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Vermieter soll Mieter mit 12 Monatsmieten entschädigen, meldet EL PAÍS
Zwölf Monatsmieten für Mieter, die nicht verlängern: die Rechnung, die auf eine Mieterhöhung von 20 % hindeutet, und die tausenden Wohnungen, die laut einem Bericht vom Markt verschwinden.
Zwölf Monatsmieten Entschädigung für Mieter, die nicht verlängern
«Der Vermieter muss dem Mieter 12 Monatsmieten entschädigen, wenn er sich gegen eine Verlängerung entscheidet.» Die Schlagzeile, die EL PAÍS zugeschrieben wird, wirft sofort die unbequeme Frage auf: Wer zahlt? Eine Entschädigung von 12 Monatsmieten fällt nicht vom Himmel. Sie kommt aus einer Tasche, und diese Tasche hat das letzte Wort über die Miete. Die anschließende Diskussion – im Kontext der Wohnungsdekrete, die im Kongress verhandelt werden – ging in drei Richtungen: die Überwälzung der Kosten auf die Monatsmiete, das Zurückziehen von Wohnungen vom Markt und der öffentliche Wohnungskauf.
Um wie viel die Miete steigen müsste, um 12 Monatsmieten zu zahlen
Die im Thread am häufigsten genannte Rechnung deutet auf eine Erhöhung der Monatsmiete um 20 % hin, um den Aufwand auszugleichen. Es ist keine offizielle Zahl, sondern eine umlaufende Schätzung und sollte als das behandelt werden, was sie ist: eine Verhaltenshypothese, keine belegte Zahl. Die im Thread wiederholte Logik ist schwer zu widerlegen: Wenn der Nichtverlängerung den Eigentümer zwölf Monatsmieten kostet, liegt es nahe, diese Kosten auf die tatsächlich eingenommenen Monatsmieten zu verteilen.
Ein Nuance, auf die mehrere Beiträge hinweisen: Zieht der Mieter vor Ablauf von fünf Jahren aus, würde der Eigentümer den Aufpreis über die bereits gezahlten Mieten wieder hereinholen. In diesem Szenario trüge derjenige die Mehrkosten, der die volle Laufzeit bleibt.
Die Wohnungen, die von den Immobilienportalen verschwinden
Die zweite Reaktion ist leiser und schwerer zu messen: die Wohnung vom Markt nehmen. Ein Bericht von ESdiario behauptet, dass tausende Wohnungen von den Immobilienportalen verschwinden, und diese Meldung wird im Thread als Zeichen gelesen, dass das Angebot schneller reagiert als das Gesetz. Ein anderer Beitrag blickt zurück und vergleicht die Maßnahme mit der sogenannten renta antigua (alte Mietpreisbindung) und dem Gesetz Boyer, mit der Prophezeiung von weiteren vierzig Jahren jenes Modells.
Der Vergleich ist nicht belegt. Und dahinter liegt die Frage, wen es betrifft: Im Thread wird der kleine Eigentümer verteidigt, der seine Rente mit Mieteinnahmen aufbessert, während sich der Vorschlag des öffentlichen Wohnungskaufs nur an die richtet, die mehr als vier Wohnungen besitzen.
Der Staat als Vermieter: 10.000 Millionen pro Jahr
Auf der anderen Seite steht ein im Thread geäußerter Vorschlag: Der Staat soll Wohnungen kaufen und selbst Vermieter werden, mit bezahlbaren Mieten, deren Einnahmen in weitere Käufe reinvestiert werden. Die Rechnung sieht einen jährlichen Haushaltsposten von 10.000 Millionen über fünf Jahre vor – nach dieser Hypothese ausreichend, um das Problem zu lösen. Gekauft würde bei Eigentümern mit mehr als vier Wohnungen, was den kleinen Vermieter außen vor lässt.
Hinter all dem steckt Politik: Die Wohnungsdekrete liegen im Kongress, und eine im Thread oft geäußerte Lesart besagt, dass die Regierung Sánchez eine Verabschiedung vor einem Wahltermin nicht passt, weil die Preise weiter steigen und die Zwangsräumungen nicht gestoppt würden. Das ist eine Deutung, keine Gewissheit.
Die Räumung, die ins Fernsehen kommt – und die, die nicht
Ein Teil der Diskussion erinnert daran, dass die Straße mobil macht, wenn eine Zwangsräumung ins Fernsehen kommt, während die täglichen Räumungen nirgends auftauchen. Die Beobachtung ist nicht neu und tröstet auch niemanden: Sie misst die öffentliche Aufmerksamkeit, nicht das Problem.
Der Punkt, an dem alles hakt, ist derselbe, mit dem die Diskussion begann. Wie viele Verträge nicht verlängert werden, wie viele Eigentümer die Miete erhöhen und wie viele sich vom Markt zurückziehen. Solange diese drei Zahlen in der Luft hängen, ist jede Prognose Rauch.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).
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