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Spanische Bank verlangt 4,87 € für die Kontoschließung
Ein Kunde möchte in Spanien sein Konto kündigen und muss 4,87 € für den anteiligen Kontoführungsbeitrag zahlen. Manche behaupten, diese Praxis breite sich im Bankwesen aus.
Konto kündigen ist nicht kostenlos: der anteilige Kontoführungsbeitrag
Wer in seine Stammfiliale geht, um ein Girokonto zu schließen, läuft in eine Falle. Ein Kunde möchte sein Konto kündigen, nachdem er sein Gehalt zu einer anderen Bank gebracht hat – und soll plötzlich 4,87 Euro zahlen. Niemand kann ihm erklären, wofür. Am nächsten Tag erfährt er es: Es ist der anteilige Betrag der jährlichen Kontoführungsgebühr. Sechs Euro alle sechs Monate. Das Konto war auf null, ohne Bewegungen, aber die Bank lässt es nicht ohne Zahlung ziehen.
Der Vorfall ist alles andere als eine Einzelpointe und offenbart eine Praxis, die mehrere Nutzer aus dem Bankwesen schildern: Gebühren für die Kündigung oder für die bis zum Schließtag aufgelaufene Kontoführung. Die Frage, die im Raum steht: Ist diese Gebühr legal, oder macht jede Bank, was sie will? In der Debatte gibt es keine konkrete rechtliche Antwort.
Wie viel verlangen Banken für die Kontoschließung?
Die konkreten Fälle häufen sich. Bei Banesto zahlte ein Kunde gut 4 Euro für die Kontoschließung, nachdem ihm monatlich 4 Euro Kontoführung abgezogen worden waren – obwohl sein Gehalt auf das Konto einging. Er wechselte zu einer anderen Bank. Eine Woche später riefen sie an und sprachen von einem Missverständnis. Er kam nie zurück. Bei der Santander erzählt ein anderer Nutzer, dass sein Konto auf null blieb, ohne formell geschlossen zu werden, und am Jahresende die Kontoführungsgebühr fällig wurde, die sich immer weiter aufsummierte – bis ein Schuldenberg von 300 Euro entstand.
Das Muster wiederholt sich: Das Konto bleibt auf null, die Bank schließt es nicht, und die Gebühren häufen sich still. Wenn der Kunde reagieren will, ist die Schuld bereits astronomisch. Die Empfehlung aus diesen Fällen ist klar: Immer eine Bestätigung verlangen, dass das Konto geschlossen wurde. Ohne dieses Papier kann die Bank weiter Abbuchungen generieren.
Die Sicht der Mitarbeiter: Es ist keine Kündigungsgebühr
Aus den Filialen kommt eine Differenzierung. Ein Mitarbeiter von Caixa Tarragona erklärt, dass nicht eine Kündigungsgebühr verlangt wird, sondern der anteilige Kontoführungsbeitrag bis zum Zeitpunkt der Schließung. In seiner Filiale wird bei ungenutztem Konto die Gebühr abgebucht, dann erstattet – Monat für Monat, bis das Konto wegen Inaktivität geschlossen wird. Vor der Schließung ruft man den Kunden an, um zu klären, ob er das Konto behalten oder endgültig kündigen möchte.
Ein anderer Bankmitarbeiter verteidigt die Gebühren als Gegenleistung für eine Dienstleistung: das Verwahren des Geldes, dessen Sicherheit und die Zinszahlung. "Wäre das kein Geschäft, hätte ich am Monatsende nichts zum Essen", argumentiert er. Die Antwort der Kunden kommt prompt: Die Bank verwahrt das Geld nicht aus Gefälligkeit, sondern nutzt es, um zu investieren, Kredite zu vergeben und Gewinn zu erzielen. Zusätzlich Gebühren für die Kontoführung zu verlangen – besonders wenn das Gehalt auf dem Konto eingeht – wirkt wie eine Beleidigung.
Ist es legal, für die Kontoschließung zu verlangen?
In der Debatte wird keine konkrete Vorschrift genannt, die eine Kündigungsgebühr verbietet. Ein Teilnehmer empfiehlt, sich an den Kundenbeauftragten der Bank zu wenden. Einen Filialleiter ärgert es besonders, wenn er wegen ein paar Euro bloßgestellt wird und ein Gehaltskonto verliert. Der Frutaschaden ist größer als die Gebühr.
Der Gebührenkrieg: Kunden gehen, Banken reagieren
Im Hintergrund tobt ein Vertriebskrieg. Die Banken konkurrieren um Gehaltskonten, und die Gebühren sind das Schlachtfeld. Manche behaupten: Hält man dich für leichtgläubig, kassiert man nicht nur alle möglichen Gebühren ab, sondern verkauft dir auch Produkte mit halben Wahrheiten. Fehlinformationen und das Kleingedruckte gehören zum Alltag.
Unterdessen organisieren sich die Kunden: Sie kündigen Karten, Versicherungen und Konten und verlagern ihr Gehalt zu gebührenfreien Banken. Die Abwanderungsgefahr ist real. Manche Banken reagieren, andere nicht. Die Frage bleibt: Wie lange dauert es, bis sie begreifen, dass eine Gebühr für die Kontoschließung der beste Weg ist, einen Kunden für immer zu verlieren?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (25 Antworten).
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