Benidorm genehmigt 20 Hotels und 2.300 Hochhaus-Wohnungen

Der Stadtrat von Benidorm gibt grünes Licht für die Levante-Erweiterung: 20 Hotels und über 2.300 Wohnungen in Türmen mit mindestens 20 Stockwerken.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Benidorm genehmigt 20 Hotels und 2.300 Hochhaus-Wohnungen
Benidorm genehmigt 2.300 Wohnungen und 20 Hotels in 20-stöckigen Türmen

Während andere Städte ihre eigenen Höhenbegrenzungen diskutieren, ist der Stadtrat von Benidorm bereit, rund zwanzig Hotels und mehr als 2.300 Wohnungen in Wolkenkratzern mit einer Mindesthöhe von 20 Stockwerken zu genehmigen. Der endgültige Entwurf des Teilbebauungsplans Levante-Erweiterung (Ensanche Levante), veröffentlicht von La Vanguardia, geht in den Stadtrat, wobei Bürgermeister Toni Pérez (PP) mit absoluter Mehrheit regiert und ein Argument vorbringt, das bereits zum Markenzeichen geworden ist: „Das charakteristische vertikale Stadtmodell von Benidorm wird fortgeführt, das uns zu einem Referenzpunkt in Sachen Nachhaltigkeit gemacht hat.“

Den Kontrast stellen einige Teilnehmer der Debatte her: In einer Stadt, in der Millionen Menschen leben, wäre diese Höhe nicht erlaubt, während hier zwanzig Stockwerke auf einem der am stärksten belasteten Abschnitte der Mittelmeerküste genehmigt werden. Das betroffene Gebiet umfasst 575.371,20 Quadratmeter.

Was die Levante-Erweiterung baut: alle Zahlen des Plans

Die Aufteilung verrät viel darüber, wofür gebaut wird. Der Plan sieht 1.564 Ferienwohnungen, rund 780 Wohnraumwohnungen und etwa zwanzig Hotelbetriebe vor. Übersetzt: Der Tourismus erhält den größten Anteil der bebauten Fläche, und dauerhafter Wohnraum erscheint fast nur als Beiwerk.

Die grünen Flächen sind das, was die Stadtverwaltung hervorhebt, wenn es um Nachhaltigkeit geht: ein zentraler Park von 61.629 Quadratmetern, fast 13.000 Quadratmeter Gärten und mehr als 23.000 Quadratmeter fußläufige Freiflächen. Für Bildungszwecke werden 13.917 Quadratmeter auf zwei Grundstücken reserviert. Die Vereinbarung, die dem Stadtrat vorgelegt wird, enthält die Anforderung an die Vereinigung für städtisches Interesse (Agrupación de Interés Urbanístico), die die Entwicklung fördert, die Einhaltung der ökologischen und territorialen Prognosen des Plans alle zwei Jahre zu überprüfen.

Nach der Genehmigung können die Grundstückseigentümer die Verfahren für das Erschließungs- und Umlegungsprojekt starten. Dort beginnt der echte Zeitplan, nicht nur der für Fotos.

Ist die vertikale Stadt nachhaltig oder ein Glücksgriff mit guter Presse?

Laut der offiziellen Darstellung befreit die Konzentration der Bebauung in der Höhe Boden und reduziert den Fußabdruck der verstreuten Urbanisierung. Unter diesem Aspekt wäre Benidorm die tugendhafte Ausnahme im Vergleich zu Siedlungen mit Einfamilienhäusern und Reihenhäusern, die im Norden von Alicante kilometerweise Natur verschlungen haben.

