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Kontoeröffnung in Frankreich: 20.000 € Bargeldlimit und Caixa-SG-Option
Französische Banken begrenzen Bargeld auf 20.000 € pro Jahr und 1.500 € pro Kauf. So eröffnen Sie ein Konto in Frankreich als Nichtresident.
Frankreich begrenzt den jährlichen Bargeldbezug auf 20.000 €
In Hendaye teilen sich BNP, Crédit Agricole, Banque Populaire, Banque Courtois, Banque Inchauspe sowie Filialen von BBVA, Kutxa und Banco Guipuzcoano die Straße. Mehrere bieten Service auf Spanisch an und fast alle geben dieselbe Antwort an Kunden, die ihre Ersparnisse über die Grenze bringen wollen: In Frankreich ist Bargeld rationiert. Die erste Überraschung sind weder Gebühren noch die Bonität der Bank, sondern das Limit für Abhebungen am Automaten.
Das Limit gilt verbindlich für alle Institute, auch wenn jede Bank ihren eigenen Betrag festlegt. Bei der BBVA-Filiale in Hendaye liegt es bei 20.000 Euro pro Jahr. Nach Überschreitung dieses Schwellenwerts reicht die Filiale einen Antrag bei der Zentrale ein, der Grund und Höhe begründet; dieser wird nicht immer genehmigt. Auch Barzahlungen sind eingeschränkt: Das Limit liegt bei 1.500 Euro pro Transaktion, sodass man einen 2.000-Euro-Fernseher nicht bar bezahlen kann.
Wie viel Bargeld darf man bei einer französischen Bank einzahlen?
Bei Einzahlungen gelten ähnliche Regeln: Je nach Institut zwischen 3.000 und 8.000 Euro jährlich, unabhängig davon, ob man Resident oder Nichtresident ist. Jeder zusätzliche Euro muss herkunftsmäßig belegt werden. Auslandsüberweisungen unterliegen ähnlichen Bedingungen; ab bestimmten Beträgen ist eine Bescheinigung der Ursprungsbank über die legale Herkunft des Geldes erforderlich. Bei Erbschaften braucht man die notarielle Aufteilung, bei Gewinnen den Zahlungsbeleg.
Der Hauptgrund ist die Bekämpfung von Schwarzgeld, was erklärt, warum Schecks im Nachbarland noch weit verbreitet sind. Ausstellung und Einlösung sind kostenlos, fehlende Deckung wird streng geahndet, und Handwerker, Reparaturen oder Straßenverkäufe lassen sich so problemlos begleichen. Wer auf Scheine setzt, sollte es vergessen.
Wie hoch ist die französische Einlagensicherung?
Die französische Einlagensicherung deckt 70.000 Euro pro Kontoinhaber und Konto. Der entscheidende Punkt bei spanischen Filialen in Frankreich ist: Geht diese Filiale pleite, greift die Sicherung der Muttergesellschaft mit 100.000 Euro. Die Filiale operiert nach französischem Recht und hat eine französische Identifikation, ist funktional also eine französische Bank, aber die Garantie folgt dem Eigentümer. Daher streiten Experten, ob eine spanische Bank in Frankreich mehr Sicherheit bietet als eine französische.
Der Weg über La Caixa-Société Générale und andere Alternativen
Ohne persönlichen Besuch in Frankreich lässt sich ein Konto per Vereinbarung eröffnen. La Caixa vermittelt Konten in Deutschland (Landesbank Baden-Württemberg), USA (Wells Fargo), Frankreich (Société Générale), Italien (Banca Popolare di Milano), Norwegen, Portugal und Großbritannien. Man füllt die Unterlagen in einer Filiale aus, sendet sie ein und erhält nach mindestens 15 Tagen die aktiven Zugangsdaten. Online-Banking läuft über die spanische Plattform, was Kosten verursacht. Die Bearbeitungszeiten variieren stark: Manche Konten sind in zwei Wochen offen, andere warten drei Monate.
Die genaue Gebührenstruktur – Jahresgebühr, Rabatt im ersten Jahr und Kartenbedingungen – entscheidet letztlich über die Wirtschaftlichkeit. Hier unterscheiden sich die Zahlen je nach Einstiegsweg erheblich.
Welche Dokumente verlangen Banken von Nichtresidents?
Die Anforderungen variieren und sind oft unübersichtlich. Frankreich gibt Richtlinien vor, die jedes Institut unterschiedlich auslegt. Banque Postale verlangt eine spanische Strom- oder Wasserrechnung und keinen Wohnsitz in Frankreich mehr. LCL fordert Ausweis, Rechnung und letzte Steuererklärung sowie eine Mastercard für 3 Euro monatlich. Cortal Consors bietet Girokonto und Sparkonto kostenlos an. Mit einer französischen Adresse öffnet ING France das Konto nach Bestätigung zweier E-Mails.
Was kostet die Kontoführung und wie hoch sind die Zinsen?
Französische Girokonten verzinsen keine Guthaben – ein großer Nachteil gegenüber spanischen Standards. Die Kontoführung kostet etwa 31 Euro jährlich, teils mit 50% Rabatt im ersten Jahr; die Debitkarte kostet extra. Schecks sind gratis, und mehrere Abhebungen im Euroraum sind meist gebührenfrei. Für Rendite braucht man ein Festgeldkonto (compte à terme) mit einem Minimum von 7.500 Euro und bis zu 2,80% Zinsen über fünf Jahre.
Der Wandel: Medien berichten über den Trend, Banken öffnen sich
Angesichts des Kapitalabflusses aus Spanien benannten Medien das Phänomen. Am 3. Juni 2012 berichteten Zeitungen, dass die Filialen in Hendaye viele Anfragen baskischer und navarrischer Sparer erhielten, die ihr Geld nach Frankreich transferieren wollten. Es war kein Gerücht, sondern ein messbarer Trend.
Die Paradoxie: Frankreich stand damals selbst unter Druck und verlor seine Triple-A-Rating, während regulierte Sparkonten weiter wuchsen. Spätere Ankömmlinge fragten dasselbe wie die Pioniere: Ist es noch möglich?
Während in Spanien über die Flucht debattiert wurde, stieg im Nachbarland kurzfristig verfügbares Sparguthaben unauffällig: Allein Livret A und LDD verbuchten in einem Monat 21.300 Millionen Euro Neuzugang. Diese Zahl überrascht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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