Baz Luhrmanns Elvis: das Beste vom jüngsten Kino

Baz Luhrmanns Elvis spaltet die Meinungen: Manche feiern ihn als besten Film des Jahres, andere kritisieren das Porträt des Managers. Lohnt sich der Film?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Film 'Elvis' von Regisseur Baz Luhrmann hat eine lebhafte Debatte unter Cineasten und Musikfans ausgelöst. Mit makelloser Bildgestaltung und beeindruckendem Produktionsdesign halten manche ihn für das Beste, was sie zuletzt gesehen haben. Der Film verzichtet auf die übliche Hollywood-Sensationslust und zeichnet ein familiengerechtes, beschreibendes Porträt des Sängers, wenn auch nicht ohne Kontroversen.



Ein Biopic, das die Meinungen spaltet

Die Darstellungen sorgen für unterschiedliche Urteile. Während der Darsteller von Elvis durchweg gelobt wird, gilt Tom Hanks' Interpretation des Colonel Tom Parker, des Managers des Sängers, manchen als das Schlechteste des Films. Parker wird als umstrittene Figur gezeigt, die den Sänger bis zu dessen Tod ausbeutete. Dieser Fokus auf die dunkle Seite des Managers wird von manchen als notwendig, von anderen als übertrieben empfunden.

Die Musik ist natürlich die Seele des Films. Der Rhythm & Blues, der Blues und der Rock'n'Roll der Ära sind ein Fest für die Sinne, selbst für Zuschauer, die dem Genre nichts abgewinnen können. Manche Zuschauer finden den Film 'übertrieben ästhetisiert' und den Hauptdarsteller gut, können sich aber so richtig nicht mit ihm anfreunden.

Die Wurzeln des Rock als Unterton

Über die Figur Elvis hinaus verlagert sich der Fokus auf die Ursprünge des Rock. Es wird erwähnt, dass der Rock aus dem Blues stammt und dieser wiederum aus den 'Labour Songs' (Arbeitsliedern) des amerikanischen Südens. Das Mississippi-Becken wird als Wiege dieser musikalischen Verschmelzung genannt. Eine Dokumentation desselben Regisseurs mit bisher unveröffentlichtem Material begleitet den Film auf einigen Plattformen und liefert zusätzlichen Kontext.

Unvermeidliche Vergleiche

Der Film wird mit anderen jüngeren Musik-Biopics verglichen, etwa denen über Queen ('Bohemian Rhapsody') oder Elton John ('Rocketman'). Während manche den Elvis-Film für überlegen halten, kritisieren andere, dass der Queen-Film beispielsweise die Essenz von Freddie Mercury nicht eingefangen habe. In jedem Fall scheint Konsens zu bestehen, dass das musikalische Biopic-Kino auf eine ergiebige Ader gestoßen ist.



Mit diesen Zutaten etabliert sich 'Elvis' als ein Film, der niemanden gleichgültig lässt. Unter denen, die ihn gesehen haben, herrscht das Gefühl, dass er den Geist einer unnachahmlichen Musikära zurückbringt, auch wenn einige Aspekte der Erzählung weiterhin für Unmut sorgen. Die Frage ist, ob dieser Film die Zeit überdauern wird oder nur eine weitere Stilübung bleibt.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver