CATL 44 % unter Höchststand: die chinesische Wette, die spaltet

CATL ist trotz Natriumbatterien für 10 Euro/kWh 44 % von seinen Höchstständen gefallen. Die These vom „chinesischen Nvidia“ trifft auf Leerverkäufer und regulatorische Risiken.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

CATL 44 % unter Höchststand: die chinesische Wette, die spaltet
CATL stürzt 44 % unter Höchststand und stellt die These vom chinesischen Nvidia auf die Probe

Lohnt es sich, das Unternehmen zu kaufen, das die Natriumbatterien herstellt, die Lithium ersetzen sollen? Auf dem Papier hat CATL alles: Das Unternehmen produziert massenhaft Natriumzellen, die laut eigenen Angaben **10 Euro pro Kilowattstunde** kosten sollen, zwischen 8 und 15 Jahre halten —20 sind im Visier—, tiefe Entladungen ohne Degradation verkraften, nicht brennen und extreme Temperaturen aushalten. Das Problem ist, wie immer in China, nicht das Produkt. Es ist der Aktienkurs.

Die Notierung in Hongkong verzeichnet seit der Veröffentlichung der Investmentthese einen **Rückgang von 44 %**, und an einem einzigen jüngeren Handelstag verlor der Wert **11 %**. Hinter dem Absturz stehen, so heißt es, Leerverkäufe, die JP Morgan und Goldman Sachs gegen die Aktie eröffnet haben sollen. Das Unternehmen ist gut; das Timing eine Katastrophe.

Natriumbatterien: das Produkt, das den Hype rechtfertigt

Das Geschäft ergibt industriell Sinn. Natriumzellen eignen sich wegen ihrer **geringen Energiedichte** weder für Smartphones noch für Oberklasse-Autos, passen aber perfekt in die stationäre Energiespeicherung, wo Gewicht kaum eine Rolle spielt und der Preis alles ist. Auch für günstige Elektroautos wäre Platz. Der Rohstoff, Salz, ist im Vergleich zu Lithium ein Witz.

Manche gehen weiter und behaupten, diese Batterien werden für die Energiespeicherung das sein, was VHS-Kassetten für das Heimvideo waren: das Format, das eine Technologie populär macht, bis etwas Besseres kommt. Die nächste Station wäre der Festkörperakku – noch ohne Datum.

Warum fällt CATL an der Börse, wenn das Geschäft läuft?

Hier öffnet sich der Riss. Die eine Seite argumentiert, die Chinesen erfindeten nichts – die Chemie sei alt –, aber sie perfektionieren und skalieren mit staatlicher Unterstützung. BYD und CATL wären verkappte Staatsunternehmen: Niemand setzt 10.000 Ingenieure zur Forschung an, ohne dass ein Staat dahintersteht. Diese Muskelkraft erklärt das Produkt – und auch das Risiko.

Die andere Seite blickt auf den Zwanzig-Jahres-Chart und sieht Rot. Niedrige KGV, üppige Dividenden, Netto-Liquidität… und ständige Kursverluste. Die Interventionen der chinesischen Regierung, die ein Unternehmen strangulieren kann, wenn es ihre Gunst verliert, schlagen eine Risikoprämie auf, die westliche Anleger nicht immer einkalkulieren. Die Opportunitätskosten, das Geld dort statt anderswo zu haben, wiegen schwer.

Die chinesische Dividende als Zuflucht

Gegen die Panik spricht eine kühlere Strömung: Der chinesische Aktienmarkt eignet sich zum Beziehen stabiler Einkünfte. Unternehmen mit Liquidität und satzungsgemäßen Ausschüttungen, die weiter zahlen, selbst wenn der Index abstürzt. Wenn der US-Markt seinen eigenen langen Bärenmarkt bekommt – und das wird er –, werden viele entdecken, wer nackt badete. Die Diskussion ist im Kern die alte: Wachstum gegen Rente, Casino gegen Dividende.



Am Ende lautet die Frage nicht, ob CATL gut ist. Ist es. Die Frage ist, wie oft man noch billig nachkaufen muss, damit es aufhört zu fallen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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