Zugunfall in Spanien: Verdacht auf Sabotage bei Urda

Der Zugunfall von Urda in Spanien forderte 69 Tote ohne offizielle Schlussfolgerung. Ein Nutzer verdächtigt das israelische Unternehmen Cylus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zugunfall in Spanien: Verdacht auf Sabotage bei Urda
Urda: Der Sabotageverdacht, der nicht ganz passt

Ein Zug prallt nicht zufällig gegen einen anderen, besonders wenn die Infrastruktur seit Monaten Warnungen aussendet. Der Unfall von Urda, der 69 Todesopfer forderte, hat eine Lücke im offiziellen Narrativ gerissen: die Möglichkeit, dass es sich nicht nur um ein Versagen veralteter Systeme handelte, sondern um vorsätzliche Sabotage. Das israelische Unternehmen Cylus, das die Bahnsicherheit zusammen mit Thales prüfte, steht im Mittelpunkt des Verdachts. Es gibt keine Beweise, aber auch neun Monate später keinen offiziellen Bericht.

Das System versagte vor dem Unfall

Die von Eisenbahnexperten verwalteten Daten deuten auf eine anhaltende Degradierung hin. Das ERTMS-System, das hätte funktionsfähig sein sollen, war immer noch nicht implementiert. Die Arbeitnehmer hatten schriftlich über einen Anstieg der Vorfälle berichtet. Das Management reagierte nicht. Angesichts dieser Lage stellt sich nicht die Frage, ob das System versagen konnte, sondern wie lange es dauern würde, bis es dies tut.

Manche behaupten, ein Anschlag wäre die einfachste Erklärung: Jemand mit Zugang zu den Systemen habe den Kontrollstellen und Lokführern falsche Informationen angezeigt. Die Firma Cylus hatte diesen Zugang. Und Netanjahus Drohungen gegen Spanien, wie sie in Medien und sozialen Netzwerken kursieren, helfen nicht, diese Möglichkeit auszuschließen.

Der Schatten der Madrider Anschläge und der NATO-Manöver

Der Vergleich mit den Terroranschlägen vom 11. März 2004 in Madrid ist nicht unbegründet. Zehn Jahre vor dem Anschlag führte die NATO in Madrid Manöver durch, bei denen Bomben in Zügen simuliert wurden. Der Generalsekretär der Allianz, Jaap de Hoop Scheffer, bezeichnete die Übereinstimmung als „schicksalhaften Zufall“. Dies wurde nie vollständig geklärt. Nun ist die Übereinstimmung eine andere: Cylus prüfte das Netz Wochen vor der Katastrophe.

Auch Skeptiker haben Argumente. Die Infrastruktur war so stark verschlissen, dass ein Unfall nur eine Frage der Zeit war. Mit oder ohne Sabotage wäre der Zug entgleist. Dies ist die These derer, die glauben, dass die Suche nach einem externen Schuldner eine Form der Vertuschung politischer und technischer Fahrlässigkeit ist.

Wer profitiert von der Erzählung des Anschlags?

Der Unfall von Urda hat nicht nur Opfer hinterlassen. Er hat ein umstrittenes Narrativ hinterlassen. Ein Teil der Analyse vertritt die Ansicht, dass die Regierung einen äußeren Feind braucht, um von ihrem Management abzulenken. Ein anderer Teil glaubt, dass die Opposition die Tragödie nutzt, um die Exekutive zu schwächen. Dazwischen liegen die Toten.

Die einzige rentable Strecke des spanischen Hochgeschwindigkeitszugs (AVE) ist Madrid-Barcelona. Der Rest macht Verluste. Der Hochgeschwindigkeitsverkehr könnte, ähnlich wie die Concorde, in seinen wirtschaftlichen Niedergang eintreten. Und ein Unfall dieses Ausmaßes beschleunigt jedes Ende.

Was noch unklar bleibt

Es gibt keinen offiziellen Bericht. Keine Schlussfolgerungen. Neun Monate später sind die Ermittlungen noch offen. Wer Antworten will, muss warten. Oder fragen. Ist es möglich, dass Urda ein Anschlag war? Die ehrliche Antwort lautet, dass niemand es weiß. Und wer es entschieden bestreitet, hat ebenfalls keine Beweise.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (35 Antworten).

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