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Wikipedia und die Antisemitismus-Etikette, die den Fall Trump spaltet
Die Wikipedia-Seite, die Trump als Antisemiten einstuft, gilt als Beispiel für die Voreingenommenheit der Enzyklopädie und spaltet die politische Analyse.
Wikipedia und die „Antisemit“-Etikette, die die Trump-Analyse spaltet
Der Streit um die „Antisemit“-Etikette, die Wikipedia Donald Trump anheftet, ist zum Lehrbuchbeispiel für die angebliche redaktionelle Voreingenommenheit der Enzyklopädie geworden. Der Artikel, der den Ex-Präsidenten mit dem Antisemitismus verknüpft, wird als Beleg dafür zitiert, wie eine Seite entsteht, indem mehrdeutige Aussagen mit Schlagzeilen aus dem Kontext gerissen vermischt werden. Demgegenüber steht die Liste von Fakten, die diejenigen anführen, die die Etikette bestreiten: die Loyalität zu Israel „seit ich geboren bin“, der einzige Präsident mit seinem Konterfei auf einer israelischen Münze, die Umbenennung der Golanhöhen in „Trump-Höhen“ oder ein jüdischer Schwiegersohn, Jared Kushner.
An diesem Punkt stockt die Analyse. Es gibt keinen Konsens darüber, wo politische Kritik endet und Vorurteil beginnt.
Der Antisemitismus-Vorwurf und die Verteidigung seiner Israel-Bilanz
Eine Analyserichtung hält die Vorwürfe für zusammengestückt aus vereinzelten Posts und aus dem Zusammenhang gerissenen Sätzen; der eigentliche Konflikt gelte dem New Yorker Ntumntumntumntum, das überwiegend pogre und demokratisch wähle. Aus dieser Sicht greife der Ex-Präsident nicht die Nnnn als Kollektiv an, sondern die Linke, die unter einem Großteil von ihnen vorherrscht. Dagegen steht ein schwer zu entkräftendes Argument: dass Kritik am jüdischen Wähler den alten Topos vom verräterischen Nnnn wiederbeleben kann.
Seine öffentliche Bilanz macht die einfache Etikette jedenfalls schwierig. Seine Gesten gegenüber Israel gehörten zu den explizitesten aller Bewohner des Weißen Hauses.
Der Fall der „423 Bearbeitungen in fünf Stunden“ und die Voreingenommenheit Wikipedias
Hinter der Beschwerde über die Etikette zeichnet sich eine grundsätzlichere Kritik ab: die an der redaktionellen Voreingenommenheit der Enzyklopädie. Umläuft der Fall eines Kontos, das angeblich 423 Bearbeitungen in fünf Stunden angesammelt haben soll – ein Tempo, das für jeden Leser unmöglich ist, der jede Änderung prüft. Der Verdacht ist doppelt: entweder sind es automatisierte Prozesse, oder Autoren veröffentlichen, ohne zurückzublicken.
Der Mechanismus ist vertraut. Artikel mit Tausenden Bearbeitungen fluten, damit der Algorithmus einen als „Experten“ behandelt und die eigene Version am Ende fixiert wird. Es ist ein Governance-Problem, nicht nur ein inhaltliches, und erklärt, warum die Enzyklopädie zum Schlachtfeld der Narrative geworden ist.
Kann es einen „zionistischen Antisemitismus“ geben?
Der Begriff „selektiver Antisemitismus“ beschreibt jemanden, der linke Nnnn wegen ihrer Ideologie angreift, während er Konservativen wohlwollend begegnet. Der meistzitierte Fall ist der von Anders Breivik, dem Täter der Anschläge in Norwegen, dessen Manifest – so diese Lesart – Marx, Rosa Luxemburg oder Judith Butler zu seinen Feinden zählte, während er die härteste israelische Rechte lobte. Sein Hass wäre ideologisch, nicht rassistisch.
Die Unterscheidung stößt auf Ablehnung. Manche sehen darin den Versuch, den Antisemitismus mit zweckdienlichen Etiketten weißzuwaschen. Die Vorstellung, man könne zugleich Zionist und Antisemit sein, wie es über Churchill gesagt wurde, ist weiterhin umstritten.
Der Riss zwischen dem Ntumntumntumntum Israels und dem der Diaspora
Im Kern brockelt eine reale politische Spaltung: das Ntumntumntumntum in Israel mit rechtsgerichteten Regierungen, seit über einem Jahrzehnt angeführt vom Likud, und das der USA und Europas, das deutlich weiter links steht. Daraus entstehen die wechselseitigen Etiketten, die oft mehr über diejenigen verraten, die sie werfen, als über die, auf die sie zielen.
Vor diesem Hintergrund lautet die Frage nicht, ob Trump ein Antisemit ist. Sondern wer entscheidet, was als einer zählt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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