Top 7 Philosophen: ein Kanon, der sich nicht einig wird
Mitten im 21. Jahrhundert ist die Liste der sieben wichtigsten Philosophen weiterhin ein Schlachtfeld. Selbst darüber, ob Sokrates, Platon und Aristoteles an der Spitze stehen sollen, sind sich die Meinungen geteilt. Ein aktueller Überblick über die Vorschläge zeigt: Ein Konsens ist eine Chimäre.
Der traditionelle Kanon: unantastbar?
Für eine Mehrheitsströmung sind die Top 3 nicht verhandelbar: Sokrates, Platon und Aristoteles. Danach ist die Uneinigkeit total. Die Listen nennen Kant, Hegel, Nietzsche, Hume, Descartes, Schopenhauer, Thomas von Aquin oder Kierkegaard, stets jedoch mit der Prägung der kontinentaleuropäischen Philosophie. Wer diesen Kanon verteidigt, beruft sich auf den grundlegenden Einfluss des griechischen Trios.
Die pessimistische und östliche Alternative
Gegen die offizielle Erzählung erheben sich Stimmen, die den Eurozentrismus anprangern. Der spanische Philosoph Carlos Blanco, mit einem IQ von 160, ordnete Nagarjuna unter die sechs Größten ein und öffnete damit die Tür zum östlichen Denken. Andere fordern Heraklit als den wahren Genie, der ein mentales Modell der Natur entwarf. Und manche schlagen eine radikal andere Liste vor: Hegesias, Al-Ma'arri, Mainländer, Bahnsen, von Hartmann, Caraco und Benatar, alle Pessimisten oder Nihilisten, als die eigentlichen Großen.
Die offenen Streitfragen
Das Fehlen von Hume empört manche. Die Aufnahme Hegels kritisieren andere. Sogar über die Präsenz von Paulo Coelho oder El Fari wird ironisiert. Was die Debatte zeigt: Die Philosophie lebt gerade deshalb, weil es kein endgültiges Ranking gibt. Wer schließlich entscheidet, was sich Philosophie nennen darf?
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