UK-Presse meldet Makarov versenkt; Pentagon bestätigt nichts

Britische Medien berichten von einem Treffer auf der Admiral Makarov am 6. Mai. Das Pentagon kann dies nicht bestätigen, und es bestehen Zweifel an der Seetüchtigkeit des Schiffes.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

UK-Presse meldet Makarov versenkt; Pentagon bestätigt nichts
Admiral Makarov brennt laut UK-Presse; Pentagon zweifelt

Am 6. Mai berichteten zwei britische Zeitungen, dass die Admiral Makarov nach einem ukrainischen Raketenangriff in Flammen stand, nahe der Schlangeninsel. Am selben Tag relativierte das Pentagon diese Darstellung: Sprecher John Kirby erklärte, es gebe keine Informationen, die den Angriff bestätigten. Zwischen beiden Versionen klafft eine große Lücke, in der sich die Uneinigkeit festsetzt. Es handelt sich um ein Schiff, das im Jahr 2017 in Dienst gestellt wurde, eines von nur drei seiner Klasse in der Schwarzmeerflotte, und es gibt keine unabhängige Bestätigung, dass es gesunken ist.

Die britische Version und Washingtons Antwort

Die Meldung über den Treffer stammt aus zwei britischen Quellen, die die Makarov als neues Flaggschiff nach dem Verlust der Moskwa darstellen. Die Quelle der ukrainischen Seite behauptet, sie sei von Neptune-Raketen getroffen worden. Der Kontext ist wichtig: Das Schiff wird als neues Flaggschiff präsentiert, nur wenige Wochen nachdem Moskau sein vorheriges verloren hatte.

Washington schließt sich dieser Darstellung nicht an. Kirby erklärte, sein Team habe den ganzen Tag daran gearbeitet und verfüge zu diesem Zeitpunkt über keine Daten, die die Nachricht stützten. Dies ist weder eine klare Widerlegung noch eine Bestätigung, und genau diese Ambivalenz ist der Boden, auf dem alle möglichen Interpretationen gedeihen.

Wie viele Fregatten wie die Makarov hat Russland?

Hier widersprechen sich die Zahlen. Eine Version besagt, dass Russland elf Einheiten dieser Klasse hatte und bei bestätigtem Verlust zehn verbleiben würden. Eine andere korrigiert dies grundlegend: Im aktiven Dienst seien nur drei, und die Makarov sei eine davon. Die Zahl hängt davon ab, ob man Gebautes, Operatives oder einfach nur Schwimmendes zählt.

Was weniger Diskussionsbedarf lässt, ist das Alter. Die Makarov war im Jahr 2017 in Dienst gestellt worden und hat eine Länge von etwas mehr als 124 Metern. Es ist kein Flugzeugträger, aber auch nicht der sowjetische Schrott, der der Moskwa zugeschrieben wird. Hier liegt ein Teil des Interesses: Es würde nicht bedeuten, einen alten Haufen zu verlieren, sondern relativ modernes Material mit modernen Brandschutzsystemen.

Sinkt eine Fregatte durch eine einzige Rakete?

Dies ist eine der technischen Fragen, die in der Diskussion auftauchen, und die Antwort ist nicht eindeutig. Ein Schiff dieser Größe sinkt nicht unbedingt durch einen einzelnen Treffer; der Schaden hängt von der Rakete, dem Einschlagpunkt und der Funktionsfähigkeit der Brandschutzsysteme ab. Als Referenz dient der Fall einer US-Fregatte, die zwei Exocet-Raketen traf und schwimmfähig blieb.

Daraus ergibt sich eine Nuance, die oft untergeht: Auch wenn das Schiff nicht sinkt, wäre es für Monate kampfunfähig. In einer Flotte mit wenigen modernen Einheiten ist dies bereits ein schwerer operativer Verlust, auch wenn das Bild eines sinkenden Rumpfes fotogener ist.

Die Schlangeninsel und die restliche Bilanz

Der Fokus auf die Makarov überschattet einen anderen Teil des Gesamtbildes. Neben der Geschichte des Schiffes kursiert eine Aufstellung der Aktivitäten rund um die Schlangeninsel, die der ukrainischen Luftwaffe mehrere Verluste zuschreibt:

  • ein Su-24-Bomber
  • ein Su-27-Jäger
  • drei Mi-8-Hubschrauber mit Truppen
  • zwei Bayraktar-TB2-Drohnen

und die Zerstörung des Landungsschiffs Stanislav. All dies ohne unabhängige Bestätigung. Die Lesart von einer Seite ist, dass Kiew einen kleinen Sieg suchte und die Rechnung teuer wurde.

Das Präzedenzfall der Moskwa und Zweifel am Video

Die Skepsis kommt nicht aus dem Nichts. Bei der Moskwa sah man bereits die vollständige Sequenz: Erst hieß es, nichts sei passiert; dann, es sei ein harmloser Unfall gewesen; und schließlich, das Schiff sei gesunken. Wer diesen Ablauf erinnert, akzeptiert keine der beiden anfänglichen Versionen zur Makarov.

Hinzu kommen die Bilder. Analysen behaupten, dass das kursierende Video sehr wahrscheinlich falsch ist, während andere die Makarov im Hafen liegend zeigen, unbeschädigt. Die Besonderheit dieser Fregattenklasse, deren Identifikationsnummern entfernt sind, erschwert es zusätzlich, eine Einheit von einer anderen zu unterscheiden. Mehrere Quellen weisen darauf hin, dass die bekannten Bilder nichts bestätigen können.

Die Angst vor einer Eskalation mit der NATO

Unabhängig davon, ob das Schiff schwimmt oder nicht, lenkt die Diskussion auf den größeren Rahmen. Eine Strömung vertritt die Ansicht, dass der Druck der Allianz auf Russland Moskau dazu bringen werde, Basen in Polen und Rumänien anzugreifen, und dass von dort nur noch eine Stufe zum nuklearen Szenario fehle. Dies ist eine extreme Risikolesartung, die nicht durch bestätigte Fakten gestützt wird, erklärt aber, warum jede Nachricht aus dem Schwarzen Meer wie die vorletzte gelesen wird.

Wo die Analyse ins Stocken gerät

Mit dem, was auf dem Tisch liegt, bleibt die Sache genau dort, wo sie begann: Eine Seite hält das Schiff für versenkt oder kampfunfähig, die andere für intakt im Hafen, und die externe Bestätigung bleibt aus. Das Einzige, was keinen Widerspruch duldet, ist die Asymmetrie der Information: Die Nachricht geht vor der Verifikation raus, und wenn der berechtigte Zweifel eintrifft, hat die Schlagzeile bereits Wellen geschlagen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (153 Antworten).

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