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General zeigt Guardia Civil-Spitze wegen Ayuso-Boykott an
Ein General der Guardia Civil zeigt seinen Vorgesetzten an, weil dieser ihm befahl, den Tag der Autonomen Gemeinschaft Madrid 2025 zu boykottieren und Isabel Díaz Ayuso zu brüskieren.
Am 16. Juli 2026 brachte ein Exklusivbericht der ABC eine Aufnahme vom Mai 2025 ans Licht. Darin drängt Generalleutnant Luis del Castillo, Befehlshaber der Operationen, den Generalmajor Fernando Sarracena, Chef der Truppe in Madrid, nicht am Tag der Autonomen Gemeinschaft Madrid 2025 teilzunehmen. Das ist keine Empfehlung: Es ist ein Befehl, der per WhatsApp übermittelt und telefonisch bekräftigt wurde. Und der Grund war dem Gespräch zufolge nicht operativer Natur.
Sarracena Anzeige gegen seinen Vorgesetzten ist ein beispielloser Fall in diesem militärisch organisierten Korps und versetzt die Guardia Civil (Spaniens militärisch organisierte Polizeitruppe) in eine nie dagewesene Lage. Der Boykott sollte die institutionelle Vertretung beim offiziellen Empfang zum Dos de Mayo, organisiert von der Regierung Isabel Díaz Ayusos, auf ein Minimum reduzieren. All das, während die Institution bereits von einer anderen offenen Front erschüttert wurde.
Der Befehl kam aus dem Innenministerium
Del Castillo führte die Weisung auf das Innenministerium und die Generaldirektion der Truppe unter Leitung von Mercedes González zurück. Als sich Sarracena weigerte, sich ohne Rechtfertigung von einer Veranstaltung fernzuhalten, zu der er eingeladen war, bestand sein Vorgesetzter darauf: Der Befehl komme von ganz oben. Das aufgezeichnete Telefonat, das der ABC eingesehen hat, zeigt den offenen Machtkampf zwischen zwei Befehlshabern mit der Institution in der Mitte.
Sarracena warf Del Castillo vor, sein Amt zu nutzen, um eine Geringschätzung gegenüber der Regionalregierung zu inszenieren, und machte ihm den Vorwurf, man trete der Präsidentin über ihn "in den Hintern". Der General verwies zudem auf die Absetzung des Obersten Diego Pérez de los Cobos, einen Entzug des Postens, den der Tribunal Supremo (Spaniens oberster Gerichtshof) schließlich gegen das Innenministerium aufhob. Als Del Castillo ihm vorschlug, bei Ablehnung der Direktiven den vorzeitigen Ruhestand zu beantragen, verteidigte Sarracena die Unparteilichkeit der Uniform und lehnte einen Rücktritt ab.
Zwei Stunden später ruderte die Spitze zurück
Das Ende kam schnell. Aus Angst vor einem neuen juristischen Debakel wie im Fall Pérez de los Cobos genehmigte die Führung der Guardia Civil die Teilnahme des Generals Sarracena kaum zwei Stunden nach dem Streit. Der Konflikt blieb latent, bis er mit der Anzeige des Untergebenen gegen seinen Vorgesetzten eskalierte.
Ein zweiter Pressebericht erhöhte den Druck: Der Stellvertreter des DAO soll dem General, der sich dem Boykott verweigerte, mit der Versetzung gedroht und ihm gewarnt haben, er solle sich "auf die Konsequenzen gefasst machen". Ein weiteres Kapitel im politischen Krieg zwischen der Regierung von Pedro Sánchez und der Ayusos – mit der Neutralität der Truppe als Verhandlungsmasse.
Der Oberste Gerichtshof stellt das Verfahren ein
Der Militärsenat des Tribunal Supremo hat die Anzeige des Generalmajors Fernando Sarracena gegen seinen Vorgesetzten wegen des Befehls, nicht an der von Díaz Ayuso geleiteten Veranstaltung teilzunehmen, eingestellt. Die Einstellung schließt den militärgerichtlichen Weg vorerst.
Unterdessen ist Mercedes González, Generaldirektorin der Guardia Civil, im Fall cloacas ("Kloaken-Affäre", ein Skandal um politische Schmutzkampagnen) angeklagt und soll wegen ihrer Treffen mit Leire Díez vor Richter Pedraz aussagen. Die juristische und die politische Agenda der Truppe lassen sich nicht trennen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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