Israel beschießt russische Luftwaffenbasis Hmeimim in Syrien

Israel feuert 30 Raketen von Kriegsschiffen auf die russische Basis Hmeimim in Syrien, kurz nach der Landung eines iranischen Frachtflugzeugs.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Israel beschießt russische Luftwaffenbasis Hmeimim in Syrien
Dreißig Raketen gegen die russische Basis Hmeimim und Moskaus Schweigen

Um 3:55 Uhr Ortszeit in Damaskus schlugen die ersten Geschosse auf dem syrischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim an der Küste von Latakia ein. Der Beschuss dauerte bis 4:41 Uhr. Sechsundvierzig Minuten lang wurden dreißig Raketen abgefeuert, laut zitierten Quellen von Kriegsschiffen aus. Das Ziel war eine militärische Einrichtung Russlands. Die zeitliche Abfolge weckt besondere Alarmbereitschaft: Nur eine Stunde zuvor war dort eine Transportmaschine der iranischen Fluggesellschaft Qeshm Airlines gelandet.

Was ist über den Angriff auf die russische Luftwaffenbasis Hmeimim bekannt?

Die Zuschreibung des Angriffs stammt von einer Quelle der Nationalen Verteidigungskräfte, die den Beschuss zeitlich unmittelbar nach der Landung des iranischen Frachters verortet. Die genauen Zeitangaben liefert das staatliche syrische Fernsehen Syria Television: Beginn um 3:55 Uhr, Ende um 4:41 Uhr und dreißig von Kriegsschiffen abgefeuerte Raketen. Anschließend überflog laut denselben Quellen eine russische Luftpatrouille den Himmel über Latakia.

Es gibt keine Schadensbilanz, keine Verletztenzahlen und keine unabhängige Bestätigung der Darstellung der Konfliktparteien. Das Material deutet jedoch einen Zeitplan an: Mit vollem Tageslicht über dem Euphrat-Gebiet wurde vier bis sechs Stunden später eine endgültige Bewertung erwartet. Die Geschichte bleibt vorerst genau dort stehen.

Das Schweigen der russischen Medien und die Warnung an 1,5 Millionen Bürger

Während die syrischen Fernsehsender Uhrzeiten und Raketenanzahl meldeten, schwiegen die wichtigsten russischen Medien, vermutlich im Abwarten einer Schadensbewertung. Das einzige offizielle Signal kam über einen anderen Kanal: Die Botschaft Russlands in Israel veröffentlichte eine Mitteilung, in der sie allen russischen Bürgern rät, den Anweisungen des Inneren Frontkommandos zu folgen, sich an sicheren Orten aufzuhalten und diese nicht zu verlassen, bis dies von offiziellen Stellen freigegeben wird – angesichts einer „starken Verschlechterung der Sicherheitslage“.

Der Fakt, der die Dimension der Angelegenheit verändert: Es heißt, Moskau habe in Israel lebende Russen – 1,5 Millionen, nach kursierenden Zahlen – aufgefordert, das Land zu verlassen, „solange es ihnen möglich ist“. Mit diesen Zahlen auf dem Tisch wird jede Reaktion mehr als nur ein rein militärisches Problem.

Die Verbindungen gehen zudem in beide Richtungen. Die ersten Staatspräsidenten Israels waren russischer Herkunft – polnisch-russisch, ukrainisch-russisch –, und es leben Russen und Ukrainer mit doppelter Staatsbürgerschaft in Israel. Diese geteilte demografische Historie erklärt, warum die Warnung der Botschaft sowohl als politischer Druck als auch als Schutzmaßnahme gelesen wird.

Wer will die Eskalation und wer vermeidet die Provokation?

In der kursierenden Analyse gibt es zwei Strömungen. Eine behauptet, der Angriff sei nicht nur eine israelische Entscheidung, sondern folge tieferliegenden Instanzen, und spricht ohne Beweise von Eliten, die einen globalen Konflikt suchen. Die andere entgegnet mit einem kühleren Argument: Die letzten, die auf den Köder eines totalen Krieges hereingefallen sind, waren Deutschland und Japan, und man weiß, wohin das führte.

Der am häufigsten gezogene Vergleich ist mit der Ukraine. Die NATO habe rote Linien überschritten, ohne dass Moskau oder regionale Akteure dies hätten verhindern können, während Russland vermeide, NATO-Länder oder Einrichtungen, in denen deren Truppen ausgebildet werden, zu bombardieren. Die daraus abgeleitete Lesart: Einige wollen die Eskalation; andere sind nicht bereit, auf den Köder einzugehen. Daher die Einschätzung, dass das russische Schweigen nicht Schwäche, sondern Kalkül ist.

Eine dritte, zynischere Analyserichtlinie betrifft die Verhandlungstaktik. Es wird argumentiert, dass es reiche, das Wort „Frieden“ halbherzig auszusprechen, um eine Kohorte von Vermittlern zu mobilisieren, die Spannung monatelang aufrechtzuerhalten und Vereinbarungen dann nach wenigen Wochen zu brechen, wenn es opportun erscheint. Als Präzedenzfall wird Iran genannt, das weiterhin an Waffenstillstandsangebote glaubte, während Operationen die libanesische Grenze überschritten.

Russland, die Bewaffnung und die syrische Karte

Wenn Moskau einen direkten Zusammenstoß ausschließt, gewinnt im Analysediskurs der indirekte Weg an Boden: Lieferung von Waffen oder Militärwissen an Feinde Israels. Dies ist das Szenario, das am meisten Sorgen bereitet und die Warnung an die eigene Diaspora erklärt. Vergeltung durch Stellvertreter ermöglicht Schläge, ohne den Angriff selbst zu unterzeichnen.

Zirkulieren auch Theorien über Milizen und kreuzweise Dienste, mit Behauptungen über bewaffnete Gruppen, die von Dritten infiltriert oder fabriziert worden seien. Im Material gibt es dafür keinerlei Beweis, und es sei daran erinnert, dass solche Lesarten seit Jahren im Internet ohne dokumentarische Grundlage kursieren.

Das Einzige, was zu diesem Zeitpunkt der Berichterstattung verifizierbar ist, ist die Empfehlung der russischen Botschaft und die Tatsache, dass 1,5 Millionen Menschen mit russischem Pass in Israel leben. Niemand hat bisher erklärt, warum ein iranisches Frachtflugzeug und dreißig Raketen in derselben sechsundvierzigminütigen Zeitspanne zusammentreffen. Oder warum die Medien, die den Schaden bestätigen sollten, weiterhin schweigen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (171 Antworten).

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