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Zapatero: Selbstamnestie stärkt den Rechtsstaat
Der spanische Ex-Ministerpräsident Zapatero verteidigt die Selbstamnestie als Stärkung des Rechtsstaats und stößt damit wegen ihres rechtlichen Widerspruchs auf Kritik.
Selbstamnestie als Werkzeug des Rechtsstaats: Zapateros These, die Empörung auslöst
Kann eine Selbstamnestie, die von den Machthabern selbst gewährt wird, den Rechtsstaat stärken? Der frühere spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat genau das behauptet und damit eine Welle der Kritik in juristischen und wirtschaftlichen Kreisen ausgelöst. Die Äußerung, die im Rahmen der Debatte über Gnadenmaßnahmen für katalanische Unabhängigkeitsbefürworter fiel, wurde von Kritikern als Segarro bezeichnet.
Die Kritik richtet sich gegen den inhärenten Widerspruch einer Selbstamnestie: Eine Gruppe, die sich selbst Straffreiheit gewährt, verletzt das Prinzip der Gewaltenteilung und die Gleichheit vor dem Gesetz. Mehrere Analysten weisen darauf hin, dass solche Maßnahmen das Vertrauen in die Institutionen untergraben und sich dadurch auf die wirtschaftliche Stabilität auswirken können, weil sie regulatorische Unsicherheit erzeugen. Sogar ein mögliches Eingreifen der europäischen Justiz als Kontrollmechanismus wurde erwähnt.
Die Debatte ist in die Verhandlungen über die Amnestie für die Beteiligten am katalanischen Unabhängigkeitsprozesses eingebettet, bei denen die Spannungen zwischen der Regierung und der Justiz ständigen Begleiter waren. Kritiker warnen, dass eine Selbstamnestie den Rechtsstaat nicht nur nicht stärkt, sondern ihn untergräbt und Tür und Tor für willkürliche Entscheidungen öffnet.
Was für die einen eine Stärkung des Rechtsstaats ist, ist für die anderen dessen offenkundigste Verneinung. Das Paradoxon braucht keine weiteren Kommentare.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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