihre Meinung dazu hatten.

Die Jahresendrallye: Von 9.619 auf 9.750 Punkte

Die letzten Dezembertage waren eine Geduldsprobe. Der IBEX eröffnete bei 9.700 und die Optionsfälligkeit deutete direkt auf 9.750. Manche schlossen Short-Positionen bei 9.619, um verlorene Gewinne zurückzuholen, andere bewegten sich aus Angst nicht, dass der Anstieg ihre Position auffressen könnte. In den Medien herrschte Euphorie, doch das Handelsvolumen stimmte nicht überein: Ein Anstieg ohne Volumen ist das Börsenäquivalent zu Applaus in der Wüste.

Die EZB war der andere Hauptakteur. Jeder ihrer Auftritte ordnete den Kalender neu: Wenn sie um 13:45 Uhr sprach, blieb der Markt bis dahin ruhig. Ein Detail, das das ganze Jahr zusammenfasst: Die Börse hörte auf, Fundamentaldaten zu bewerten, und begann, Pressemitteilungen zu handeln.

Bankia: Die einzige Aktie im Top der Verluste und Gewinne desselben Jahres

Bankia war der am meisten diskutierte Fall. Laut einem Forum-Nutzer kreuzten sich Orders in der Auktion bei 1,07 Euro und innerhalb von zwei Minuten wurden fünf Millionen Aktien gehandelt. Erfahrene Anleger sammelten seit den 6.250 Punkten Papiere und erinnerten täglich daran, dass die Bank mit öffentlichen Geldern gerettet worden war. Die Paradoxie zeigte sich in der Bilanz der Forum-Nutzer: Bankia hätte 2013 als das einzige Unternehmen des spanischen Auswahlindex beendet, das gleichzeitig auf dem Podium der größten Verluste und der größten Gewinne des Geschäftsjahres stand.

Wer unten kaufte, machte einen guten Gewinn; wer oben einstieg, zahlte den Aufschlag. Dieselbe Aktie, zwei gegensätzliche Biografien.

Gamesa und das Siebenfache, das niemand erwartet hatte

Das Titel des Jahres war laut der Bilanz im Thread Gamesa. Das Unternehmen wertete sich 2013 um rund das Siebenfache auf, eine Zahl, die wie kommentiert wurde, nicht jedes Jahr vorkommt. Obwohl ein Nutzer darauf hinwies, dass Janus die Prognose richtig stellte, gab es keine Analyse, die dies im Voraus exakt vorhergesagt hätte.

Unterdessen folgten die üblichen Penny Stocks — Ercros bei 0,482, Ezentis, Liberbank — ihrem eigenen Achterbahnkurs.

ACS, oder wie man aufhört, ein spanisches Unternehmen zu sein

Die andere Geschichte des Jahres schrieb ACS. Die letzten Abschlüsse zeigten einen in allen Gesprächen wiederholten Datenpunkt: Eine Reduzierung der Nettoverschuldung um 3,9 Milliarden Euro in nur einem Geschäftsjahr. Doch der hervorstechende Punkt lag in der geografischen Aufschlüsselung. Nur 15% der Umsätze kamen aus Spanien; 11% aus dem übrigen Europa; 38% aus Asien-Pazifik und 35% aus Amerika. Das Unternehmen war, wie diskutiert wurde, zu einem internationalen Monster geworden, das mit einem KGV von 11 handelte, von dem nur noch der Name spanisch klang.

S&P 500, Bitcoin und Kohle, die niemand wollte

Auf der anderen Seite des Atlantiks schloss der S&P 500 das Jahr mit 29% Gewinn und einem historischen Höchststand von 1.842 Punkten, nach den zitierten Daten. Analysten gaben bereits ihre Prognosen für 2014 ab: Die Mehrheit setzte auf einen Abschluss zwischen 1.900 und 1.950 Punkten, während die Skeptiker — bei Deutsche Bank — ein flaches Jahr erwarteten.

China lieferte den Dissonanz-Akzent: Es verbot Finanzinstituten, mit Bitcoins zu handeln, wie die Wirtschaftspresse berichtete.

Im Kohlesektor verteidigte ein Nutzer die gegenteilige These: Werte wie Arch Coal waren so weit unter ihrem theoretischen Wert, dass von einer Vervierfachung vom damaligen Preisniveau die Rede war. Die Wette war Minderheit und stark umstritten: Die Debatte zog sich ewig hin zwischen denen, die Chance sahen, und denen, die fallende Messer sahen.



Der Kleinanleger: 68% Trefferquote und 25% Rendite

Eines der ehrlichsten Bilanzen des Jahres legte ein Nutzer vor, der nur IBEX-Aktien handelte. Sein Ergebnis: 68% Trefferquote und 32% Verluste, mit einer Jahresrendite von fast 25%, was 18% seines monatlichen Gehalts entsprach. Seine Schlussfolgerung war so einfach wie unbequem: Mit dem gleichen Betrag in jede Position gehen, fundamentale Stop-Losses setzen und sich weder von Euphorie noch von Pessimismus treiben lassen.

Die andere Seite der Medaille zeigte jemand, der zugab, -20% in zwei verschiedenen Positionen zu haben und trotzdem drin zu bleiben, steuerliche Gründe und bessere Zeiten abwartend.



Mit dem Index bei 9.750, Gamesa versiebenfacht und Bankia mit Medaillen in beiden entgegengesetzten Kategorien, blieb die Frage am Jahresende unbeantwortet: Wenn die Rallye auf Liquidität und nicht auf Gewinne gebaut war, was würde passieren, wenn die EZB aufhörte, den Garten zu gießen? Niemand wusste es. Alle hatten eine Theorie. Und dabei blieb die Diskussion.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (3932 Antworten).

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