Von Schulden zu siebenstelligen Kryptogewinnen: Vermögensverwaltung

Ein Investor verdiente Millionen durch Krypto-Spekulation. Nun steht er vor der Wahl zwischen Immobilien, Gold oder Liquidität.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Von Schulden zu siebenstelligen Kryptogewinnen: Vermögensverwaltung
Vom Schuldner zum Millionär: Die Herausforderung des Vermögenserhalts

Siebenstellige Bankguthaben lösen nicht alle Probleme, sie schaffen neue. Ein 40-jähriger Anleger mit 20 Jahren Berufserfahrung und einem Hintergrund, in dem man für wenig mehr als ein Mindestgehalt schuften musste, sah sich plötzlich einem Vermögen gegenüber, das innerhalb weniger Monate von Schulden auf sieben Stellen sprang. Das Verdienst – wenn man es so nennen kann – war die Spekulation mit Kryptowährungen im Jahr 2021. Das Geld kam. Die Anleitung dazu fehlte.

Sein Ziel ist eindeutig: nie wieder angestellt arbeiten müssen. Zuvor hatte er bereits Forex, Aktien und Fonds gehandelt, also startet er nicht bei null, obwohl er sein Wirtschaftswissen als „begrenzt“ bezeichnet. Er hat bereits Steuern gezahlt: Einen Teil der Gewinne wandelte er in Euro um, um das Finanzamt (Hacienda) zu bedienen, was ihn seiner Meinung nach vom Profil eines reinen Glücksspielers abhebt, das ihm manche zuschreiben.

800.000 € in Immobilien und 150.000 € in Gold: Der vorgeschlagene Portfolio-Mix

Auf dem Tisch liegt ein immer wiederkehrender Entwurf: 800.000 € in Immobilien, 150.000 € in Aktien, 150.000 € in Gold und zwischen 350.000 und 400.000 € in Liquidität und Anleihen. Ein eher defensives Portfolio, bei dem fast die Hälfte des Vermögens in Immobilien steckt und eine Bargeldreserve mehrere Jahre Ausgaben decken würde. Manche warnen jedoch, dass dieser Puffer überflüssig sei, wenn die Mieteinnahmen einen Großteil der laufenden Kosten decken.

Die am häufigsten empfohlene Strategie – bis hin zur Dogmenhaftigkeit – lautet, diszipliniert und gestaffelt diversifizierte Produkte zu kaufen: Indexfonds, dividendenstarke Unternehmen oder permanente Portfolios. Alles klingt vernünftig, bis die Gebühren ins Spiel kommen: Einige Berater verlangen genau dafür eine Provision von 2,5%.

Warum sind Immobilien inzwischen unerreichbar geworden?

Der ursprüngliche Plan sah vor, eine dritte Immobilie zu kaufen. Dieser ist gescheitert. Die Preise für Neubauten stiegen um 50% in einem Jahr, und die Projekte waren ausverkauft, ohne dass klar ist, woher die Arbeitskräfte kommen sollen. Das Segment zwischen 300.000 und 400.000 € für annehmbare Objekte ist verschwunden; Neubauprojekte starten nun oft bei knapp 500.000 €. In zwei Monaten ein Anstieg von 20%.

Auch die Alternative, die er prüft, ist teuer: Eine Renovierung der alten Wohnung kostet etwa 100.000 €. Die Zahlen, mit denen er rechnet – Miethöhe, Renovierungskosten, Rendite je Option – sind der Stoff, der die meisten Diskussionen auslöst und den man unbedingt mit Stift und Papier durchrechnen sollte.

S&P 500, Dividenden oder auf den Crash warten?

Die Meinungen gehen auseinander. Einige befürworten, fast alles in den S&P 500 zu stecken und dann ruhigzuschlafen; andere rühmen sich, über 90% in Berkshire Hathaway investiert zu haben, das auf jährliche 15-16% zusteuert, während der Index Verluste von 10% verzeichnet. Erfahrene Anleger warnen, dass Indexfonds zwar historisch gut performt haben, aber die Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft ist.

Dem gegenüber steht die Strömung, die allen immateriellen Werten misstraut und reale Güter fordert: Immobilien, Land, Kunst und physisches Gold zu Hause, für alle Fälle. Bei Gold, so heißt es, sei der Preis bereits entglitten.

Ausländische Konten und starke Währungen

Eine weitere Empfehlung gewinnt an Bedeutung: Teile des Kapitals aus dem Land bringen, Bargeld in Pfund, Dollar oder Schweizer Franken halten und Konten in verschiedenen Jurisdiktionen führen, einige davon außerhalb der EU. Der Protagonist hat dies bereits mit einem Teil seines Kapitals getan. Die Angst gilt nicht primär einem Zahlungsausfall, sondern einem deutlich schlimmeren Szenario.

Mehrere Jahre nach der ersten Nachricht sitzt er noch immer auf Liquidität, besitzt ein aktualisiertes Auto im Wert von 40.000 bis 50.000 € und hat 30.000 € für die Ausgaben der nächsten zwei Jahre beiseitegelegt. Er sagt, er warte auf einen Rücksetzer, um einzusteigen. Wird er die Chance vom bloßen Angstgefühl unterscheiden können?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (106 Antworten).

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