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Bis zu 3.000 € Bußgeld für Parken im Gelände beim Pilzesammeln in Spanien
Die spanische Verkehrsbehörde DGT erinnert daran, dass Parken im Gelände zum Pilzesammeln 200 Euro kosten kann, in Naturparks und Viehtriftpfaden, die vom Seprona überwacht werden, bis zu 3.000 Euro
Parken im Gelände zum Pilzesammeln kann bis zu 3.000 Euro kosten
Herbst, Korb im Kofferraum und ein Feldweg in Sicht. Die Pilzsaison bringt Tausende Autofahrer in das Visier zweier Gesetze, die fast niemand liest: das Ley de Montes (das spanische Waldgesetz) und das Gesetz über Straßenverkehr und Verkehrssicherheit. Beide verbieten pauschal das Fahren und Parken im Gelände, und die DGT hat daran mit einer Warnung erinnert, die in Hobbyisten-Gruppen kursiert: Das Bußgeld kann 3.000 Euro erreichen.
Der Artikel, der die Diskussion ausgelöst hat, verfasst von Mercedes Benítez in El Debate, handelt nicht von einer neuen Gebühr oder Steuer: Es ist ein bereits bestehender Verstoß, der in der Allgemeinen Verkehrsordnung als schwerwiegend eingestuft ist und mit 200 Euro geahndet wird, mit Rabatt 100 Euro. Der hohe Betrag gilt in einem anderen Szenario. Naturparks, ausgetrocknete Flussbetten, Flussufer, Viehtriftpfade und historische Viehtriebrouten sind besonders geschützte Gebiete, die vom Seprona (dem Umweltdienst der Guardia Civil) überwacht werden, und dort wird Parken mit bis zu 3.000 Euro geahndet.
Wo man das Auto abstellen darf
Die Vorschrift lässt wenig Spielraum. Das Fahrzeug ist nur auf ausgewiesenen und ordnungsgemäß beschilderten Parkplätzen erlaubt oder auf den Randstreifen unmittelbar neben einem nicht befestigten öffentlichen Weg. Vorausgesetzt, dass keine Vegetation überfahren wird, keine anderen Fahrzeuge blockiert werden und kein Verbotsschild vorhanden ist. Die im Text angeführte Begründung ist doppelt: Das Gewicht des Autos verdichtet den Boden und begünstigt Erosion, und die Hitze des Katalysators kann trockene Vegetation unter dem Fahrzeug entzünden.
Hinzu kommt die kommunale und regionale Ebene. Die Satzungen jeder Gemeinde und die Vorschriften jeder Autonomen Gemeinschaft können das Fahren auf Wegen und Viehtriftpfaden weiter einschränken, denn das Verbot beschränkt sich nicht auf das Parken: Es umfasst auch das bloße Befahren. Die örtlichen Bestimmungen vor der Abfahrt zu prüfen ist günstiger als die Überraschung im Wald.
Angst als Argument
Die Reaktion ist keineswegs begeistert. Eine Strömung der öffentlichen Meinung liest das als ein weiteres Glied in der Kette von Verboten und Bußgeldern, die nach ihrer Ansicht den Alltag regelt: mehr Regeln, mehr Angst und weniger Raum für Spontaneität. Am entgegengesetzten Ende gibt es Stimmen, die argumentieren, dass das Gelände ohne Regulierung schließlich zu einem Parkplatz würde und dass der Schutz von Boden und Wald kein bürokratischer Gag ist.
Zwischen beiden Lagern taucht ein praktisches Problem auf, das einige Teilnehmer ansprechen: Wenn das Auto weit entfernt auf einem ausgewiesenen Parkplatz steht, verliert der Pilzsammler sein Fahrzeug für Stunden aus den Augen. Wer das anspricht, hält dagegen, dass die Vorschrift zwar den Boden schützt, aber das Eigentum des Pilzsammlers unbeaufsichtigt lässt, ohne Zeugen Diebstählen oder Beschädigungen ausgesetzt. Das ist keine logische Unmöglichkeit, sondern eine echte Spannung zwischen zwei Gütern, die die Vorschrift nicht ausbalanciert.
Die Kleingedruckten-Falle
Das verwirrendste Detail ist die Skala. Dasselbe Verhalten —das Auto auf Vegetation abstellen— kann 100 Euro bei sofortiger Zahlung kosten oder sich verdreißigfachen, wenn der Boden unter irgendeinem Schutz steht. Niemand bestreitet den Betrag, niemand bestreitet die scheinbare Willkür der Karte. Und genau da stockt die Diskussion: Der Schutz des Waldes ist vertretbar, aber wer den Katalog der Viehtriftpfade nicht kennt, weiß nicht, ob er auf 200-Euro- oder 3.000-Euro-Gelände parkt, bis er bereits geparkt hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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