Arcelor Mittal: Doppelboden, bärische Divergenz und keine Einigung in Sicht

Arcelor Mittal hat einen Doppelboden bestätigt und sein Kursziel erreicht, scheitert aber am Widerstand bei 10,75 mit bärischer MACD-Divergenz. Der Wert bleibt…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Arcelor Mittal: der Doppelboden, den niemand als bestätigt gelten lassen will

Es gibt einen Wert, der seit Monaten alle nervös macht. Arcelor Mittal zeichnete in den Wochencharts einen Doppelboden, bestätigte ihn und vollendete ihn – und lebt seitdem gefangen zwischen 9 und 10 Euro, mit gelegentlichen Ausflügen Richtung 13. Die meist wiederholte These der technischen Analyse lautet, dass der Stahlkonzern möglicherweise seine Akkumulationsphase verlässt und in einen Aufwärtstrend übergeht. Die Realität sieht derzeit anders aus: Jeder Versuch, die Widerstände zu durchbrechen, scheitert.

Der Widerstand bei 10,75 hat sich zu einer Mauer entwickelt. Der Kurs eröffnete mit einer Lücke nach oben angesichts der Nachrichten, kam aber nicht voran. Die entstandene Kerze war in technischer Lesart eine klare Distributiosnkerze. Und der MACD zeigt eine bärische Divergenz, die stark genug ist, jeden Anstieg zu bremsen. Nur Kurse über diesem Widerstand würden das Signal entkräften und den derzeit bärischen Bias ändern.

Warum steigt Arcelor Mittal nicht, obwohl der Titel billig ist?

Das fundamentale Argument, das den Markt durchzieht, ist unbequem: weltweite Stahlüberkapazitäten, Schwellenländer mit eigener Stahlindustrie – allen voran Russland und China – und überall volle Lager. Das übermäßige Dumping, so das Argument, sei tot. In diesem Umfeld macht ein billiger Kurs die Aktie noch lange nicht zur Chance: Sie kann jahrelang billig bleiben.

"Wir befinden uns in einem Aufwärtstrend des IBEX, und viele Leute, die Geld an der Börse anlegen wollen, schauen, was billig ist – und da taucht Arcelor auf", fasst eine der kritischsten Positionen zusammen. Das unrentable Geld sucht ein Zuhause, und der niedrig notierte Wert steht auf jeder Liste. Das Problem: Billig zu sein ist keine Strategie.

Doppelboden, Dreifachboden und die hässliche Kerze

Die technische Abfolge war holprig. Zuerst der Doppelboden, der sich seit Mitte des Vorjahres gebildet hatte und gegen Jahresende bestätigt wurde. Dann das erreichte Kursziel des Doppelbodens. Danach ein erneutes Scheitern am Widerstand bei 10,75, das eine Wochenkerze hinterließ, die ohne Umschreibung als hässlich beschrieben wurde. Und die Warnung, dass bei anhaltendem Verlauf das nächste Szenario ein Dreifachboden wäre.

Der Koncorde liefert eine weitere Ebene: Das Smart Money verlässt den Titel offenbar, und die Hochs deuten darauf hin, dass der aktuelle Trend erschöpft ist, zumindest kurzfristig. Angesichts dieses Cocktails haben manche ihre Position geschlossen, andere bleiben draußen, bis der Kurs den Widerstand überwindet und die Kerze entkräftet.

Vom Pessimismus zu "Er wird uns bald überraschen"

Die Stimmung hat gedreht. Von den Warnungen zur Vorsicht ging es über zu "Er wird uns bald überraschen", mit langfristigen Einstiegen in der Annahme, dass der Pullback egal sei. Der Kurs testete die 13 Euro, schloss sechs Cent höher bei hohem Volumen und berührte erneut 13,4, bevor er sich drehte. Wer bei 10,38 oder 10,50 verkaufte und damit gerade die Gebühren deckte, sah anschließend, wie der Wert diese Niveaus zurückeroberte.

Das ehrlichste Fazit stammt von jemandem, der zugibt, ratlos zu sein: draußen bleiben, bis der Widerstand überwunden ist. Und die verblüffende Zahl: Während Arcelor einfach nicht in Schwung kommt, laufen andere Stahlwerte wie Acerinox seit Monaten wie geschnitten Brot. Wenn die Branche mit der Erholung zieht, lautet die Frage, warum dieser Wert zurückfällt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (26 Antworten).

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