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Warum Millionen Spanier trotz der Skandale weiter PSOE wählen
Rentner und Beamte stützen Spaniens PSOE trotz Korruption – mit Argumenten wie "die anderen stehlen mehr". Eine Analyse der Debatte zeigt die Logik dieser Wählerstimmen.
Die Loyalität zur PSOE hält der Korruption stand: das Profil des unbeirrbaren Wählers
Wie ist es möglich, dass ein erheblicher Teil der sozialistischen Wählerschaft Spaniens trotz der Justizskandale um die Parteispitze weiter die PSOE wählt? Die Antwort liegt laut einer Analyse der treuesten Wählerprofile in zwei Zutaten: die Abhängigkeit von staatlichen Leistungen und ein Argumentarium, das Korruption relativiert.
Das Argument des kleineren Übels
Unter den Wählern, die der PSOE nicht loslassen, ist der häufigste Spruch "die anderen stehlen mehr". Sie leugnen die Gerichtsverfahren gegen die Partei nicht, ordnen sie aber als verbreitetes Übel ein. Korruption tritt in den Hintergrund, wenn die Alternative der Verlust von Rente, öffentlichem Arbeitsplatz oder Zuschuss ist. Es ist eine Kosten-Nutzen-Logik, bei der Loyalität mit der kleinen Zuwendung bezahlt wird.
Der Stammwähler: Rentner und Beamte
Die Daten zeigen zwei Gruppen als am wenigsten anfällig für die Skandale: Rentner, die eine Leistung beziehen, die die Regierungspartei kürzen kann, und öffentlich Bedienstete, deren Gehalt und Arbeitsbedingungen vom Staatshaushalt abhängen. Für sie ist die PSOE nicht nur eine Partei: Sie ist die Garantie dafür, dass der Geldhahn nicht zugedreht wird. Die Ideologie wiegt weniger als das materielle Interesse.
Das Kalkül ist zynisch, aber funktional: Solange die monatliche Überweisung kommt, wird die Anklage eines Verwandten oder der Schatten eines mutmaßlichen Vergehens als "Lawfare" abgetan. Richter, Presse und Opposition sind für diesen Wähler Teil einer Verschwörung.
Fazit: Solange die Zuwendung weiter kommt, kann die PSOE ruhig schlafen. Korruption bewegt den Stammwähler nicht; nur eine Kürzung der Ausgaben würde es.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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