Die andere Hälfte der Analyse behauptet genau das Gegenteil. Die Konzentration großer Baumassen in Türmen erfordert mehr Energie, um Wasser und Personen nach oben zu befördern, und zwingt dazu, die Blöcke voneinander zu trennen, damit die Erdgeschosse Licht erhalten, was wiederum mehr versiegelte Flächen und Transportaufwand verschlingt. Der Vergleich mit mittelgroßen Städten – laut dieser Lesart bewohnbarer – schneidet schlecht ab. Und wenn man den Effekt auf die Küste hinzurechnet, wird die Diagnose düster: Manche sprechen von einem Glücksgriff und einer bereits zerstörten Küste, mit dem Argument, dass der erzeugte Wohlstand nicht bei denen ankommt, die ganzjährig dort leben, deren Löhne aber nicht zu den Mieten passen.

Hier wird kein Projekt diskutiert. Hier wird ein Landesmodell diskutiert.

Warum man so etwas sonst nirgendwo in Spanien baut

Die Frage, die über der Diskussion schwebt, ist, warum in Strandzonen Gebäude mit 20 Stockwerken für Touristen Platz finden, während es in einer Stadt, in der Millionen leben, verboten ist. Die meistgeäußerte These: Höhenbeschränkungen verteuern den Bodenpreis und damit den Wohnraum. Nach dieser Logik ist das Anheben der zulässigen Bauhöhe kein ästhetischer Laune, sondern eine Möglichkeit, das Angebot zu erweitern. Mehr Höhe, mehr Wohnraum, niedrigerer Preis: Das Syllogismus funktioniert auf dem Papier.

Die Rechnung geht jedoch nicht allein auf. Einige argumentieren, dass angesichts des Wohnungsmangels nur zwei Wege existieren – die Nachfrage senken oder das Angebot erhöhen – und dass keiner davon beschritten wird; eher das Gegenteil. Demselben Narrativ zufolge wurden die günstigen Blöcke anderer Jahrzehnte mit ganzen Siedlungen aus Massen errichtet, die heute keine Vorschrift erlauben würde, und sie waren für die damalige Arbeiterklasse erschwinglich. Wenn das Modell Benidorm funktioniert, prophezeien manche, dass es auf den Rest des Landes exportiert wird. Das Problem, sagen sie, sei das Wasser.

Wie viele Menschen passen rein, welcher Preis bleibt und wer kauft

2.300 Wohnungen und zwanzig Hotels zu einer Gemeinde hinzuzufügen, die in der Hochsaison bereits gesättigt ist, hat eine vorhersehbare Auswirkung auf den Preis und eine weitere auf die Geduld. Eine wiederkehrende Warnung unter denen, die dort Urlaub machen, lautet, nicht im August zu fahren. Wer dies vermeidet, behauptet, man komme jederzeit gut zurecht, wenn man ein paar hundert Meter in Richtung des Levante-Endes oder des Beginns von Poniente geht.

Für jene, die den Markt mit Investorenaugen betrachten, ist die Lesart die gegenteilige. Es wird argumentiert, dass es in Benidorm noch bezahlbare Wohnungen im Vergleich zu anderen Küstenmärkten gibt und dass sich dieses Fenster bald schließen wird. Der Teil der Bucht, der bereits zu Villajoyosa gehört, wird als Zone mit dem besten Verhältnis zwischen Preis und Erwartung hervorgehoben. Hinzu kommt die ausländische Nachfrage: britische Ganzjahresbewohner und internationale Käufer, wie in Torrevieja oder Alicante erwähnt, ein Phänomen, das ein Teil der Analyse als zusätzlichen Druck auf die Preise wahrnimmt.

Was noch zu sehen bleibt

Der Plan wird genehmigt, die Eigentümer werden Papiere bewegen und die Kräne schließlich eintreffen, denn das Baugewerbe hatte lange auf seinen Turn gewartet. Die Zweifel bestehen nicht darin, ob Benidorm wieder nach oben wachsen wird: Das ist bereits entschieden. Die Frage ist, ob die Levante-Erweiterung das Labor sein wird, das andere Gemeinden heimlich kopieren, oder der n-te Turm einer Küste, die kein weiteres Gewicht mehr verträgt. Und bezüglich des Wassers, an dem in der Debatte gezweifelt wird, gibt es ebenfalls keine Antwort.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (113 Antworten).

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