Duschwanne austauschen: Falsch gesetztes Ventil kostet 1.000 Euro

Eine beschädigte Duschwanne aus Harz reißt Fliesen mit und treibt die Rechnung auf 1.000 Euro. Der Ablauf selbst ist günstig; der Abbruch kostet alles Übrige.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Duschwanne austauschen: Falsch gesetztes Ventil kostet 1.000 Euro
Tausend Euro für den Austausch eines falsch gesetzten Ablaufs

Ein ungeschickt eingebautes Ablaufventil in einer Duschwanne aus Harz führt zu Tropfwasser in der Wohnung darunter. Der Eigentümer, der weit entfernt wohnt, bittet den Mieter, einen Klempner zu suchen. Und der Klempner warnt beim Anblick der Wanne: Sie auszubauen, ohne sie zu zerstören, ist unmöglich. Dann kommt ein Fliesenleger ins Spiel, der 500 Euro allein dafür verlangt, die erste Fliesenreihe abzunehmen und den Boden neu zu verlegen. Dazu kommen der Lohn des Klempners und die neue Wanne. Geschätzte Summe: 1.000 Euro. Die Versicherung des Eigentümers übernimmt die Schäden beim Nachbarn, nicht aber die eigene Reparatur, da sie diese als Einbaufehler einstuft.

Die Frage des Mieters ist die von jedermann: Kostet es wirklich tausend Euro, eine Wanne dort einzubauen, wo schon eine war? Die kurze Antwort: Den Preis macht nicht der Ablauf, sondern der Abbruch. Eine Harzwanne lässt sich nicht demontieren: Sie muss zerschlagen werden. Und dabei reißt sie die Fliesen mit. Das ist die Rechnung.

Warum die kleine Wanne teurer kommt als die große

Die Logik des Fliesenlegers ist aus seiner Bequemlichkeit heraus einwandfrei: Ist die neue Wanne kleiner, muss mehr Boden ergänzt werden. Bei gleicher Größe entfällt dieser Posten. Aber große Harzwannen sind selten, und Wannen aus anderen Materialien gibt es nicht in den benötigten Maßen. Die vermeintliche Ersparnis beim Kauf frisst die Maurerarbeit auf. Manche meinen, die Lösung sei, eine Wanne in gleicher Größe und Höhe zu suchen, die alte zerschlagen auszubauen —lieber zerbricht die Wanne als die Fliese— und die neue daraufzukleben. Alles an einem Vormittag erledigt.

Die optimistischste Rechnung, die kursiert, setzt den Lohn auf 200 Euro herab. Die pessimistischste entspricht dem bereits Bekannten: Angebote von 1.100 Euro für den Ausbau einer Badewanne und den Einbau einer gemauerten 1,80er-Wanne. Dazwischen: ein Fall, der nach einem vollen Arbeitstag mit 250 Euro abgeschlossen wurde, und einer, der mit zwei Hobby-Nachmittagen, einer Wanne für gut hundert Euro und fünfzig Euro diverse Material gelöst wurde.

Der Sikaflex-Weg: sechs Euro gegen tausend

Bevor irgendwas aufgeschlagen wird, schlägt ein Teil der Analyse den chemischen Abkürzungsweg vor. Sieb abschrauben, prüfen, ob das Ventil Spiel hat, und den Kontaktdurchmesser zur Wanne sowie die Innenkanten des Rohrs mit Sikaflex abdichten. Gründlich trocknen lassen, notfalls mit dem Föhn. Ein beschriebener Fall: Undichtigkeit, die zum Nachbarn tropfte, an einem Nachmittag mit 6 Euro Material gelöst. Ein anderer, ambitionierter: Zugang zum Gewindefitz über eine aufgebrochene Fliese und Nachziehen der Verschraubung.

Der berechtigte Zweifel: Bewegt sich der Ablauf nicht, kommt das Dichtmittel nicht hinein. Und wenn die PVC-Rohre gelöst sind, klebt der Tropfrand des Rohrs sie nicht wieder zusammen. Ausprobieren kostet wenig. Nicht ausprobieren kostet tausend.

Die Versicherung, die den Nachbarn zahlt, aber nicht deine Dusche

Hier liegt der Kern, den niemand bestreitet: Die Police des Eigentümers zahlt die Schäden unten, schiebt aber die eigene Reparatur mit dem Hinweis auf mangelnde Wartung ab. Das ist das übliche Muster. Einem Betroffenen erging es so mit einer Badewanne: Die Versicherung erklärte sich für zuständigkeitsfrei, als der Austausch längst erledigt war.

Die technische Alternative existiert: Die Decke des Nachbarn besteht aus Platten und lässt die Rohre sichtbar. Hätte man das Ventil nicht von unten wechseln können? Der Klempner, der schließlich 250 Euro kassierte, verwarf das: Das Rohr ist enger als das Ventil. Keiner der vier Fachleute, die sich das Problem ansahen, schlug diesen Weg vor. Die Sache bleibt genau dort stehen, ungeklärt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (35 Antworten).

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