Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Vater verurteilt nach Schlag gegen sexuellen Belästiger seiner Tochter
Der spanische Oberste Gerichtshof bestätigt die Geldstrafe für einen Vater, der einen Mann schlug, der seine minderjährige Tochter in Estremera belästigt hatte.
Oberster Gerichtshof bestätigt Geldstrafe für Vater, der Täter seiner Tochter schlug
Der Tribunal Supremo (Oberster Gerichtshof) hat die Berufung eines Vaters abgewiesen, der wegen Körperverletzung verurteilt wurde, nachdem er den Mann geschlagen hatte, der kurz zuvor das Brusthaar seiner 17-jährigen Tochter berührt und ihr sens Kommentare gemacht hatte. Der Strafsenat lehnt den Milderungsgrund des Affekts ab, da dieser nicht im Tatbestand aufgeführt war. Das Urteil: eine Geldstrafe von sechs Euro pro Tag über sieben Monate, zuzüglich einer Entschädigung, die die Audiencia Provincial de Madrid (Provinzgerichtshof Madrid) hinzugefügt hatte. Der Sensual der Minderjährigen wurde seinerseits zu einer weiteren Geldstrafe von sechs Euro pro Tag über zwanzig Monate und einem Jahr Annäherungsverbot verurteilt.
Was am Nachmittag des 24. Oktober 2016 geschah
Die Ereignisse reichen bis zum Nachmittag des 24. Oktober 2016 ins Zentrum von Estremera (Madrid). Ein Mann näherte sich einer Frau und ihrer damals 17-jährigen Tochter und richtete eine explizit sens Bemerkung an sie. Danach berührte er mit offener Hand die linke Brust der Minderjährigen ohne deren Einwilligung und aus libidinöser Absicht, obwohl die Mutter ihn bereits dafür gerügt hatte.
Der Vater, der sich in der Nähe befand, eilte herbei, alarmiert durch die Schreie. Er rügte sein Verhalten. Der Mann antwortete, er tue, was er wolle, und begann ein Gerangel. Der Vater wich einem Schlag des Belästigers aus und versetzte ihm einen harten Schlag ins Gesicht. Der Angreifer fiel zu Boden mit einer leichten Schädel-Hirn-Verletzung, einer Rippenprellung, einer Fraktur des Bodens der rechten Augenhöhle und einer Wunde an der Augenbraue, die genäht werden musste.
Die gerichtliche Kette: von Alcalá de Henares bis zum Obersten Gerichtshof
Das Strafgericht Nr. 4 von Alcalá de Henares verurteilte den Vater 2021 wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von sechs Euro pro Tag über sieben Monate. Nach der Berufung des mutmaßlichen Täters fügte die Audiencia Provincial de Madrid eine Entschädigung für die Tage der Arbeitsunfähigkeit und die Folgeschäden hinzu. Der Fall gelangte vor den Tribunal Supremo, der die Revision aus formalen Gründen ablehnte: Der Milderungsgrund des Affekts war nicht in den festgestellten Tatsachen enthalten.
Der juristische Schlüssel liegt genau dort. Die Rechtsprechung erkennt den Zustand der Verblendung oder des Affekts an, wenn die Reaktion dem auslösenden Ereignis angemessen ist, aber das hohe Gericht hat dies diesmal nicht angewandt, weil der Sachverhalt es nicht vorsah. In der Praxis: Das Gericht stellte nicht fest, dass der Schlag eine Reaktion auf die Berührung war und nicht auf die anschließende Rauferei.
Der Sensual: 20 Monate Geldstrafe und ein Jahr Annäherungsverbot
Der Senat bestätigte das Urteil des Gerichts gegen den Täter der Minderjährigen wegen sens Missbrauchs: eine Geldstrafe von sechs Euro pro Tag über zwanzig Monate und ein einjähriges Annäherungsverbot gegenüber dem Opfer. Das heißt, derselbe tägliche Betrag der Sanktion für den, der eine Minderjährige berührte, wie für den Vater, der ihm das Gesicht zertrümmerte. Der Unterschied liegt in der Dauer: zwanzig Monate gegenüber sieben.
Hier öffnet sich die Flanke, die am meisten Diskussionen auslöst. Die Proportion zwischen dem einen Verhalten und dem anderen, gemessen in identischen täglichen Euro-Beträgen, ist die Tatsache, die jeden Leser des Urteils ohne Vorurteile verwirrt. Der sens Missbrauch einer Minderjährigen wird mit derselben Rate bestraft wie die Reaktion des Elternteils.
Warum der Tribunal Supremo den Affekt nicht anwandte
Einige behaupten, das Problem liege nicht beim Gericht, sondern bei der Verteidigung: Wenn der Milderungsgrund nicht in den festgestellten Tatsachen reflektiert wurde, konnte er kaum in der Revision Erfolg haben. Andere weisen auf den Bericht selbst hin: Das vorherige Gerangel und der ausgewichene Schlag des Belästigers deuten auf eine Prügelei zwischen zwei Männern hin, nicht auf eine unmittelbare Reaktion auf den Missbrauch der Minderjährigen.
Die technische Diskussion ist fein und hat Konsequenzen. Wenn der Schlag als Antwort auf die Berührung interpretiert wird, passt der Affekt. Wenn er als Antwort auf die körperliche Aggression des anderen interpretiert wird, handelt es sich um Notwehr oder eine Schlägerei, je nach Blickwinkel. Der Tribunal Supremo blieb an der Hintertür stehen: Er geht nicht in die Tiefe, weil der Sachverhalt es nicht erlaubt.
Was jeder Vater in einer solchen Situation riskiert
Die Debatte wandte sich bald einem praktischeren Bereich zu. Die wiederholte Empfehlung: Nicht bei der Polizei aussagen, das Protokoll nicht unterschreiben, den Schlag nicht eingestehen. Die Begründung ist, dass das Protokoll vor dem Richter verurteilt. Und eine zweite, unangenehmere Folge: Wenn der ursprüngliche Angreifer keine Verletzungen verursacht, gibt es kein Delikt, das gegen ihn wegen der Rauferei verfolgt werden kann.
Das Ergebnis ist eine Asymmetrie, die das Strafrecht nicht gut löst. Wer schlägt und Spuren hinterlässt, haftet für Körperverletzung. Wer provoziert und unverletzt davonkommt, nicht. Das Gesetz misst Schäden, nicht Absichten. Und in diese Lücke passen alle Ironien der Welt, aber keine Lösung.
Mit diesen Grundlagen ist es wahrscheinlich, dass der Tribunal Supremo weiterhin die Tür zum Affekt verschließt, wenn er nicht in den festgestellten Tatsachen auftaucht, und dass die Verteidigungen lernen, den Sachverhalt von der ersten Aussage an aufzubauen. Wenn das geschieht, könnte das nächste Urteil anders gelesen werden. Oder auch nicht. Es hängt davon ab, wer die festgestellten Tatsachen verfasst.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (153 Antworten).
Rentner und Beamte stützen Spaniens PSOE trotz Korruption – mit Argumenten wie "die anderen stehlen mehr". Eine Analyse der Debatte zeigt die Logik dieser Wählerstimmen.
Der Umzug von Jerez nach Madrid bringt viele Jobs, aber explodierende Mieten. Mit 1.500 € Monatslohn reicht es nicht zum Alleinwohnen. Lohnt sich der Umzug überhaupt?
Der Mord an Carles Vilajosana in Manresa: Eine Analyse der Tat, des juristischen Verfahrens und der komplexen sozialen Spannungen rund um diesen Fall in Spanien