Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Cie Automotive: Vom Penny-Stock zur 9-Euro-Marke
Ein Forum-Nutzer schildert seine Wette auf Cie Automotive, das nahe an die 9 Euro rückt. Der Nettogewinn sinkt und Großaktionäre verkaufen.
Es gibt eine Paradoxie, die die Geschichte von Cie Automotive an der Börse zusammenfasst: Die Aktie ist im Jahresverlauf um fast 50 % gestiegen, kratzt bei hohem Volumen an der Marke von 9 Euro und wird dennoch von Teilen des Forums skeptisch beäugt. Der Einstieg eines Privatinvestors zu einem Durchschnittspreis von 8,02 Euro, mit Blick auf die Vereinbarung mit der indischen Mahindra-Gruppe, dient als Leitfaden, um zu verstehen, warum ein kleiner Wert aus dem spanischen Freiverkehr (Mercado Continuo) zu einer der meistdiskutierten Wetten des Jahres geworden ist.
Was ist Cie Automotive und warum spricht man darüber?
Cie Automotive ist eine Unternehmensgruppe, die sich auf Automobilkomponenten spezialisiert hat. Sie ist im spanischen Freiverkehr notiert und weist geringe Handelsvolumina auf, was sie im Börsenjargon in die Kategorie der Penny Stocks einordnet. Ihr jüngster großer Schritt ist die Vereinbarung mit der indischen Mahindra-Gruppe, die 10 Produktionsstätten in Indien und 6 in Europa integrieren wird, mit einer Belegschaft von 10.000 Menschen und einem jährlichen Umsatz von über 2 Milliarden Euro ermöglichen soll. Das erklärte Ziel des Präsidenten Antón Pradera ist es, dank des asiatischen Marktes bis 2017 einen Umsatz von 3 Milliarden Euro zu erreichen. Das Unternehmen wird in Madrid und São Paulo gehandelt, und die Vereinbarung ebnet den Weg für eine Notierung auch an der Bombay Stock Exchange.
Die Zahlen jedoch stützen die Erzählung nicht vollständig. Die zuletzt bekannten Ergebnisse wiesen einen Nettogewinn von 60,7 Millionen Euro aus, ein Rückgang von 1,47 % gegenüber dem Vorjahr, obwohl das EBITDA um 7,2 % stieg. Im vorangegangenen Geschäftsjahr fiel der Gewinn um 5,4 %, während das EBITDA um 2,4 % wuchs, dank der guten Entwicklung der Verkäufe in Brasilien, die den Rückgang des europäischen Geschäfts kompensierten.
Die Bewegung der Großaktionäre: Abelló und CaixaBank
Wenige Dinge erzeugen an der Börse mehr Misstrauen als der Ausstieg eines langjährigen Aktionärs. Juan Abelló hat seinen Anteil an Cie Automotive vollständig verkauft, indem er die verbleibenden 1,87 % abstieß, nach monatelangen gestaffelten Verkäufen. Zuvor hatte CaixaBank die 5 %, die es über Beteiligungen an Banca Cívica hielt, losgeschlagen und das Paket an die Gesellschaft La Fuente Salada verkauft, die von José Ignacio Comenge kontrolliert wird. Die Operation bescherte der Bank Gewinne und, nach der wohlwollendsten Lesart, Ruhe für die Aktionäre: weniger Papier in den Händen von Zwangsverkäufern.
Die andere Seite der Medaille zeigt die SICAV (Investmentgesellschaft) von César Alierta, die Cie Automotive neben Telefónica, Adveo und ArcelorMittal in ihre Portfolio-Wetten auf spanische Aktien aufgenommen hat. Dass der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Telefónica den Wert im Depot hält, wird als Bestätigung dafür gewertet, dass es sich um mehr als nur einen kurzlebigen Trend handelt.
Der Widerstand bei 9 Euro: Ausbruch oder Deckel?
Die technische Debatte war konstant. Die 9 Euro fungieren seit Jahren als starker Widerstand: Das vorherige Allzeithoch liegt bei 9,24 Euro, erreicht im April 2007. Wer das Chartbild genau betrachtet, argumentiert, dass der Preis außerhalb der Bollinger-Bänder liegt, mit bärischen Divergenzen bei den letzten beiden Hochs und einem fallenden MACD, und dass der Wellenscheitelpunkt bereits erreicht sei. Das alternative Szenario deutet auf eine Korrektur hin zu 8,76 Euro vor einer erneuten Impulsbewegung hin.
Auf der anderen Seite verteidigen einige, dass der Durchbruch über 9 Euro bei hohem Volumen genau das Signal für einen Ausbruch nach oben ist und dass der Wert noch Luft bis zu 10 Euro hat. Die Preisspanne der letzten Wochen reicht von 7,13 Euro beim Rebound am Fibonacci-Level von 62 % bis zu 9,09 Euro bei Verkäufen mit Gewinnmitnahme. Dazwischen fungierten 7,74 und 7,88 Euro als Zwischenstufen.
Das Problem des Volumens und der institutionellen Anleger
Ein Wert mit geringem Handelsvolumen braucht starke institutionelle Hände, um einen langfristigen Widerstand zu überwinden. Dies ist der Widerspruch, der die gesamte Diskussion durchzieht: Die Prognose steigender Umsätze durch den Markteintritt in Asien spricht dafür, aber ohne nachhaltiges institutionelles Volumen könnte der Ausbruch nur ein Strohfeuer bleiben. Der Tag, an dem die Aktie am Morgen um mehr als 4 % fiel und mit einem Plus von 1,50 % schloss, bei einem der höchsten Volumina des Jahres, wurde als mögliches Warnsignal gedeutet. Niemand bestätigte dies.
Der Währungsfaktor und das Brasilien-Geschäft
Die Internationalisierung ist das Kernargument der Bullen-These, aber auch ihre Schwachstelle. Die gute Entwicklung der Verkäufe in Brasilien kompensierte den Rückgang des europäischen Geschäfts, was beweist, dass geografische Diversifizierung funktioniert. Allerdings bedeutet diese Exposition auch, dass das Ergebnis von Wechselkursen und Wirtschaftszyklen abhängt, die das Unternehmen nicht kontrolliert. Die Integration der Mahindra-Werke bringt Skaleneffekte, aber auch operative Komplexität und Ausführungsrisiken in einem Markt wie Indien, der eigene Regeln hat.
Mit der Aktie um die 9 Euro bleibt die unbequeme Frage im Raum: Wenn der Nettogewinn zwei Jahre in Folge fällt und der Wert bereits um fast 50 % zugelegt hat, was muss passieren, damit die 10 Euro ein Boden und kein Deckel sind?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (107 Antworten).
McDonald's verzeichnet einen Kursrückgang, der CEO nennt die Inflation als Ursache. Im Fokus stehen zudem ein möglicher Umsatzrückgang von 20 % in den USA und eine Dividendenrendite nahe 3,5 %.
Die Schwelle, ab der Geld kein Glück mehr kauft, liegt bei 3.000 Euro monatlich inklusive Ersparnissen, laut Berechnungen in der Debatte über den Wert des Reichtums.