Auszählung der US-Zwischenwahlen beginnt in Indiana und Kentucky

Über 33 Millionen Vorabstimmen in Indiana und Kentucky, während Demokraten in republikanischen Bezirken Boden gutmachen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Auszählung der US-Zwischenwahlen beginnt in Indiana und Kentucky
Aus zählung der US-Zwischenwahlen beginnt in Indiana und Kentucky

Kann ein republikanischer Bezirk mit mehr als 20 Punkten Vorsprung über Nacht kippen? Das ist die Frage seit Mitternacht spanischer Zeit, als die Wahllokale in Indiana und Kentucky schlossen und die ersten Daten zur Halbzeitwahl des Kongresses eingingen. Die Auszählung begann mit über 33 Millionen vorab abgegebenen Stimmen – 18 % mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2022 – und einem Signal, das alle Alarmglocken läuten ließ: Der 5. Bezirk von Indiana, eine republikanische Hochburg mit Vorteilen von über 20 Punkten bei den letzten Wahlen, lag bei 30 % ausgezählter Stimmen mit mehr als 20 Punkten Vorsprung für die Demokraten vorn, laut Berechnungen aus dem Forum.

Was bei diesen Wahlen entschieden wird

Das gesamte Repräsentantenhaus, alle 435 Sitze, die alle zwei Jahre neu gewählt werden. Ein Drittel des Senats, etwa 33 oder 34 Sitze der Klasse 2 sowie Vakanzen. Zusätzlich 36 Gouverneure, Staatsparlamente und lokale Referenden. Der Präsident steht nicht auf dem Stimmzettel, doch das spielt kaum eine Rolle: US-Medien rahmen die Wahl als Referendum über Trump, und viele Wähler stimmen entsprechend ab. Das institutionelle Paradoxon besteht darin, dass die Exekutive nicht Gesetzgebung betreibt; diese Kompetenz liegt beim Kongress. Verliert er das Repräsentantenhaus, ist die Haushaltsverabschiedung ohne Zustimmung der Opposition vorbei, und die Kontrolle über Ausschüsse wechselt: Vorladungen, Anhörungen und Skandale rücken ins Rampenlicht.

Der unerwartete Umschwung in Indiana

Bei 31,5 % ausgezählter Stimmen im 3. Bezirk von Indiana führte der Demokrat Thompson mit 14 Punkten gegen den Republikaner Stutzman in einem Gebiet, das Trump mit 31 Punkten Vorsprung gewonnen hatte, laut Daten aus dem Thread. Im 5. Bezirk lag der demokratische Vorsprung bei 30 % ausgezählter Stimmen über 20 Punkten. Das beunruhigendste technische Detail: Alle elektronisch erfassten Stimmen zeigten in dieselbe Richtung, obwohl die Republikaner dort vor zwei Jahren drei Punkte Vorsprung hatten. Zum Zeitpunkt dieser Zeilen lag die Auszählung in mehreren Sitzen noch bei 3 %.

Die Debatte um die Bezeichnung

Terminologische Diskussionen bestimmten den Tag: „Zwischenwahlen“, „Halbzeitwahlen“ oder „Mitte der Legislatur“. Die wörtliche Übersetzung des englischen Begriffs „midterm“ hat kein exaktes Äquivalent im Deutschen, und in den meisten europäischen Ländern gibt es solche Wahlen nicht, da Sitze nur alle vier Jahre vergeben werden. Die Nuance ist wichtig: In den USA werden Kongress und Senat alle zwei Jahre erneuert, und nur jede zweite dieser Wahlen fällt mit einer Präsidentschaftswahl zusammen.

Anomalien im Wählerregister

Eine weitere angeführte Anomalie: Das System der Vorregistrierung, bei dem Wähler ihre Parteizugehörigkeit deklarieren. Die Stimme ist geheim, die Registrierung jedoch nicht, was aus europäischer Sicht wie ein perverser Anreiz zur Polarisierung wirkt. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich eine lange Nacht ab. Die ersten Schließzeiten wurden eingehalten. Die endgültigen Ergebnisse nicht.

Am Ende bleibt die stets gleiche Ironie: Ein Land, das seit zwei Jahren diskutiert, ob sein Präsident ein Problem darstellt, entscheidet die Farbe der Kammern danach, wie sehr die Bewohner des Weißen Hauses die Wähler ärgern. Und die Bezirke, die heute zu sinken scheinen, waren vor nur einem Wahlzyklus unantastbare Festungen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (54 Antworten).

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