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Würde Spaniens Pedro Sánchez eine Diktatur errichten, wenn er vier weitere Jahre regiert?
Eine Analyse der Anzeichen und Praktiken, die nach Ansicht von Beobachtern auf ein Risiko eines autoritären Kurses hindeuten, sollte **Pedro Sánchez** in Spanien an der Macht bleiben.
Die Frage, ob **Pedro Sánchez** eine Diktatur errichten könnte, wenn er an der Macht bleibt, stützt sich auf eine Reihe von Praktiken und Verhaltensweisen, die nach Ansicht verschiedener Beobachter mit den Lehrbüchern der Autokratie übereinstimmen.
## Das Moncloa-Syndrom
Die Vorstellung, dass ein politischer Führer den Kontakt zur Realität verlieren und eine verzerrte Sicht auf seine eigene Rolle entwickeln kann, ist nicht neu. In Spanien, fünfzig Jahre nach **Francos** Tod, kursieren noch immer Anekdoten, oft ausgeschmückt, die die Persönlichkeit der Machthaber widerspiegeln. Eine der bekanntesten schrieb **Franco** selbst einen schelmischen Rat zu: "Machen Sie es wie ich, mischen Sie sich nicht in die Politik ein." Die Ironie dieser Geschichte erhält eine neue Bedeutung, wenn man sie mit den jüngsten Äußerungen **Pedro Sánchez** vergleicht. In einem Interview bei **TVE** äußerte **Sánchez** beim Thema Machtwechsel eine Aussage, die Überraschung und Debatte ausgelöst hat: Er behauptete, der Wandel werde bereits durch ihn selbst verkörpert, und deutete an, dass ein Machtwechsel nicht mehr nötig sei, weil er den Fortschritt verkörpere. Diese Äußerung, von einigen als Zeichen einer Selbsterhöhung und eines krankhaft anmutenden "Moncloa-Syndroms" interpretiert, hat die Sorge über sein Verständnis von Macht und Demokratie genährt.
## Praktiken, die nach Autokrat riechen
Die Sorge über eine mögliche autoritäre Entwicklung beruht auf einer Reihe von Handlungen und Haltungen, die nach Ansicht der Kritiker in das Handbuch des guten Autokraten passen. Einer der häufigsten Vorwürfe ist die Gleichsetzung der Lüge mit einem politischen Instrument. Es wird argumentiert, dass die Strategie darin bestehe, Beweise zu leugnen, wie im Fall der Geheimdienstberichte über **Ceuta**, deren Existenz trotz ihrer scheinbaren Verfügbarkeit bestritten wird. Eine weitere kritisierte Praxis ist die Dämonisierung des Gegners, der aus dem politischen Diskurs isoliert oder entfernt werden soll, sowie die offene Ablehnung jeglicher Machtübergabe.
Zudem wird der angebliche Verrat an der Verfassung und an den ungeschriebenen Regeln der spanischen Demokratie kritisiert. Dazu gehörten das Bündnis mit Unabhängigkeitsparteien, gegen die die **PSOE** zuvor selbst gekämpft hatte, und die Manipulation von Institutionen wie dem **Tribunal Constitucional** (Spaniens Verfassungsgericht) im Interesse der Partei, etwa bei der Amnestie oder den Begnadigungen im ERE-Korruptionsskandal der **PSOE**. Die angebliche Schaffung von "Akten" über Journalisten, verglichen mit der **Stasi** der **DDR**, und die Verstrickung in politische "Schmutzkampagnen", wie die gegen **Ayuso** durch den Staatsanwalt **García Ortiz**, oder die Ermittlungen gegen die Familie des Ministerpräsidenten sind weitere Punkte, die dieses Bild nähren. Auch Nepotismus, mit dem Fall seines verurteilten Bruders und dem Prozess gegen seine Ehefrau, sowie die Nutzung öffentlicher Gelder zur Kontrolle von Unternehmen wie **Telefónica**, die nach chavistischem Vorbild verstaatlicht wurde, werden genannt. Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender habe sich aus dieser Perspektive in ein "Flugblatt" zu seinen Diensten verwandelt und sogar einen Kanal mit dem Spitznamen "Telepedro" hervorgebracht.
## Die Ceuta-Krise und die Pressefreiheit
Der Umgang mit der **Ceuta**-Krise **2021** ist ein weiteres Beispiel, das autoritäres Verhalten illustrieren soll. Kritiker verweisen auf das anfängliche Leugnen von Geheimdienstwarnungen, die von später veröffentlichten Sicherheitsberichten widerlegt wurden, sowie auf die nachträgliche Ausrede, die Information sei nicht bei hohen Beamten angekommen, was als Inkompetenz gewertet wurde. Die Abkapselung des Ministerpräsidenten nach seinem Eingeständnis der "Verletzung der territorialen Integrität" und die Entlastung **Marokkos** sowie die öffentliche Zurückweisung des Präsidenten von **Ceuta** in **Brüssel** gelten als Gesten der Unterwerfung und mangelnder Entschlossenheit.
Was die Pressefreiheit betrifft, werden Versuche erwähnt, restriktive Gesetze zu verabschieden, wie das sogenannte "Ley Begoña", das als "Zensurgesetz" und Euphemismus zur Verschleierung seiner eigentlichen Absicht bezeichnet wird. Die Weigerung, Interviews mit kritischen Medien zu geben, die als "Fake-News-Portale" abgestempelt werden, und die Herabwürdigung der Oppositionswähler als "rechte Hetz-Sphäre", obwohl sie die Mehrheit stellen, sind weitere Beispiele für eine angebliche Verachtung der Informations- und demokratischen Vielfalt. Die Verwandlung der Pressekonferenzen des Ministerrats in Kundgebungen und die Schaffung von "**Pilingui**-Noten" mit Selbstdurchschnitt von Eins mit Stern vervollständigen das Bild eines Verhaltens, das nach Ansicht der Kritiker von den demokratischen Prinzipien abweicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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