Polizeieinsatz bei Vox-Kundgebung in A Coruña nach Boyottaufruf

Eine Vox-Kundgebung in A Coruña, Spanien, endete mit Polizeieinsätzen und Würfen auf Beamte, so die Beiträge im Thread. Die Debatte über die Sabotage von Wahlkampfveranstaltungen…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Polizeieinsatz bei Vox-Kundgebung in A Coruña nach Boyottaufruf
Polizeieinsatz in A Coruña: Steine und Stühle gegen Vox-Kundgebung geworfen

Eine Vox-Kundgebung auf der Plaza de María Pita in A Coruña, Spanien, endete mit Polizeieinsätzen und Straßengewalt, so die Beiträge im Thread. Nach den im Diskurs geschilderten Zeugenaussagen warfen Gruppen, die zu einer „antifaschistischen" Mobilisierung gegen die Veranstaltung aufgerufen hatten, Steine, Stühle und Poller auf die Beamten. Eine Angestellte einer Bar in der Nähe beschrieb den Schrecken als „grauenhaft", nachdem sie gesehen hatte, wie Demonstranten die Möbel des Lokals holten, um sie auf die Polizei zu werfen. Die Unruhen endeten mit wachsender Anspannung und einer Debatte darüber, wem das Recht zusteht, den öffentlichen Raum zu besetzen.

Der Vorfall öffnet die Diskussion über die Sabotage von Wahlkampfveranstaltungen neu, eine Praxis, die mehrere Stimmen im Thread als illegal bezeichnen. Die Konfrontation ist nichts Neues: Der Fall Vito Quiles wurde als Beleg dafür genannt, dass Zwischenfälle bei Veranstaltungen der Rechten sich wiederholen, ohne dass jemand zur Verantwortung gezogen wird. Der Unterschied diesmal ist das Ausmaß der Auseinandersetzungen und des Polizeieinsatzes.

Was geschah auf der Plaza de María Pita?

Die Beiträge selbst fassen die Abfolge zusammen: Aufrufe zu bis zu drei Demonstrationen der radikalen Linken, um die Kundgebung von Santiago Abascal zu sprengen, Polizeieinsätze zur Eindämmung der Gewalttäter und eine Reihe von schweren Gegenständen, die auf die Bereitschaftspolizei geworfen wurden. Eine Sprecherin der Polizeigewerkschaft warnte, wenn die Rechten gewinne, „werde die Ultralinke die Straßen anzünden". Auf der anderen Seite hielt eine Politikwissenschaftlerin dagegen, „die Polizei schütze die Faschisten", worauf die Gewerkschaftsvertreterin erwiderte, man könne ihre Kollegen nicht „Mörder" nennen.

Der Bericht über den Tag enthält ein Detail, das nach Ansicht einiger Beiträge die These der spontanen Sabotage widerlegt: Der Aufruf zum Boykott der Veranstaltung wurde im Voraus organisiert. Es war keine spontane Versammlung. Es gab Zeit, Fahnen, Parolen und ein Aktionsrepertoire zusammenzustellen, das sich in anderen europäischen Städten wiederholt, wie in der Diskussion angemerkt wurde.

Die Falschmeldung zum Streiktag an den Gymnasien

Einer der ersten Beiträge behauptet, den weiterführenden Schulen sei ein Streiktag gewährt worden, damit die Jugendlichen an der Demonstration teilnehmen könnten. Diese Behauptung wird im Material von keiner Quelle gestützt. Es handelt sich um einen Verdacht ohne Beleg, und so sollte man ihn auch lesen. Belegt sind dagegen der Aufruf zu Protesten und die Anwesenheit organisierter Gruppen.

Die Diskussion verlagerte sich auf das Profil des Vox-Wählers. Gegen das Klischee des älteren Wählers stellen mehrere Beiträge heraus, dass ein großer Teil der Jugend sich aus Müdigkeit über Jahrzehnte der Regierungen von PP und PSOE nach rechts orientiert. Es ist eine Hypothese, kein Wahldatum, aber sie erklärt, warum die Kundgebung zum Ziel wurde.

Der Polizeieinsatz und die Debatte über die Legitimität

Die Polizeieinsätze erfolgten, nachdem Demonstranten Gegenstände auf die Beamten geworfen hatten. Die Szene der zu Geschossen umfunktionierten Barstühle fasst den Tag zusammen. Für einen Teil der Anwesenden war das polizeiliche Vorgehen zurückhaltend; für die anderen unzureichend. Die Diskussion spiegelt eine tiefere Spaltung wider: zwischen denen, die meinen, eine legale Kundgebung dürfe nicht gesprengt werden, und denen, die im Protest jede Mittel legitimiert sehen.

Das juristische Argument ist klar: Die Sabotage von Wahlkampfveranstaltungen ist illegal. Ob sie verfolgt wird, ist eine andere Frage. Die wahrgenommene Straflosigkeit befeuert die Eskalation. Und die Eskalation wiederum nährt das Narrativ derer, die in jeder Vox-Kundgebung eine Provokation sehen.



Die offene Frage ist, inwieweit die Straßengewalt das Abstimmungsverhalten beeinflusst. In A Coruña behaupten einige Beiträge, die Zwischenfälle würden mehr Bürger zu Vox treiben. Andere glauben, der Effekt werde der gegenteilige sein. Unbestreitbar ist, dass Steine flogen und dass die Stühle der Bar gegen die Polizei geworfen wurden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (230 Antworten).

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