Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Forumdebat: Männer zeigen Gleichgültigkeit bei Belästigung
In einem Forumthread mit 172 Antworten diskutieren Männer ihre Gefühle gegenüber sexueller Belästigung von Frauen. Das Ergebnis ist überwiegende Gleichgültigkeit.
Was Männer fühlen, wenn Frauen belästigt werden: Die Debatte
Wie würdest du dich fühlen, wenn die Frauen deines Landes so behandelt würden wie anderswo? Diese Frage, gestellt im Zusammenhang mit zwei Videos über kollektive Belästigung im öffentlichen Raum (Taharrush Gamea), erhielt 172 Antworten und eine unbequeme Mehrheit: Gleichgültigkeit. Dies ist kein Detail am Rande. Die Diskussion beginnt mit Bildern von Männern, die eine Frau belästigen, und entwickelt sich innerhalb weniger Stunden zu Themen wie dem Frauenwahlrecht, Gesetzen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und dem Gefühl der Benachteiligung bei einem Teil der spanischen Männer.
Von Abscheu zu „Ist mir egal“
Die ersten Reaktionen sind explizite Ablehnung. „Oh Gott, wie eklig“, schreibt einer. Ein anderer merkt an, dass mehr als ein Spanier „davon träumt“ und glaubt, so endlich eine Frau zu bekommen, der er Befehle geben kann. Der Widerstand hält nicht lange. Bald taucht die Formel auf, die den Rest des Gesprächs dominiert: Die Probleme der Frauen sind nicht meine Probleme. Dieser Satz wiederholt sich fast wörtlich in mehreren Nachrichten. Manche treiben es auf die Spitze: „Interessiert mich nicht.“
Die Gleichgültigkeit ist nicht einstimmig. Ein Teil vertritt die Ansicht, dass die korrekte Reaktion dieselbe sein sollte wie die, die Frauen hierzulande erfahren, wenn Männer schlecht behandelt werden – mit der Einschränkung, dass ein einzelner Fall nicht zeigt, wie eine ganze Gruppe behandelt wird. Dies ist das einzige Argument, das Symmetrie versucht. Der Rest bewegt sich zwischen Überdruss und Spott.
Das Frauenwahlrecht als Erklärung für das Phänomen
Der Wendepunkt kommt, als jemand behauptet, dies sei „das, was die Spanier allgemein und insbesondere die Frauen gewählt haben“. Ab diesem Punkt ist die Belästigung nicht mehr das Thema. Das Thema ist die Wahl. Es wird behauptet, Frauen „werden lernen und ihr Wahlverhalten ändern“, woraufhin geantwortet wird, dass die Wahl geheim sei und niemand das Geschlecht der Wähler kennen könne. Die Diskussion verheddert sich darin, ob Wahldiagramme nach Geschlecht aufgeschlüsselt werden können oder nicht.
Die Hypothese, die den Thread durchzieht, ist, dass ein elektoraler Bestrafungsprozess stattfindet. Einige feiern dies als „die Stimme des Volkes“, andere lesen es als eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Dazwischen steht die Kernfrage: Wenn das Frauenwahlrecht bestimmte Politiken trägt, was passiert, wenn diese Politiken diejenigen nicht schützen, die sie wählen?
Geschlechtsspezifische Gewalt, Unschuldsvermutung und männliche Benachteiligung
Der Thread leitet zum rechtlichen Rahmen über. Eine ausführliche Nachricht argumentiert, dass der Staat gegen Männer wie ein „Schläger“ vorgehe, indem er die Beweislast umkehre und Frauen in bestimmten Verfahren eine Vermutung der Glaubwürdigkeit zugestehe. Sie zitiert Artikel 11 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zur Unschuldsvermutung. Dies ist der ausgearbeitetste Beitrag der Debatte und verschiebt das Gespräch von der Belästigung hin zum Prozessrecht.
Ein anderer, kürzerer Strom weist darauf hin, dass die Forderungen der Frauen selektiv seien: Wohnraum, Zahlungen, keine Belästigung. Jemand antwortet mit einem Zitat, das einer bekannten Aktivistin zugeschrieben wird, über misshandelte Männer: „Ooooh, wie schaaaaade“. Sarkasmus ersetzt Argumente. Und eine Idee taucht auf, die sich wiederholt: Dass Frauen die „Hexenjagd“ auf den nationalen Mann gefördert hätten und dass einige Männer beschlossen hätten, das Land zu verlassen.
Das verwirrende Faktum: Wer zahlt für OnlyFans?
Mitten im Lärm bricht eine Anmerkung die Erzählung: Pakistaner geben am meisten Geld für OnlyFans aus. Es gibt keine weitere Ausführung, aber die Tatsache widerspricht dem Bild einer Gruppe, die der Industrie für Erwachseneninhalte fremd ist. Niemand greift dies auf. Das Gespräch kehrt zur Gleichgültigkeit zurück.
Der Abschluss des Threads ist derselbe wie sein Anfang: „Interessiert mich nicht.“ Die anfängliche Frage, was ihr fühlen werdet, wenn die Frauen dieses Landes so behandelt werden, wird mit einem Achselzucken beantwortet. Gleichgültigkeit ist keine Meinung: Sie ist das Ergebnis. Und das Ergebnis, mit 172 Antworten, ist, dass es einem Teil des Forums genau gleichgültig ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (172 Antworten).
Der Wahlkampf im Baskenland spielt sich auf zwei Ebenen ab: personalisierte Postwurfsendungen mit Namen der Wähler und Ungewissheit über deren Finanzierung.