Weltraumbergbau: Das Gold des Mars und die falsche Rechnung

Die NASA-Mission Curiosity zum Mars kostete laut Forumsberechnungen 2,1 Milliarden Dollar. Um die Kosten zu decken, müsste das Raumschiff...

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Weltraumbergbau: Das Gold des Mars und die falsche Rechnung
Weltraumbergbau: Das Gold des Mars und die falsche Rechnung

Die Entsendung der Curiosity-Mission zum Mars kostete 2,1 Milliarden Dollar, laut einer im Umlauf befindlichen Berechnung im Forum. Nur um diese Rechnung auszugleichen, müsste das Raumschiff 45.000 Kilogramm Gold zurückbringen, behauptet ein Teilnehmer. Weltraumbergbau wird als der nächste Goldrausch verkauft, aber die einfache Arithmetik – Startkosten, Rückkehrmasse und Metallpreis – hinterlässt ein Loch, das laut Kritikern nicht einmal die beste PowerPoint-Präsentation verdecken kann. Die Begeisterung für SpaceX und seine wiederverwendbaren Raketen prallt frontal auf eine unbequeme Frage: Wer zahlt die erste Rechnung?

Die Berechnung, die die Erzählung demontiert

Die Rechnung ist einfach und für ihre Autoren vernichtend. Die Curiosity-Mission kostete 2,1 Milliarden Dollar, laut einer im Forum kursierenden Berechnung. Um diese Ausgabe mit Gold zu decken, wären 45.000 Kilogramm des Metalls nötig, nach derselben Berechnung. Ein Raumschiff von der Größe eines Badezimmers – das ist es, was zurückkehrt, nicht die gesamte Rakete – transportiert nicht einmal einen Bruchteil davon, behauptet ein Teilnehmer. Die Argumentation fasst eine Nachricht zusammen: "Glauben Sie, dass Sie Tausende von Tonnen Erz in einer Kapsel von zwei Quadratmetern zurückbringen können, die an einem Fallschirm ins Meer fällt?"

Die technische Verteidigung steht dem nicht nach. Manche erinnern daran, dass der Start einer Atlas-V-Rakete 300 Millionen Euro kostete, und dass SpaceX verspricht, das neue wiederverwendbare Starship mit 100 Tonnen Nutzlast für weniger als die Hälfte dieser Summe auf den Mars zu bringen. Das Problem ist nicht die Hinreise, sondern die Rückreise. Die kinetische Energie beim Wiedereintritt unterscheidet nicht zwischen 1.000 Kilogramm und 100.000, behauptet ein Teilnehmer. Und Fallschirme skalieren nicht.

Welche Unternehmen können Asteroidenbergbau betreiben?

Die Frage im Titel hat mehrere Antworten, keine davon bestätigt. SpaceX gilt aufgrund seiner Startkapazität als Favorit, ist aber nicht börsennotiert. Tesla wird als das Unternehmen erwähnt, das "viel Lärm" um dieses Thema macht, obwohl sein Geschäft nicht der Bergbau ist. Andere Verweise zielen auf Rüstungs- und Luftfahrtunternehmen ab, und manche scherzen über fiktive Science-Fiction-Konzerne. Die Realität ist, dass kein börsennotiertes Unternehmen einen glaubwürdigen Plan zur Mineralrückgewinnung vorgelegt hat.

Der erste Schritt, der in Betracht gezogen wird, ist nicht der Mars, sondern ein S-Typ-Meteorit von etwa 10 Metern, der sich in weniger als zweifacher Entfernung Erde-Mond befindet. Von dort könnten "50 oder 100 Kilogramm seltene Materialien und Gold" gewonnen werden, so ein Teilnehmer. Danach käme der Mars, mit unbemannten Missionen, die Ausrüstung hinbringen und beladen zurückkehren würden. Die erste bemannte Reise würde sich, wenn überhaupt, Mitte der 2030er-Jahre ereignen, so derselbe Teilnehmer.

Das geologische Problem: Wir wissen nicht, was darunter liegt

Die solideste Kritik kommt nach Ansicht einiger Teilnehmer nicht aus der Raumfahrttechnik, sondern aus der Geologie. "Wir sind nicht in der Lage, hydrothermale Lagerstätten im Untergrund oder von submarinen Schloten zu identifizieren und zu charakterisieren, und wir gehen zu einem Planeten oder Asteroiden, von dem wir nur vier Fotos der Oberfläche haben." Die Zusammensetzung der Asteroiden wird durch Fernerkundungsmethoden geschätzt, behauptet ein Teilnehmer. Erst wenn gebohrt und Proben entnommen werden, weiß man, was vorhanden ist und in welcher Menge. Auf der Erde kostet diese Phase der Erkundung Millionen und Jahre.

Hinzu kommt das geopolitische und wirtschaftliche Risiko. Wenn enorme Mengen an Gold oder seltenen Metallen gebracht würden, würde der Preis schlicht deshalb abstürzen, weil die Knappheit verschwindet, behauptet ein Teilnehmer. Weltraumbergbaufirmen würden sich dabei wiederfinden, wertloses Metall zu verkaufen, um Millionenkosten zu decken. Ein wirtschaftliches Schachmatt, das laut diesem Teilnehmer niemand gelöst hat.

Die irdische Alternative: Es gibt noch viel zu erkunden

Bevor man zum Mars schaut, sollte man daran denken, dass auf der Erde nicht alles erschöpft ist. Die russische Taiga, Afrika, der Ozeanboden und sogar die Antarktis bergen unerschlossene Ressourcen, so ein Teilnehmer. Das Problem ist nicht die Knappheit, sondern die Extraktionskosten. Der Weltraumbergbau müsste mit diesen Lagerstätten konkurrieren und verliert heutzutage haushoch, behauptet dieser Teilnehmer.

Das realistischste Szenario, das diskutiert wird, ist das einer klassischen Blase: Erst kommt das schnelle Geld, dann platzt sie, und nur Unternehmen, die Jahrzehnte bis zum Gewinn überstehen können, überleben. "Das sind viele Jahre", fasst eine Nachricht zusammen. In der Zwischenzeit tut das Marketing seinen Job. Die PowerPoints sind großartig. Die Bilanzen, nicht so sehr.



Der Weltraumbergbau wird erst beginnen, wenn jemand beweisen kann, dass er etwas Wertvolleres zurückbringen kann, als es kostet, es zu holen. Bis jetzt ist das einzige Metall, das vom Mars zur Erde gereist ist, ohne jemanden ruiniert zu haben, das, was in ein Reagenzglas passt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (107 Antworten).

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