Gold verliert über zwei Jahre massiv an Wert

Der Goldpreis fiel von 1.320 USD im Februar 2014 auf 1.082,40 USD im Juli 2015. Silber sank im selben Zeitraum von 19,1 auf 14,6 USD.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gold verliert über zwei Jahre massiv an Wert
Gold: Von versprochenen 1.400 Dollar zu tatsächlichen 1.082

Am 14. Februar 2014 notierte Gold bei 1.320 Dollar, 11,2 % über den Tiefstständen vom Dezember, als es bei 1.187 lag. Eine Gruppe von Sparern, die sich auf Edelmetalle spezialisiert haben, deutete die Erholung als Ende eines zweijährigen Abwärts Trends und sprach von Bodenbildung, opportunistischen Käufen und einem langfristigen Aufwärtstrend. Siebzehn Monate später fiel das Metall zum europäischen Handelsbeginn auf 1.082,40 Dollar, während Silber, das damals bei 19,142 stand, auf 14,620 abstürzte. Zwischen diesen beiden Punkten liegt eine Chronik aus Vertrauen, Geopolitik und vielen Details darüber, wer den Preis tatsächlich bewegt.



Von 1.320 auf 1.082 Dollar: Die gesamte Entwicklung

Die Preisentwicklung in dieser Diskussion funktioniert wie ein EKG. Im Februar 2014 startet das Metall stark: 1.320 Dollar gegenüber den 1.187 im Dezember. Die Versuchung ist groß zu denken, das Schlimmste sei vorüber. Ein Kommentator warnt jedoch, dass man abwarten müsse, was bei Erreichen der 1.400 passiere, und bezeichnet den Anstieg als „etwas gewaltsam“, da keine neuen Gründe ihn rechtfertigten.

Im September 2014 ändert sich das Szenario. Die EZB senkt die Zinsen auf 0,05 % – ein historisches Minimum – und der Euro fällt um fast 1 % auf 1,3023, Niveaus, die seit Monaten nicht gesehen wurden. Gold hält sich unterdessen bei etwa 1.268, Silber bei 19,142. Niemand reagiert nennenswert. Der Aktienmarkt feiert. Der Bund-Future schießt in die Höhe und beruhigt sich dann wieder. Der allgemeine Eindruck ist, dass Edelmetalle aufgehört haben, der sichere Hafen zu sein, über den gesprochen wurde.

Die Strafe kommt im Juli 2015: Gold bei 1.082,40 und Silber bei 14,620. Wer am Höchststand 2014 kaufte, muss zweistellige Verluste hinnehmen. Wer seit zehn Jahren physische Münzen sammelt, liegt noch im Plus, und das stützt die Stimmung der Veteranen. Das Timing, geben fast alle zu, sei unmöglich.

Ist eine Rückkehr zum Goldstandard möglich?

Eine der Fragen, die die Diskussion durchzieht, ist, ob eine Rückkehr zum Goldstandard denkbar ist. Die Antwort, die sich aufdrängt, ist ein klares Nein, untermauert durch eine oft wiederholte Zahl: Man bräuchte das 50-fache des vorhandenen Goldes, nur um das im Umlauf befindliche Papiergeld zu decken. Die Monetarisierung des Metalls, wie sie ein ehemaliger mexikanischer Präsident anstrebte, wird als undurchführbar verworfen.

Einige weisen darauf hin, dass die größten Gewinner jeder monetären Neuordnung die USA wären, mit ihren eigenen Reserven und einem Großteil des geförderten Metalls in privaten Händen, ohne dass dies ausreichen würde, auch nur ein Zehntel ihrer Schulden zu tilgen. Andere spekulieren über einen hypothetischen globalen Reservekorb, in dem Gold bei etwa 2.500 Dollar pro Unze bewertet werden könnte. Dies sei reine Spekulation, so die Warnung.



Die EZB, die Geldpresse und die 'Kick down the road'-Strategie

Der monetäre Hintergrund dominiert die Debatten von 2014 und 2015. Es wird darauf hingewiesen, dass Zentralbanken massenhaft Staatsanleihen kaufen und das Stimulusprogramm nach einer häufig zitierten Berechnung 60 Milliarden monatlich für 19 Monate entspricht: insgesamt 1,14 Billionen. Der schärfste Kommentar bezeichnet dies direkt als „den größten Vermögensraub in der Geschichte der Menschheit“, mit dem Verdacht, dass dieses Geld in Derivaten und Rückkäufen statt in der Realwirtschaft landet.

Die praktische Schlussfolgerung für Sparer ist unangenehm: Den Ertrag jahrelanger Arbeit in etwas zu halten, das jemand anderes per Knopfdruck kostenlos druckt. Daher die Flucht in materielle Werte. Dies ist kein Phänomen eines einzelnen Landes: Es wird daran erinnert, dass alle Zentralbanken dasselbe tun, und dass der „Währungskrieg“ gerade dann eskaliert, wenn diskutiert wird, ob der Yuan in den Korb der Sonderziehungsrechte aufgenommen wird.

