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Fenicio: 74 % Rendite 2021 und ein Depot mit 34 % Öl
Ein 28-jähriger spanischer Beamter erzielte 2021 eine Rendite von 74 %, davon 34 % seines Depots in Ring Energy. 2022 fiel die YTD-Rendite auf -0 %. Seine These im Detail.
Ein 28-jähriger Beamter steigt in einem Monat von 74.000 auf 83.600 Euro
Die erste Regel dieses Depots schrieb sein Ersteller nieder, bevor er eine einzige Zahl zeigte: null Risikoaversion und Geduld wie ein Diamant, solange die Fundamentaldaten nicht kippen. Mit dieser Prämisse legte ein 28-jähriger Beamter, Energietechnik-Absolvent der UPM (Technische Universität Madrid) und angehender Staatsdiener im Auswahlverfahren, Ende Juli 2021 ein Depot von 74.408 Euro offen, dessen Konzentration selbst den gefasstesten Fondsmanager ins Schwitzen bringen würde: Ring Energy machte 34,31 % des Gesamtwerts aus, Kistos weitere 19%. Zusammen lag mehr als die Hälfte des Vermögens in Öl und Gas.
Der Rest des Inventars war eine Mischung aus australischen Minenunternehmen, einem schwedischen Wettanbieter, einem Hersteller von Gaming-Peripherie und einem Unternehmen für Dokumentenscanning. Keine Indexfonds. Keine Fonds. Die erklärte Idee war, das Ivy Portfolio nachzubilden und auf Gold, Rohstoffe, Aktien, Private Equity und Immobilien zu verteilen, wobei der Ersteller zugab, dass ihm fast alles andere zu teuer erschien.
Der Kredit von der Mutter und der Fehler, Hess Midstream nicht zu kaufen
Die persönliche Geschichte hinter den Zahlen ist genauso unverblümt wie der Rest. Im April 2020 beschloss er, mit 20.000 Euro in der Tasche sich weitere 30.000 zu leihen. Von dieser Schuld schuldete er noch 21.500 Euro seiner eigenen Mutter. Und er gestand den Fehler ein, der ihm am meisten wehtut: Er bekam kalte Füße und stieg nicht in Hess Midstream ein – eine Position, die nach seiner eigenen Rechnung ein 3-Faches und eine monatliche Dividende von 600 Euro gebracht hätte.
Der Notgroschen betrug 2.500 Euro. Das Nettovermögen rund 62.600. Und der Ersteller rechtfertigte das mit einem Augenzwinkern: if funsionario („Beamter halt" – ein Wortspiel mit seiner beruflichen Sicherheit).
Was hinter Ring Energy steckt: innerer Wert von 6,4 Dollar bei 36 Dollar je Fass
Die Starthese des Erstellers verdient einen eigenen Abschnitt. Seine Berechnung des inneren Werts für Ring Energy ergab 6,4 Dollar je Aktie bei einem Kurs von 2,5. Der Knackpunkt liegt in den Annahmen: Das Unternehmen verwendet einen Diskontsatz von 10 % und einen WTI-Preis von 36 Dollar, während Rohöl fast zum Doppelten notierte. In diese Reserven flossen die unproved-Reserven nicht ein, die noch etwas mehr hergeben könnten.
Das Gegengewicht lieferte der Ersteller unaufgefordert selbst: 300 Millionen Dollar Schulden und direkte Exposition gegenüber jeder Straffung der Federal Reserve. Die Sicherheitsmarge existiert. Die Narbe auch.
Von 74 % Jahresrendite zu -0 %: der Kater von 2022
Das Jahr 2021 schloss mit einer TWR-Rendite von 74,47 % und 76,68 % MWR. Seit Oktober 2019: 40,30 % TWR und 89,45 % MWR. Zahlen, die der Anleger selbst als schwer wiederholbar bezeichnete. Im Februar 2022, als die Invasion der Ukraine bereits Schlagzeilen machte, klang die Botschaft anders: YTD-Rendite von -0 % und ein Verlust von 33 Euro. Heute ist ein trauriger Tag, schrieb er, bevor er bestätigte, dass er mit einem auf Energie konzentrierten Depot weiterhin zufrieden sei.
Dazwischen rege Optionsgeschäfte: verkaufte Puts auf Enova mit Strike 30, auf NMM mit 30, auf ARC mit 2,5, Calls auf ARC mit 5 Dollar für 0,1 Prämie. Der Oktober 2021 schloss mit einem Depotwert von 83.607 Euro gegenüber 74.039 Euro im Vormonat, wobei 5.000 Euro entnommen wurden, um Aptera aufzustocken. Der Ersteller führte das auf das Glück der veränderten Öl-Erzählung infolge der Energiekrise in Großbritannien zurück.
Die Hongkonger Matrjoschka, die auf den Radar kam
Es ging nicht nur um Rohöl. In einem der meistbewerteten Beiträge stellte der Ersteller Asia Standard Hotel (Ticker 292) vor: eine Familie mit 66 % des Kapitals, fünf Hotels im Zentrum von Hongkong, ein Projektentwickler in Kanada und Bankschulden. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten und zerlegte die Struktur: Asia Standard International ist der eigentliche Entwickler, Asia Orient (Ticker 214) kaum mehr als ein Finanzvehikel, und das gesamte Konglomerat funktioniert wie ein Matrjoschka-Spiel, bei dem der Minderheitsaktionär die Zeche zahlt.
Die Diskussion driftete zu einem unbequemeren Thema ab: Wucher als Anlagekategorie. Ein Teilnehmer forderte einen Mindestfilter, KGV unter 5, bevor er sich überhaupt etwas ansah. Der Depot-Ersteller räumte seine Bevorzugung der USA aus Rechtsgründen ein und gestand, dass ihm Chinas Bilanzen Misstrauen einflößten. Ein Diktator in einer nichtkommunistischen Diktatur, fasste er zusammen, beruhige ihn ebenfalls nicht.
Der genaue Punkt, an dem die Analyse hakt
Das Depot dieses künftigen Beamten ist ein unfreiwilliges Experiment zu einer Frage, die die Branche meidet: Wie viel der Rendite eines konzentriert in Energie investierten Privatanlegers ist These, und wie viel ist der Zyklus? Die 74 % von 2021 fielen mit dem besten Öljahr eines Jahrzehnts zusammen. Die -0 % von 2022, mit demselben Depot, kamen, als Rohöl drehte. Der Ersteller seinerseits verkaufte weiter Puts und kaufte Aptera, überzeugt, dass die Sicherheitsmarge von 6,4 gegenüber 2,5 Dollar das Risiko rechtfertigt. Die Schuld bei seiner Mutter besteht weiterhin – und die Rechnung, die sie stützt, auch.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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