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Gold, Land und Essen: So rüstet man sich für den Kollaps
Ein gemeinsamer Kauf von Notfallnahrung scheiterte an 2.000 Euro Kosten für eine Person. Ein Blick auf die Logik der Vorsorgeinvestitionen.
Gold, ein Brunnen und 2.000 € in Nahrung: Das Anti-Panik-Kit
Ende 2013 versuchte eine Gruppe von Sparern, einen gemeinsamen Einkauf von gefriergetrockneter Nahrung zu organisieren. Ziel war es, Kosten zu senken, kostenlose Lieferung zu erhalten und einen Vorratsschrank für Notfälle anzulegen. Der Plan zerfiel und endete damit, dass eine einzige Person 2.000 Euro aus eigener Tasche zahlte. Dieses Scheitern fasst die Logik der Vorsorgeinvestitionen zusammen: Gold schützt das Vermögen, aber es ernährt niemanden, wenn der Supermarkt schließt.
Die zugrunde liegende Idee ist so alt wie das Bankwesen selbst. Wenn das Finanzsystem, die Energieversorgung oder die öffentliche Ordnung zusammenbrechen, hat Fiat-Geld weniger Wert als ein Sack Mehl. Wer so investiert, sucht keine Rendite. Er will den nächsten Zyklus überleben.
Diskretes Haus, Brunnen und Garten vor Münzen
Die erste wiederkehrende Priorität ist Immobilien, jedoch mit Fokus auf Schutz: ein diskretes Haus im ländlichen Raum, am Rande einer überschaubaren Stadt und ohne Aufsehen zu erregen. Nichts Sichtbares. Eigener Brunnen. Selbstversorgung durch Anbau. Mindestens einen Monat haltbare Nahrung. Eine langfristig ausgelegte Apotheke. Und im Zweifel das Wissen, wie man das Eigentum verteidigt.
Danach werden Gold und Silber nicht mehr als Investition, sondern als Werkzeug betrachtet: Silber zur Desinfektion und zum Tausch, Gold als Wertaufbewahrungsmittel. Zu den empfohlenen Tauschobjekten gehören Angelhaken und Angelschnur, ein Reflektionsspiegel, Alkohol, Honig, hochwertiges Werkzeug und sogar Tabak. Die vollständige Liste – Messer, Äxte, Sägen, Techniken zur Ledergerbung und Feuermachung – ähnelt eher einem Feldhandbuch als einem Wertpapierdepot.
Die Bestellung, die niemand bezahlte
Der Gemeinschaftskauf von Gefriertrocknungskits wurde mit Rabattstufen gestaltet: Bei ein bis vier Kits kostenlose Lieferung; bei fünf bis neun kostenlose Lieferung und 4 % Rabatt; bei zehn bis fünfzehn noch mehr Ermäßigung. Mehrere Interessenten meldeten sich an. Die Bestellung wurde angekündigt, verzögert und erneut angekündigt. Als es ans Bezahlen ging, sprangen fast alle ab. Am Ende blieb die Einzelbelastung: 2.000 Euro für eine einzige Bestellung. Jahre später gab einer der ursprünglichen Interessenten zu, auf eigene Faust mehr gekauft zu haben, als er damals konnte, mit einem Verfallsdatum im Jahr 2039.
Fukushima, Soros und das Hintergrundrauschen
Keine dieser Entscheidungen fiel im luftleeren Raum. In jenen Monaten lieferte die Nachrichtenlage den Zündstoff: die Leckage im Reaktor 3 von Fukushima, wobei laut kursierenden Berichten 89 Tonnen abgebrannter Kernbrennstoff im Spiel waren; die Warnung von George Soros, dass die Europäische Union auf eine lange Stagnation zusteuere, die sie zerstören könnte; und die Hinweise von Jim Rogers auf soziale Unruhen. Jede Nachricht wurde als Bestätigung eines bereits geschriebenen Skripts gelesen.
Rationalität oder Salon-Mad-Max?
Hier liegt der Bruch. Ein Lager vertritt die Ansicht, dass außer bei kriegerischen oder natürlichen Katastrophen keine Überlebenstechniken nötig sein werden; was kommen wird, wenn überhaupt, sei ein stark verschlechtertes Umfeld, in dem Händler zuerst leiden. Ein anderes Lager setzt auf Schusswaffen, Land mit Brunnen und Reserven: Gold, Diamanten und Geld seien nutzlos, argumentieren sie. Eine dritte Strömung misstraut dem Individualismus und sieht die Gemeinschaft als einzigen Weg zum realen Überleben.
Die Zahlen des Vorratsaufbaus laden nicht dazu ein, das Thema auf die leichte Schulter zu nehmen. Mit 8 Gramm Thorium, so ein kursierender Datenpunkt, könnte ein Auto lebenslang fahren. Und Deutschland stellte 200 Millionen für 150 Lebensmitteldepots für Notfälle bereit. Wenn der Staat selbst den Vorratsschrank füllt, hört das Sich-Vorbereiten auf, als Exzentrik zu gelten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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