Ukraine, Griechenland und Türkei: Geopolitik als Kulisse

In der Diskussion erscheint der Goldpreis immer stärker an die Geopolitik gekoppelt. Die griechische Krise wird mit Misstrauen gegenüber der offiziellen Darstellung verfolgt: Es wird argumentiert, dass es alternative Brückenkreditangebote von Russland oder China gebe, die in den großen Medien nicht thematisiert werden. Und es wird auf das immer gleiche Argument verwiesen: Die Schulden sind unbezahlbar und werden nur durch eine Kick down the road-Strategie nach der anderen verschoben.

Die Türkei taucht im Zusammenhang mit ihrem möglichen EU-Beitritt auf. Es wird daran erinnert, dass ihre Landstreitkräfte die zweitgrößten innerhalb der NATO sind und sie über etwa 250.000 Polizeibeamte verfügt. Die vorherrschende Lesart ist, dass ihr Beitritt zur EU nie wirklich gewünscht war und dass Griechenland teilweise beitreten durfte, um ein Veto gegen die Türkei ausüben zu können.

Das angespannteste Kapitel ist das nukleare. Es ist die Rede von russischen Raketen mit Reichweite auf US-Territorium und vom elektromagnetischen Impuls als Waffe, die ein Land außer Gefecht setzen kann, ohne das Erdreich für Jahrhunderte zu verseuchen. Die kursierende Zahl ist erschreckend: 185.000 Goldkontrakte, die in einer einzigen Sitzung gehandelt wurden, ein Volumen, das, wie behauptet wird, nur von denen erzeugt werden kann, die den Markt kontrollieren.

Physische Münzen, Aufschläge und Silber-'Duros'

Der praktischste Teil der Debatte konzentriert sich darauf, was man kaufen sollte. Gegenüber Papierwerten wird die physische Münze verteidigt: Silber-'Duros' von Amadeo I. oder Alfons XII., bestehend aus 25 Gramm mit einer Legierung von 900 Tausendstel, Bullion-Münzen zu einer Unze sowie Serien wie Panda, Kookaburra, Koala oder Lunar II.

Es tauchen hilfreiche Details für Anfänger auf. Es wird angemerkt, dass die aktuellen Auflagen von Kookaburras und Koalas bei etwa 500.000 Stück liegen und die Lunar II bei etwa 300.000, was ihre zukünftige numismatische Attraktivität mindert. Der Aufschlag für 'Proof'-Münzen kann „locker“ über 25 % liegen. Und eigene Erfahrungen dienen als Warnung: Manche kauften Silber bei 30 Dollar, während andere weiterhin Unzen zu Kursen kaufen, die sie für vernünftig halten.

Über physische Titel schwebt eine wiederkehrende Warnung: Es gibt eine zunehmende Differenz zwischen dem Preis des Papiergold/-silbers und dem der materiellen Werte. Diese Diskrepanz sei das Signal, auf das viele jahrelang gewartet hätten.



Deutsches Gold und die Reserven, die nicht zusammenpassen

Eines der Episoden, die am meisten Diskussionen auslösen, ist das deutsche Gold, das in den USA verwahrt wird. Die Frage „Welchen Sinn hat es, das Gold verstreut zu haben?“ erhält keine beruhigende Antwort. Es wird daran erinnert, dass Deutschland im Oktober 2010 die Reparationszahlungen für den Ersten Weltkrieg in Höhe von 69,9 Millionen Euro gemäß dem Londoner Schuldenabkommen von 1953 vollständig beglichen hatte, und dass es nach dem Zweiten Weltkrieg ein bevormundetes Land war.

Das Schweizer Referendum über die Goldreserven wird mit Skepsis verfolgt. Die Überlegung, die an Gewicht gewinnt, ist, dass die Schweiz nicht mehr der alte Zufluchtsort ist, dass sie einen Großteil ihres Bankgeheimnisses verloren hat und dass ihr steuerlicher Vorteil verwässert wurde. Die grundlegende Schlussfolgerung ist, dass kein Staat seine Karten offenlegt: Die Reserven werden außerhalb des Kreislaufs gehalten, „versteckt in Tresorräumen“.

Wie steht es um Silber im Vergleich zu Gold?

Silber zieht viel Interesse auf sich aufgrund seiner doppelten Natur. Einige betonen seinen jahrtausendealten monetären Charakter; andere seine wachsenden industriellen Anwendungen. Die gemeinsame Warnung ist, dass er die Bewegungen von Gold verstärkt: Er steigt stärker und fällt tiefer. Wer 2014 am Höchststand kaufte, erfährt dies schmerzhaft.

Der Rat, der Anfängern wiederholt gegeben wird, kombiniert Geduld und Bescheidenheit: Günstiges Bullion je nach Preis, vielleicht ein Stück mit Aufschlag, wenn man es gerne sammelt, und keinerlei Spekulation auf kurze Sicht. Das Problem, so die Anerkennung, sei die Psyche, nicht der Chart.



Abschluss: Im August 2015, als das Metall bei 1.082 Dollar feststeckte und die Stimmung am Boden war, bricht die Diskussion wegen eines technischen Fehlers ab. Statt eines Zusammenbruchs eröffnen die Teilnehmer ein neues Kapitel und reden weiter. Das Metall kann einstürzen. Der Glaube tut es vorerst nicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (8573 Antworten).

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